Warum diese Frau dankbar ist, dass ihr Mann sie nach der Geburt betrogen hat

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Baby da, Mann weg, Frau glücklicher denn je
Foto: Jen Waite / facebook

"Das Beste was mir je passiert ist"

Jen führte mit ihrem Mann eine traumhafte Ehe. Gekrönt wurde ihr Glück mit einer gemeinsamen Tochter. Doch kurz nach der Geburt wendete sich das Blatt: Sie findet heraus, dass ihr Mann sie betrügt.

"Meine perfekte, märchenhafte Ehe verwandelte sich plötzlich in einen Albtraum", schreibt Jen Waite in ihrem Blog . Wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter, erfuhr die junge Mutter, dass ihr Mann sie betrügt, ein Doppelleben führt. "Er war ein Teil von mir. Die Schmerzen, die ich in diesem Moment fühlte, waren nicht zu vergleichen mit den physischen Schmerzen bei einer Geburt. Ich fühlte mich verlassen, einsam - wie eine halbe Person."

Plötzlich war Jen alleine. Ihre große Liebe war fort, sie hatte ein Baby, das eine starke Mutter braucht. Tage, Wochen, Monate verstrichen, in denen Jen einfach nur funktionierte. "Ich handelte wie ein Roboter, von morgens bis abends." Sie beschreibt es als die schwierigste Zeit ihres Lebens. "Es gab Momente, da wollte ich nicht mehr leben. Nur meine kleine Tochter gab mir einen Grund, am Leben zu bleiben, weiter zu machen."

Doch dieses traumatische Erlebnis bewirkte noch etwas anderes in Jen.

"Es war zwar das schmerzhafteste, das mir je passiert ist. Gleichzeitig war es aber unglaublich befreiend. Als ob es mich in kleinste Teile zerstückelt hätte und ich mich nun Stück für Stück wieder neu aufbauen, neu erfinden könnte", schreibt Jen, "Es ist das Beste was mir je passiert ist - ich fühle mich wie neu geboren."

Jen wurde zu einem neuen Menschen. Sie hat sich selbst kennen gelernt, Zugang zu ihrem innersten, wahren Kern gefunden. "Vor diesem Trauma war es mir unglaublich wichtig, was andere Menschen von mir denken. Nicht nur meine Familie und meine Freunde, sondern auch Fremde. Es fiel mir schwer, Entscheidungen zu treffen, weil ich immer darüber nachdachte, ob auch alle anderen damit zufrieden sein werden. Es hat mich gestresst, mich eingeengt, es immer allen recht machen zu wollen", erinnert sich Jen.

Die Trennung änderte ihren Lebensstil, ihre Denkweise von Grund auf. "Plötzlich war ich gezwungen, selbst Entscheidungen zu treffen. So wütend ich manchmal auf meinen Ex-Mann noch bin, so sehr möchte ich ihm auch für dieses Erlebnis danken. Es hat mich gezwungen die Person zu werden, die ich wirklich bin, die ich mich nie getraut habe zu sein. Ich möchte ihm dafür danken, dass er mir dadurch gezeigt hat, dass ich eine Kämpferin bin, die niemals aufgeben wird", beschreibt die 30-Jährige ihr neues Lebensgefühl. "Vor allen Dingen möchte ich ihm aber dafür danken, dass ich es erfahren habe, als meine Tochter gerade erst geboren wurde. Denn so wird sie in mir den Menschen kennen lernen, der ich wirklich bin - und der ich erst durch dieses Trauma werden konnte."

 

(ww7)

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