Von der Sonne geküsst

von der sonne gekuesst
Redaktionstest_Selbstbraeuner
Foto: Thinkstock

Die Redaktion testet

Selbstbräuner zaubern erste Sonnenstrahlen aufs Gesicht. SHAPE Online hat getestet, welcher beim Auftragen braune Flecken hinterlässt, welcher angenehm riecht und welcher die Haut pflegt.

Das kennt wohl jeder: Kaum ist man aus dem Urlaub zurückgekehrt, ist die Bräune schon fast wieder verschwunden. Wie gut, dass es Selbstbräuner gibt, die das Sunshine-Feeling im Gesicht noch etwas herauszögern. Aber nicht nur das: Wer das kosmetische Mittel der direkten Sonneneinstrahlung vorzieht, schützt seine Haut vor Falten und gleichzeitig vor Hautschäden. Denn: So schön und wohltuend die Sonnenwärme auf dem Körper und das helle Sonnenlicht für die Seele auch sein mögen – die UV-Strahlen tun der Haut nicht gut.

Selbstbräuner ist nicht gleich Selbstbräuner – auch bei der Bräune aus der Tube gibt es Unterschiede. Die hat die Online-Redaktion eine Woche lang gründlich unter die Lupe genommen und die verschiedenen Produkte auf Duft, Textur und Bräunungseffekt getestet. Selten sahen die Kollegen so gesund und erholt aus. Die meisten zumindest, denn den einen oder anderen Zebrastreifen gab es schon zu beklagen ...

Ein Hauch von Bräune – für Insider

Einbildung oder Realität – mir egal – Hauptsache ein Kompliment! Angeblich konnte mein Kollege bei mir bereits nach dem ersten Selbstversuch eine leichte Tönung im Gesicht feststellen. Meine bessere Hälfte schmeichelte mir sogar mit dem Kompliment, ich sähe aus wie direkt aus dem Urlaub zurückgekehrt. Ich sage: Das Resultat des Selbstbräunertests mit Rubinsteins „Golden Beauty Summerface“ ist ein Sieg im Kampf gegen die Winterblässe. Keine wahre Bräunung. (Leider habe ich kein Vorher-Nachher-Bild im Angebot.)

Auftragen & Textur: Um auch ein Resultat zu erzielen, habe ich bei der Anwendung nicht gespart: Über mehrere Tage, habe ich jeweils abends die Creme im Gesicht aufgetragen. Sie fühlt sich sehr angenehm an, ist nicht zu flüssig und lässt ich gut auf der Haut verteilen. Und trotz des exzessiven Gebrauchs haben sich keine Ränder zwischen künstlich getönter Haut und natürlicher Blässe gebildet.

Duft: Ich persönlich empfinde den Geruch als viel angenehmer als bei früheren Erlebnissen mit anderen Marken: unaufdringlich und dezent, mit einer leichten für Selbstbräuner typischen Note. Aber – um noch einmal meinen Liebsten zu bemühen – er stellte eines Testabends trocken fest: „Du erinnerst mich gerade an meine Schwester.“ Grübelnde Pause. „Du riechst wie sie. Was ist das? Oh mein Gott. Siehst Du morgen etwa so orange gefärbt im Gesicht aus, wie sie damals mit 15?“ Zur Info:  Alles ging gut, und ich hatte am nächsten Morgen lediglich eine zarte Bräunung.Hautgefühl: Das Produkt fühlt sich wie eine pflegende Tagescreme an. Leider entwickelten sich leichte Pickelchen – aber das kann an Stress, anderen Produkten in der Kombination, oder am Hormonhaushalt gelegen haben. Da meine Haut auf jeden dieser Faktoren reagiert, will ich nichts auf das Produkt schieben!

Ergebnis (Bräunungsgrad, Flecken etc): Trotz intensiver Nutzung habe ich mit „Golden Beauty“ nur eine sehr dezente Bräunung erreicht. Was ich aber sehr gut finde. Keine orangefarbene Tönung im Gesicht, sondern genau das Richtige, um diese ungesunde Blässe der langen Herbst- und Winterzeit verschwinden zu lassen. Von Urlaubsbräune dagegen kann keine Rede sein.

Preis: um 30 Euro

Text: Claudia Casagrande, Redaktionsleitung SHAPE Online, JOY Online, COSMOPOLITAN Online, MAXIM Online

Überraschung schon beim ersten Auftragen

Auftragen: Das „Self Tan Ultra Natural Bronze Care“ von Lancaster lässt sich sehr leicht und unkompliziert auftragen. Durch die zarte Tönung sehe ich genau, wo ich den Selbstbräuner bereits aufgetragen habe. So bleiben keine Stellen unbehandelt.

Textur: Die Textur des Selbstbräuners ist gelartig und sehr samtig. Die Tönung finde ich angenehm, nicht so Make-up-artig. Das sorgt trotzdem gleich nach dem Auftragen für einen gesunden Schimmer.

Duft: Wegen einiger sehr unangenehmer Erfahrungen war ich bei der ersten Nutzung etwas skeptisch. Auf keinen Fall wollte ich wieder den ganzen Tag diesen typischen, leicht süßlichen Selbstbräunergeruch in der Nase haben ... Doch – oh Wunder! – ich war schon beim ersten Auftragen positiv von einem sehr angenehmen Duft überrascht. Auch nach den nächsten Malennstellte sich der süßliche Geruch nicht ein. Erst bei regelmäßiger Nutzung riecht man es ganz dezent, aber fast unmerklich.

Hautgefühl: Im Gegensatz zu anderen Selbstbräunern, die ich in der Vergangenheit immer mal wieder ausprobiert habe, hatte ich das Gefühl, dass meine – eher trockene - Haut keine zusätzliche Feuchtigkeit benötigt. Stattdessen scheint sie gut mit Feuchtigkeit versorgt!

Ergebnis: Mein erster Selbstbräuner-Versuch blieb nicht unbemerkt, ich war wohl etwas zu euphorisch. Zu meiner großen Freude dachten aber alle, ich wäre am Wochenende in der Sonne gewesen und die Bräune wäre ganz natürlich. Von da an war ich etwas vorsichtiger mit der Menge, habe das Produkt relativ sparsam benutzt und an den Rändern sehr gut verrieben. Auf diese Weise hatte ich durchgehend eine schöne, zarte Bräune mit natürlicher Optik und ohne auffällige Flecken und Ränder.

Preis: Um 30 Euro

Text: Martina Knecht, Leitung Vermarktung Online

Ein Tuch für alle Fälle

Ätzend! Da lag ich zwei Wochen am Strand, komme frisch erholt und gut gelaunt aus dem Urlaub zurück und welchen Kommentar darf ich mir dann immer wieder anhören? „Du bist aber gar nicht wirklich braun geworden.“ Und wenn ich nicht unter Palmen verweilt habe, dann heißt es, wie blass ich doch aussehe, regelrecht ungesund. Da scheint ein Selbstbräuner die perfekte Lösung zu sein. Allerdings hielten mich bisher die vielen Schauermärchen von diesen Produkten ab. Meine lieben Kollegen haben es allerdings irgendwie geschafft, mich zu diesem Redaktionstest zu überreden und ich wage das Abenteuer ...

Auftragen: Ich persönlich finde den Selbstbräuner in Tuchform etwas unpraktisch. Ich wische mir damit rauf und runter, von rechts nach links und dann noch einmal quer über mein Gesicht. Aus Angst doch nicht alle Stellen erwischt zu haben, verteile ich mit den Fingern die aufgetragene Feuchtigkeit auf alle Gesichtspartien. Erschrocken fällt mir danach ein, dass ich die Feuchtigkeit sogar wie wild über die Augenbrauen verteilt habe.

Textur: Da es sich bei dem Selbstbräunertuch weder um eine Lotion noch um eine Creme handelt, bin ich mir unsicher, ob ich wirklich überall die unsichtbare Feuchtigkeit aufgetragen habe. Aber das Tuch scheint feucht genug zu sein, um in aller Ruhe das Gesicht ausgiebig mit künstlicher Sonnenbräune zu verwöhnen.

Duft: Als ich die Packung aufreisß, schnuppere ich erst einmal ausgiebig an den Tüchern. Denn eigentlich finde ich diesen typischen Selbstbräuner-Geruch alles andere als attraktiv. Doch ich rieche noch einmal und noch einmal und kann zu meinem Erstaunen nichts Negatives feststellen. Nur ein ganz leichter Geruch steigt mir in die Nase.

Hautgefühl: Meine Haut spannt gerne nach dem Baden oder Duschen. Ein ähnlich spannendes Gefühl habe ich auch nach dem Auftragen des Tuches. Die Versuchung ist groß, noch meine Tagescreme nachträglich aufzutragen. Doch aus Angst das Ergebnis zu verfälschen, lasse ich das dann doch lieber sein. Kurze Zeit später ist das Spannungsgefühl aber schon verflogen.

