Wann gesunde Lebensmittel giftig werden

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Auch in gesunden Lebensmitteln lauern Gifte
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5 Lebensmittel und ihre Grenze zwischen Gut und Böse

Immer mehr Menschen wollen sich vor chemischen Stoffen im Essen schützen. Deswegen greifen viele zu frischen Lebensmitteln. Doch Achtung: Es kommt nicht nur darauf an, was wir essen, sondern auch, wie wir es essen.

Einige Lebensmittel gelten als wahre Gesundheitsbooster! Doch unter ihnen lauern auch Heilsbringer, die schnell zum Gift mutieren können – durch falsche Zubereitung.

Hier kommen 5 Lebensmittel und ihre Grenze zwischen Gut und Böse:

1. Hülsenfrüchte:
In der Regel gilt: Hülsenfrüchte - wie z.B. Bohnen - dürfen nicht roh gegessen werden, denn im Rohzustand enthalten sie das Gift Phasin, was Durchfall und Darmentzündungen hervorrufen kann. Das Gift wird vernichtet, wenn man die Hülsenfrüchte rund 15 Minuten kocht. Besondere Hingabe bei der Zubereitung verlangen getrocknete Kichererbsen: Sie sollten vor dem Verzehr zwölf Stunden lang eingeweicht und anschließend zwei Stunden lang in frischem Wasser gekocht werden.

2. Nachtschattengewächse:
Ob Kartoffeln , Tomaten , Auberginen oder Paprika : In den grünen Teilen dieser Nahrungsmittel sind Gifte wie Solanin und Tomatin enthalten, was Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit hervorrufen kann. Deswegen gilt für Kartoffeln : Sind sie schon gekeimt, sollte man sie nicht mehr verzehren, grüne Stellen sollten weggeschnitten werden. Zudem ist es ratsam, die Erdäpfel ohne Schale zu essen. Für Tomaten gilt: Je reifer sie sind, desto weniger Gift enthalten sie.

3. Doldenblütler:
Hierzu gehören beispielsweise Sellerie, Petersilie und Pastinaken – sie alle sind reich an Kalium , Kalzium oder Magnesium . Doch Vorsicht: Daneben enthalte Doldenblütler auch sogenannte Furocumarine, die laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei Sonneneinstrahlung ihre giftige Wirkung entfalten. Das kann bedeuten: Haben Sie in einer Mahlzeit viel davon verzehrt und legen sich anschlißend in die Sonne, kann es zu sonnenbrandähnlichen Symptomen auf der Haut führen. Der Rat des BfR: Genießen Sie diese Lebensmittel nicht in groß0en Mengen.

4. Speiseöle:
Wenn Sie gerne Öl zum Braten verwenden, sollten Sie vorsichtig sein. Wenn Öl zu heiß wird, bildet es gesundheitsschädliche Stoffe, die im schlimmsten Fall krebserregend wirken. Doch was heißt ‚zu heiß‘? Das eindeutigste Zeichen: Wenn es alleine in der Pfanne schmorrt und Rauch entwickelt. Idealerweise sollte es glasig sein und maximal erste Blasen bilden. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, greifen Sie zu Ölen mit einem hohen Ölsäureanteil, z.B. aus speziellen Sonnenblumensorten. Denn diese halten bis zu 210 Grad Celsius aus, ohne giftig zu werden. Oder Sie beugen direkt vor und braten nur mit geringen Temperaturen.

5. Rhabarber:
Diese Gemüsesorte (ja, Rhabarber gehört zum Gemüse, obwohl er wie Obst zubereitet wird) steckt voller Vitamine und Kalium, welches gut für die Muskelfunktion und die Blutdruckregulierung ist. Was kaum einer weiß: Neben den gesunden Inhaltsstoffen enthält Rhabarber auch Oxalsäure, die dem Körper Kalzium entzieht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät deshalb dazu, das Gemüse immer mit kalziumhaltigen Lebensmitteln -wie z.B. Milchprodukten , Nüssen oder Sesam – zu verzehren. Das Kalzium bindet die schädliche Säure und sie können den Rhabarber weiterhin genießen.