VorsorgeuntersuchungVorsorgeuntersuchung: Wann muss ich zu welcher Vorsorge?

Wann muss ich zu welcher Vorsorgeuntersuchung?
Wann muss ich zu welcher Vorsorgeuntersuchung?
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Inhalt
  1. Vorsorgeuntersuchung: Zell-Kontrolle beim Pap-Test
  2. Vorsorgeuntersuchung: Brust abtasten
  3. Vorsorgeuntersuchung: Check-up 35 - einmal alles, bitte!
  4. Vorsorgeuntersuchung: Hautkrebs früh entdecken
  5. Vorsorgeuntersuchung: Gesunde Zähne zahlen sich aus

Vorsorge - das klingt nicht so spannend. Kann aber lebenswichtig sein. Zum Beispiel in Sachen Gesundheit und Vorsorgeuntersuchung. Hand aufs Herz: Da sind wir ja häufig ein wenig nachlässig.

Vorsorge ist eigentlich eine ziemlich gute Sache: Mit nur drei, vier Terminen im Jahr bekommst du das sichere Gefühl, dich auf deine Gesundheit verlassen zu können. Zwar lässt sich damit eine Erkrankung nicht verhindern, doch gerade Krebs kann durch die regelmäßigen Untersuchungen in einem frühen Stadium entdeckt und wesentlich schonender behandelt werden. Vielen Patientinnen bleibt dadurch zum Beispiel die anstrengende Chemotherapie erspart.

Gleichzeitig sind die Heilungschancen um ein Vielfaches höher. Aber auch in Hinblick auf deine Herzgesundheit lohnt sich der Kontrollbesuch beim Arzt - und ja, auch beim Zahnarzt! Darum am besten gleich den Kalender zücken - und Termine holen.

Vorsorgeuntersuchung: Zell-Kontrolle beim Pap-Test

Der Abstrich beim Frauenarzt dient zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Einmal im Jahr steht ein Besuch beim Gynäkologen auf dem Terminkalender. Bei Frauen über 20 entnimmt der Arzt bei dieser Vorsorgeuntersuchung auch einige Schleimhautzellen an Gebärmutterhals und Muttermund. Die werden unter dem Mikroskop auf Veränderungen überprüft. Das Ziel dieses sogenannten Pap-Tests: Auffällige Zellen, die auf eine Krebserkrankung oder ihre Vorstufe hinweisen, so früh wie möglich zu entdecken. Die Überlebensrate ist dadurch heute doppelt so hoch wie vor der Einführung des Tests.

Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge: Impfung, Pap-Abstrich oder HPV-Test - was jede Frau dazu wissen muss

Vorsorgeuntersuchung: Brust abtasten

Ab 30 Jahren gehört das Ab tasten der Brust zum jährlichen Check beim Gynäkologen

Zusätzlich solltest du deine Brust regelmäßig selbst auf Veränderungen prüfen. Ab 50 Jahren solltest du außerdem alle zwei Jahre zur Mammografie gehen. Zwar gehört Brustkrebs zur häufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Doch dank der Früherkennungsuntersuchungen und immer besserer Therapien sind die Heilungschancen heute größer als je zuvor.

Hier erfährst du, wie du außerdem selbst deine Brust richtig abtastest!

Vorsorgeuntersuchung: Check-up 35 - einmal alles, bitte!

Ob Diabetes, Herz-Kreislaufoder Nieren-Erkrankungen - dieser Vorsorgeuntersuchung entgeht fast nichts.

Der Name verrät es: Ab 35 kannst du diesen Check alle zwei Jahre beim Hausarzt einfordern. Er wird Fragen zu deiner bisherigen Krankheitsgeschichte stellen und dich von Kopf bis Fuß untersuchen. Dann misst er Werte wie Blutdruck, Puls und Lungenvolumen. Auch eine Blut- und Urinprobe analysiert er, um etwa Cholesterin- und Zuckerspiegel zu bestimmen. So kann er Veränderungen bereits frühzeitig erkennen.

Vorsorgeuntersuchung: Hautkrebs früh entdecken

Leberfleck oder Melanom? Der Arzt erkennt den Unterschied beim Hautscreening.

Ab 35 kannst du alle zwei Jahre beim Hautarzt Ihre Leberflecke untersuchen lassen. Einige Krankenkassen bieten die Untersuchung auch öfter und für jüngere Patientinnen an. Bei diesem Check überprüft der Arzt jeden Zentimeter Ihrer Haut ganz genau - sogar im Mund und unter den Fingernägeln. Seine Aufgabe: Jeden noch so kleinen Hinweis auf ein Karzinom oder ein malignes Melanom entdecken. Denn früh erkannt ist der Hautkrebs zu nahezu 100 Prozent heilbar.

Vorsorgeuntersuchung: Gesunde Zähne zahlen sich aus

Einmal im Jahr zum Zahnarzt - Ehrensache. 

Das Problem: Etwa 70 % der 35- bis 45-Jährigen leiden an mehr oder weniger ausgeprägter Parodontitis. Nicht gut für die Zähne, aber: Die chronische Zahnfleischentzündung erhöht auch das Risiko für Rheuma, Herzkrankheiten und Diabetes. Es lohnt daher, auf eigene Kosten regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung machen zu lassen (bis ca. 100 Euro). Hilft sie nicht, lasse eine Keimbestimmung durchführen. Dann kann Parodontitis effektiv mit den richtigen Antibiotika behandelt werden.

 

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