Vor der Abtreibung: Frau schreibt bewegenden Brief an ihr Ungeborenes

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Foto: iStock/ Symbolbild

"Nächstes Mal darfst du mich Mami nennen"

Zweifel, Angst, Trauer: Eine Frau hält all ihre Gefühle in einem rührenden Brief an ihr ungeborenes Kind fest, das sie nicht bekommen wird - noch nicht.

Um all die Gedanken und Emotionen, die sie im Vorfeld ihres Schwangerschaftsabbruchs nicht mehr im Zaum halten konnte, einmal offen auszusprechen, teilte sich eine Frau in einem Forum der Online-Plattform Reddit mit.

Dabei entstand ein zutiefst bewegender Brief an ihr ungeborenes Kind ....

„Kleines Ding:

Ich kann dich in mir fühlen. Ich habe doppelt so viel Appetit und halb so viel Energie. Es bricht mir das Herz, dass ich nicht den Zauber empfinde, den ich fühlen sollte. Es tut mir leid und auch wieder nicht.

Es tut mir leid, dass dies ein Abschied ist. Ich bin traurig, dass ich dich niemals kennenlernen werde. Du könntest die Augen deines Vaters und meine Nase haben und wir könnten unsere eigenen Traditionen ins Leben rufen; eine Familie sein. Aber, kleines Ding, wir werden uns wiedersehen. Ich verspreche dir, dass ich, wenn ich das nächste Mal das kleine Plus-Zeichen sehe, das nächste Mal, wenn du in der gleichen Realität bist wie ich, bereit für dich sein werde.

Kleines Ding, ich möchte, dass du glücklich bist. Mehr als ich etwas Gutes für mich selbst will, wünsche ich mir das Beste für die Zukunft. Das ist der Grund, warum ich im Moment nicht deine Mutter sein kann. Ich bin selbst noch dabei, zu wachsen. Es wäre nicht fair, ein neues Leben auf die Welt zu bringen, wenn ich selbst noch von den Geistern meines früheren Lebens verfolgt werde. Ich möchte, dass du all die Dinge hast, die ich als Kind nicht haben konnte. Ich möchte, dass du besser wirst, als ich es jemals war und umwerfender als ich es jemals sein könnte.

Ich kann dir nicht antun, was mir angetan wurde: Einen Samen, der aus Liebe und Spontanität entstand, in den Garten einzupflanzen und darauf zu hoffen, dass er nur durch Träume wächst. Liebe und Spontanität sind wunderbar, aber sie haben einen geringen Mehrwert. Obwohl ich genügend Träume habe, die mir im Kopf herumspuken, sind Träume doch kein Werkzeug, das effektiv genug ist, um für dich eine bessere Zukunft aufzubauen. Ich kann dich nicht hierherbringen. Nicht so.

Ich liebe dich, kleines Ding, und ich wünschte, die Umstände wären andere. Ich verspreche, ich werde dich wiedersehen und beim nächsten Mal darfst du mich Mama nennen.“

Rührend sind nicht nur diese ehrlichen Worte der mutigen Frau, die diese Zeilen veröffentlichte, sondern auch die Unterstützung, die sie für ihren Brief von anderen Usern erhält. Es zeigt sich, dass sie Frau vielen anderen mit gleichem Schicksal aus der Seele spricht. Gegenseitig sprechen sich die Frauen Mut zu und wünschen einander nur das Beste. Das wünschen wir ihnen auch.

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