Belastete SchokoladeWarnung: Mineralöl in Adventskalendern gefunden

Warnung vor Mineralöl in Adventskalendern
Die Schokolade in verschiedenen Adventskalendern ist mit Mineralöl belastet.
Foto: Redaktion

Schon seit Wochen sind Adventskalender wieder in jedem Supermarkt zu finden. Foodwatch warnt jetzt aber vor Mineralölrückständen in der Schokolade.

Nachgewiesen wurden die Mineraölrückstände in der Adventskalender-Schokolade durch einen Test des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Insgesamt wurden fünf unterschiedliche Adventskalender getestet.

Drei dieser Kalender enthielten nach Angaben des LGL geringe Mengen aromatischer Kohlenwasserstoffe (MOAH). Wir haben sie hier für dich aufgelistet:

  • Goldora Advendskalender (Motiv Weihnachtsmann mit Schlitten, EAN-Code: 20196455) [Rübezahl]*
  • Goldora  Advendskalender (Motiv Weihnachtsmann mit Tieren, EAN-Code: 20196462) [Rübezahl]*
  • Adventskalender „Santa Claus in Town“ (Motiv Panda, EAN-Code: 4316268521680) [Netto Discount]*

Aromatische Kohlenwasserstoffe, die ein Bestandteil von Mineralöl sind, stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und das Erbgut zu schädigen beziehungsweise zu beeinflussen. In den anderen zwei vom LGL getesteten Adventskalendern wurden wiederum gesättigte Mineralöle gefunden (MOSH). Diese lagern sich im Körper ab und können die inneren Organe schädigen. Betroffen sind folgende Kalender:

  • Feodora Adventskalender Engel mit festlichen Pralinés (EAN-Code: 4000323068004) [Feodora]
  • Adventskalender (Motiv Weihnachtsmann auf Weihnachtsmarkt, EAN-Code: 4006613002703) [Windel]

Mineralöl in Adventskalendern: LGL gibt Entwarnung, Foodwatch nicht

Da die Schokolade aus den Adventskalendern jedoch in der Regel nur in geringer Menge (also ein Stück Schokolade pro Tag) verzehrt würde, gibt es nach Angaben des LGL keinen Grund zur Sorge. Wortwörtlich heißt es auf der Internetseite des Landesamtes: "Der Verzehr von Adventskalenderschokolade gibt auf Grundlage der vorliegenden Ergebnisse und Erkenntnisse nach Auffassung des LGL keinen Anlass zur Besorgnis."

Auf Seiten von Foodwatch sieht man dies jedoch anders. Hier wird ausdrücklich vor dem Verzehr der mit Mineralölspuren belasteten Schokolade gewarnt. An dieser Stelle wird auf die Euopäische Lebensmittelbehörde (EFSA) verwiesen, der zufolge "bei aromatischen Mineralölen in einem Lebensmittel – egal in welcher Konzentration – immer von einem erbgutverändernden Potenzial ausgegangen werden muss".

Man fordert zudem das LGL auf, Händler dazu anzuhalten, die betroffenen Adventskalender aus dem Verkauf zu nehmen. Außerdem appelliert man an die Gesetzgeber "gesetzliche Grenzwerte für MOSH und eine Nulltoleranz bei MOAH" einzuführen "um Verbraucherinnen und Verbraucher endlich nachhaltig zu schützen".

In den aufgeführten Adventskalendern wurden bereits im letzten Jahr Rückstände von Mineralöl gefunden. Daher konzentrierte man sich beim LGL besonders auf diese Produkte.

Auch interessant: Hepatitis-E-Infektion durch rohes Schweinefleisch

 

Kategorien: