Vorstellungsgespräch: Tipps wie Du deine Stimme steuern kannst

Mit guter Stimme ins Vorstellungsgespräch.
Mit guter Stimme ins Vorstellungsgespräch.
Foto: Pohl Boskamp / GeloRevoice

Die Stimme als Schlüssel zu Sympathie und Deinem Traumjob

Die Stimme eines Menschen ist seine Visitenkarte. Sie kann einen großen Einfluss auf die Sympathien haben, die ihm entgegengebracht werden - natürlich auch im Vorstellungsgespräch.

Wir alle hören einer angenehmen Stimme gerne zu, während wir einer unangenehmen Stimme nur ungern länger als nötig unser Gehör schenken möchten – auch wenn die Inhalte des Gesagten korrekt sind.

Umso wichtiger ist es, die eigene Stimme gut zu kennen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie gegebenenfalls zu optimieren. Insbesondere im Vorstellungsgespräch kann sich diese Mühe schnell bezahlt machen. Dafür braucht es aber nicht zwingend ein professionelles Stimmtraining, denn auch mit unseren Tipps kannst Du bereits eine große Wirkung erzielen.

Spreche ruhig und langsam: Atme tief durch und spreche bewusst langsam. Nimm Dir Zeit, denn gerade im Vorstellungsgespräch neigen wir aufgrund von Nervosität und Anspannung dazu, viel schneller zu reden als im Normalfall. Das wirkt hektisch und macht es Deinem Gegenüber nur unnötig schwer, Dir zu folgen.

Achte auf Deine Aussprache: Entspanne Dein Gesicht und Deinen Unterkiefer und versuche ganz bewusst, mit dem Mund zu sprechen. So wird Dir eine klare Artikulation deutlich leichter fallen, weil Du Deinen Hals entlasten und so ganz einfach deine Aussprache positiv beeinflussen kannst. Hilfreich können auch Lockerungsübungen für die Gesichts- und Kiefermuskulatur sein.

Weniger ist manchmal mehr: Wenn wir nervös sind neigen wir dazu uns um Kopf und Kragen zu reden und Bandwurmsätze zu bilden, denen niemand folgen kann. Besser: Fasse Dich kurz und konzentriere Dich darauf, deine Aussagen prägnant zu formulieren.

Absenken statt Erhöhen: Die Stimmlage kann unter Einfluss von Nervosität leicht nach oben schnellen, was im Extremfall zu einem Brechen der Stimme oder einem durchdringenden Klang führen kann, den Dein Gesprächspartner als unangenehm empfinden wird. Deshalb versuche, Deine Stimmlage zu kontrollieren und sie – sofern von Nöten – abzusenken.

Pausen einbauen: Niemand hört gerne einer Person zu, die ohne Punkt und Komma und ohne zwischendurch Luft zu holen, redet. Pausen sind deshalb sehr sinnvoll und verleihen deinen Worten außerdem mehr Bedeutung. Positiver Nebeneffekt: Du gibst deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, die Inhalte zu verarbeiten.

Wichtiges richtig betonen: Versuche gezielt, den Klang der Stimme abzuwandeln. Damit kannst Du ganz leicht Wörter oder auch ganze Satzteile gezielt betonen und hervorheben.

Wortschatz ausschöpfen: Ein großer Wortschatz ist ein großer Vorteil, weil er eine differenzierte Schilderung von Sachverhalten ermöglicht. Nutze ihn in jedem Fall und trainiere ihn gerne regelmäßig mit Kreuzworträtseln und Büchern.

Zeit lassen bei Fremdwörtern: Fremdwörter sind eine mögliche Falle für Verhaspler. Aus diesem Grund solltest Du dir für Deine Aussprache Zeit nehmen, damit Deine klare Aussprache nicht gestört wird.

Ausreden lassen: Natürlich geht es im Vorstellungsgespräch in erster Linie um Deine Person und darum, ob Du zu dem Unternehmen und in das jeweilige Team passt. Deshalb wirst Du der Hauptredner sein. Trotzdem möchte auch Dein Gesprächspartner gelegentlich zu Wort kommen. Vergiss das nicht!

Falls Du vor dem Vorstellungsgespräch stimmlich etwas angeschlagen sein solltest, kann es helfen vorab eine Halstablette mit speziellem Hydro-Depot zu lutschen. Sie spendet Mund und Rachen ausreichend Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Stimme geschmeidig bleibt.

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