VogelgrippeVogelgrippe wieder in Deutschland: Hier breitet sich die Seuche aus

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus
Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus
Foto: Istock

Ausgerechnet auf dem Gelände des zuständigen Instituts für Vogelgrippe wurde die erste Infizierte Ente entdeckt. In Mecklenburg-Vorpommern breitet sich die Seuche gerade aus.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat seinen Sitz auf der Ostseeinsel Reims in Mecklenburg-Vorpommern. Bis vor Kurzem galt das Bundesland als Vogelgrippe-frei. Doch seit dem letzten Wochenende sind immer mehr Fälle von toten Vögeln aufgetaucht. Im Plöner See in Schleswig-Holstein waren es mehr als 150 Vögel. Jetzt wurden auch erste Fälle in Friedrichshafen bestätigt. Auch hier scheint sich die Geflügelpest weiter zu verbreiten.

Welche Vögel sind betroffen von der Vogelgrippe?

Der Erreger H5N8 kann sich deshalb so gut verbreiten, weil Wildvögel sich über weite Strecken bewegen und ihn so an andere Vögel weitergeben. Inzwischen gilt in ganz Deutschland Stallplicht für Geflügel, damit sich Nutztiere nicht bei Wildtieren infizieren können. Dennoch: Der Erreger schon in einem Zuchtstall für Puten in Schleswig-Holstein entdeckt. 

Ist die Vogelgrippe gefährlich für Menschen?

Bislang wurde der Erreger H5N8 nachgewiesen. Für Geflügel ist dieser Erreger sehr ansteckend. Für den Menschen allerdings nicht. Bisher gibt es weltweit keinen Fall, bei dem sich ein Mensch mit H5N8 infiziert hätte. Der Erreger H5N1, der ebenfalls Geflügelpest auslöst, ist gefährlich für den Menschen. An ihm sind bereits weltweit seit dem ersten Ausbruch 1997 mehrere Hundert Menschen gestorben.

Was kann ich tun, um mich gegen Vogelgrippe zu schützen?

Falls du einen toten Vogel entdeckst, sollest du ihn nicht berühren. Falls es doch Kontakt zu einem toten Tier gab, solltest du Hände und auch Schuhe gründlich waschen. Auf keinen Fall solltest du Kontakt zu anderen Vögeln danach haben. Wer einen oder mehrere tote Vögel entdeckt und sich nicht sicher ist, ob die Vogelgrippe die Todesursache sein könnte, kann sich jederzeit beim zuständigen Veterinäramt melden.

Ist die Weihnachtsgans in Gefahr?

Bereits im November 2015 gab es einen Ausbruch von Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern. Und auch schon im vergangenen Jahr stellten sich Verbraucher die Frage, ob die Weihnachtsgans nun in Gefahr sei. Es gilt allerdings Entwarnung: Enten und Gänse kann man gefahrlos essen - selbst, wenn sie mit H5N8 infiziert sein sollten. Für den Menschen ist der Erreger beim Verzehr nicht gefährlich.

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