Ergebnis: Das Abenteuer hat sich gelohnt! Nach nur einer Anwendung habe ich einen leicht gebräunten Teint. Das Tolle daran, nicht mal der Haaransatz oder die Augenbrauen haben die oft typischen Bräunungsränder. Und das Allerbeste an diesem Produkttest: Die positive Resonanz aus meinem Umfeld! So bekam ich am frühen Morgen von meiner Kollegin das schönste Kompliment seit Langem: „Sandra, dich hat die Sonne geküsst.“

Preis: Ein Bräunungstuch kostet um 1,30 Euro (nur in Apotheken erhältlich)

Text: Sandra Schöbel, Junior Sales Manager

Streifenhörnchen haben keine Chance

Der Winter dauert mir eindeutig zu lang! Und den an jeder Ecke wie Löwenzahn aus dem Straßenpflaster sprießenden Sonnenstudios traue ich nicht mehr über den Weg – aber ich finde, dass ich schrecklich blass bin. Vielleicht versuche ich’s mal mit einem Selbstbräuner. Und weil ich im Winter nur äußerst selten im T-Shirt oder gar oben ohne unterwegs bin, entscheide ich mich für die „Face Lotion – Best of Summer“ von Axe.

Auftragen: Der Dosierspender macht’s einem leicht. Um die größeren Flächen, wie Hals und Wangen, zu versorgen, drücke ich ein bisschen fester „auf die Tube“. Daher habe ich ein bisschen mehr zu verteilen und trage die Lotion nicht ganz so vorsichtig auf.

Textur: Die Lotion hat genau die richtige Konsistenz: Sie ist nicht zu flüssig, lässt sich aber dennoch gut verteilen. Leider zieht sie nicht gleich ein.  Blöd, wenn’s mal schnell gehen muss. Auffällig schon beim ersten Spritzer: Die Emulsion ist angenehm kühl.

Duft: Soweit man überhaupt von Duft sprechen kann, ist das hier nicht wirklich mein Geschmack. Irgendwo in dieser Flasche muss ein Stück morsches Holz versteckt sein.

Hautgefühl: Könnte nicht besser sein. Meine Haut reagiert durchaus sensibel auf Cremes und Lotionen, in diesem Falle signalisiert sie aber schnell: „Alles okay!“ Klares Plus: Die „Face Lotion“ spendet zusätzliche Feuchtigkeit. Ob es die versprochenen 24 Stunden Feuchtigkeit sind, dafür möchte ich aber nicht meine Hand ins Feuer legen.

Ergebnis: Weil ich von Haus aus immer ein bisschen vorgebräunt wirke, habe ich mich für die Variante „normale bis dunkle Haut“ entschieden und liege damit richtig. Schon nach drei Tagen die positive Überraschung: Zart gebräunt und irgendwie erholt strahlt mich mein Gesicht aus dem Spiegel an. Glücklicherweise sind auch keine Streifen als Folge eines etwaigen unregelmäßigen Verteilens der Lotion zu sehen - das war meine ärgste Befürchtung. Mit Blick auf dieses Resultat nehme ich es gerne in Kauf, dass die Creme ein bisschen länger braucht, bis sie ganz eingezogen ist. Kleiner Tipp für die ganz Ängstlichen: Selbstbräuner mit Bodylotion mischen! Das Ergebnis ist immer gleichmäßig und ohne Flecken, wenn auch stets eine Spur heller.

Preis: Um 7 Euro.

Text: Guido Verstegen, MAXIM Online

Ungesunde Blässe oder zauberhafte Bräune?

„Du bist so blass, bist du krank?“ Das war der Satz, den ich mir während meiner gesamten Schulzeit anhören durfte. Mit zahllosen Solariumbesuchen ersetzte ich meine ungesunde Blässe durch eine zauberhafte Bräune – die dank der UV-Strahlen wohl genau so ungesund war. Schweren Herzens verzichtete ich auf weiteres Sonnen, der Wunsch nach gebräunter Haut ließ mich jedoch nicht los. Jetzt versuche ich mein Glück mit dem „ Feuchtigkeitspendenden Selbstbräuner“ von Avène.

Auftragen: Beim Dosieren der Bräune aus der Tube gilt: Selbst ist die Frau! Eine Dosierhilfe gibt es hier nicht. Praktisch, wenn man gleich den ganzen Körper eincremen will. Etwas Fingerspitzengefühl ist bei der Portionierung für das Gesicht gefragt.

Textur: Die Creme lässt sich angenehm leicht auftragen und verteilen.

Duft: Man mag es kaum glauben – dieser Selbstbräuner riecht tatsächlich einmal angenehm und nicht nach Latex wie seine Kollegen.

Hautgefühl: Dank des Thermalwassers fühlt sich die Creme angenehm leicht auf der Haut an. Sie zieht schnell ein. Dabei spendet sie Feuchtigkeit, was gerade in der kalten Jahreszeit wichtig ist.

Ergebnis: Bereits nach dem ersten Auftragen ist mein Gesicht leicht gebräunt. Auf tägliches Cremen werde ich allerdings verzichten, dafür ist mir der Effekt zu stark. Sorgfalt ist bei diesem Selbstbräuner Pflicht: An den Armen wird meine Nachlässigkeit mit einem Streifenhörnchen-Look quittiert.

Preis: Um 14 Euro

Text: Miriam Müller, Redakteurin JOY Online

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