Wann kommt Mr. Right?

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Ist das schon die große Liebe?
Foto: Yuri Arcurs, fotolia

Liebe

Wie viele Männer muss man tatsächlich küssen, bis man weiß: Er ist es. Reicht die erste große Liebe? Oder müssen es 13 Männer sein?

Stimmt das: Nur wer mehrere geliebt hat, findet den Richtigen?

Die Wahrheit:

Stimmt − zumindest laut einer Studie des Max−Planck−Instituts und der Berliner Humboldt Universität. Da heißt es: Durchschnittlich ist erst der 13. Partner der Mann fürs Leben. Die Vorgänger lehren uns, welche Eigenschaften wir wünschenswert finden. Und übertriebene Erwartungen abzulegen. Danach sind wir angeblich bereit: für die bedingungslose Liebe ...

Der Glücksfall:

So geht's natürlich auch. Geli lernte Stephan mit 16 im Skiurlaub kennen. Nun ist sie 28. Und ihre erste Liebe wurde die fürs ganze Leben.

"Die einen finden es ,so romantisch". Die anderen meinen: ,Du weißt ja gar nicht, wo es langgeht." Was für ein Quatsch! Wer das sagt, war wohl selbst nie richtig verliebt − jedenfalls nicht so wie ich in Stephan. Den ersten und einzigen Mann in meinem Leben. Seit zwölf Jahren schon. Sicher ist das für viele schwer vorstellbar: Dass ich nie mit jemand anderem Sex hatte. Und trotzdem noch Herzklopfen bekomme, wenn er verstohlen nach meiner Hand greift.

Aber warum sollte ich etwas anderes wollen, wenn ich total glücklich bin?

Klar kenne ich auch Zweifel. Wie: Soll das wirklich alles gewesen sein? War etwas neidisch, als meine Freundinnen mit 17, 18 auf Partys wild rumknutschten. Und habe überlegt, ob ich mich nicht noch ein wenig ausprobieren soll. Ging mal mit einem Bekannten ins Kino − ohne Stephan. Telefonierte mit einem anderen öfter als normal. Doch so schnell aufwühlende Gedanken da waren, so schnell waren sie auch wieder weg. Denn da war längst jemand, der war noch viel, viel interessanter. Jemand, der mich mit einem Rettungsplan für verloren gegangene Modellflugzeuge zum Lachen bringt. Dessen Augen leuchten, wenn er an seinem Käfer Cabrio herumschraubt. Der mir sofort einen Müsliriegel rüberschiebt, wenn ich vor lauter Magenknurren eine Schnute ziehe. Und mich davon abhält, unfähigen DJs wütend ins Gesicht zu springen.

Stephan passt einfach zu mir.

Ich bin übersprudelnd, aufbrausend, er der ruhige Gegenpol. Dass mir einige Erfahrungen fehlen, merke ich nur, wenn Freundinnen Liebeskummer haben. Oder mich nach dem ersten Date fragen: Soll ich ihn sofort anrufen oder lieber warten? Mädels, ich kann euch nicht helfen!

Mir fällt nur ein: einfach man selbst sein. Und nicht zu früh aufgeben. Viele gehen ja gern den Weg des geringsten Widerstandes. Wirklich sicher, dass Stephan der Mann fürs Leben ist, bin ich mir seit fünf Jahren. Seit wir zusammenzogen, uns auch genervt vom Job und mit Schlaf im Auge kennen. Da wusste ich schnell: Den Mann will ich nie wieder hergeben. Deshalb heirate ich ihn. Übermorgen."

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