Vitaminmangel oder ernsthaft krank: Was unser Körper uns sagen will

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Fast 90 % aller Deutschen leiden unter einem Vitaminmangel.
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Symptome des Körpers

Haben Sie angegriffene Fingernägel oder weiße Flecken auf den Zähnen? Erfahren Sie, ob Sie nur unter Vitaminmangel leiden oder ernsthaft krank sind.

Haben Sie das Gefühl, Ihre Füße sind seit einiger Zeit dauereingeschlafen? Oder hat sich Ihr Sichtfeld eingetrübt? Häufig steckt hinter solchen körperlichen Auffälligkeiten ein Vitaminmangel, der sich leicht aus der Welt schaffen lässt. Doch manche unscheinbaren Signale können auch auf Krankheiten hindeuten, die medizinischer Behandlungbedürfen. Falls Sie z. B. abends dicke, schwere Beine haben, drücken Sie mit Daumen und Zeigefinger auf die Schwellung. Bleibt nach drei Sekunden ein weißer Abdruck zurück, haben Sie Wasser in den Beinen. Das gilt unter anderem als typisches Zeichen einer Nierenschwäche. Oder wirken vielleicht die Falten der Handflächen ungewöhnlich blass und Ihre Mundwinkel rissig? Werden die Adern unter der Hautoberfläche nicht richtig durchblutet, kann ein Eisenmangel der Grund dafür sein.

Fest steht: Unser Körper macht sich bemerkbar, wenn etwas nicht stimmt. Dauern die Symptome mehrere Tage bis zu zwei Wochen an, sollten Sie vom Arzt abklären lassen, ob sich dahinter ein Vitaminmangel oder eine ernste Krankheit verbiergt. So wird im Ernstfall keine Chance auf Heilung vertan. Um die Botschaften Ihres Körpers richtig zu deuten, finden Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Warnsignale.

Vitaminmangel oder ernsthaft krank?

Kribbeln Ihre Arme oder Beine?

Treten neben Taubheitsgefühlen auch Rückenschmerzen auf, könnte ein Bandscheibenvorfall der Grund sein. Drückt eine Bandscheibe auf die Nervenwurzel, führt das oft zu ausstrahlenden Schmerzen in Armen oder Beinen. Sind beide Füße betroffen, könnte das auf eine Polyneuropathie, z. B. infolge eines Diabetes, deuten. Dabei sind die langen Nervenbahnen geschädigt.

Tipp: Leiden Sie häufig unter kribbelnden Gliedmaßen, sollten Sie zu einem Arzt gehen. Er kann entscheiden, ob Sie eine Physiotherapie brauchen oder ob z. B. der Blutzucker eingestellt werden muss.

Haben Sie angegriffene Fingernägel?

Weisen Ihre Nägel schon seit der Kindheit Riffel auf, ist das Nagelbild genetisch bedingt. Längsrillen können aber auch durch Flüssigkeitsmangel entstehen. Querrillen dagegen deuten auf Störungen im Stoffwechsel, z. B. auf einen Vitamin-B-Mangel oder Magen-Darm-Probleme hin.

Tipp: Trinken Sie bei deutlichen Längsrillen mindestens 2 Liter täglich. Die Hornplatte kann dann glatter nachwachsen. Kehren dagegen immer wieder Querrillen auf Ihren Nägeln auf, fragen Sie Ihren Hausarzt um Rat.

Nebelschleier vor den Augen?

Häufige Ursache bei starkem Schleiersehen ist der graue Star: Dabei trübt sich die Pupille so, dass man nur noch unscharf und ohne Kontraste sieht. Betroffene sind außerdem schnell vom Licht geblendet.

Tipp: Lassen Sie den Augenarzt Ihre Pupille prüfen. Bei grauem Star kann die getrübte Linse operativ ausgetauscht werden. Die Kassen übernehmen die Kosten einer Standardlinse.

Weiße Flecken auf den Zähnen?

Bemerken Sie kreidig-weiße Veränderungen am Zahnschmelz, kann das Karies im Frühstadium signalisieren. Die Oberfläche des Zahnes fühlt sich dann rau und stumpf an. Vor allem säurehaltige Lebensmittel führen zu so einer Entkalkung des Zahnschmelzes.

Tipp: Bei Früherkennung kann der Zahnarzt die weißen Flecke behandeln, bevor sich Karies ausbreitet. Auch das Auftragen von Fluorid beschleunigt den Heilungsprozess. Reduzieren Sie am besten den täglichen Zuckerkonsum.

Haben Sie Ohrensausen?

Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck oder Stress sind ausschlaggebend. Wird das Innenohr mit wenig Sauerstoff versorgt, kann es mit Geräuschen reagieren.

Tipp: Ein HNO-Arzt sollte Ihre Symptome untersuchen. Ist das Ohrensausen nicht chronisch, helfen entzündungshemmende und durchblutungsfördende Arzneien. Übungen zur Muskelentspannung und Yoga sind sinnvoll, wenn Stress der Auslöser ist.

Kleiner geworden?

Überprüfen Sie Ihre Körpergröße: Haben Sie seit dem Erwachsenenalter 4 bis 5 cm verloren, leiden Sie womöglich an Knochenschwund (Osteoporose). Auch ein Rundrücken deutet darauf hin.

Tipp: Um die Knochen zu stärken und einem Vitaminmangel vorzubeigen, ist die medikamentöse Zufuhr von Vitamin D und Kalzium wichtig. Besonders wichtig ist dies bei mehrmonatiger Einnahme von Kortison - denn das kann die Knochen schwächen.

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