Warum diesem autistischen Jungen der Zutritt zu seinem Abschlußball versagt wurde

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Jayce musste auf seinen eigenen Abschlussball verzichten - vorerst...
Foto: Facebook / Jayce Whisenhunt

"Das sind nun mal die Regeln"

Der eigene Abschlussball ist ein Meilenstein im Leben eines jeden Menschen. Gerne erinnert man sich noch Jahre später an den Tag, an dem man die Schule erfolgreich abgeschloßen hat. Der 19-jährige Autist Jayce muss auf dieses Andenken verzichten.

Jayce leidet an Autismus, ADHS und Lernschwäche. Und doch hat er es geschafft, seinen Schulabschluss erfolgreich zu erlangen. Ein sehr guter Grund, um auf den Abschlussball zu gehen und das Ende seiner Schul-Ära zu feiern!

Wie viele andere erkrankte Kinder, hatte Jayce nie viele Freunde auf seiner Schule, der Montgomery Central Highschool in Clarkesville, Tennessee (USA). Er hatte noch nie eine Freundin und wusste nicht, wen er als Begleiterin auf den Ball mitnehmen könnte.

Kurzerhand entschied er sich, seine 24-jährige Schwester Jessica zu fragen, die immer für ihn da ist. Jessica sagte ihm sofort zu. Mit der Bedingung: Wenn, dann richtig! Sollte heißen: Sie bereiteten sich richtig gut auf den Ball vor. Wochenlang haben sie Tanzen geübt und zur Belohnung kaufte die Familie Jayce einen perfekt sitzenden Anzug für 400 Dollar. Auch Jessica schmiss sich in Schale an diesem besonderen Tag.

In der Schule angekommen, kam es prompt zu dem Schock seines Lebens: Seine Schwester dürfe nicht auf den Ball! Der Grund: Mit ihren 24 Jahren sei sie "zu alt", um eintreten zu dürfen. Die Schul-Regeln legen das Höchstalter der Ball-Teilnahme auf 20 Jahre fest.

Jayce fing an zu weinen. So sehr hatte er sich auf diesen Abend gefreut, sich vorbereitet - und hatte in seiner Schwester eine tolle Begleiterin gefunden. Traurig gingen die Geschwister wieder nach hause.

Als ihr Vater, Tone Whisenhunt, davon hörte, postete er einen Aufruf auf Facebook: "Jemanden so zu demütigen ist absolut unakzeptabel! Ich bitte alle meine Freunde und Verwandte die Geschichte weiter zu erzählen, was die Montgomery Central High School meinem Sohn angetan hat."

Hunderte Leute solidarisierten sich mit ihm. Zahlreiche Medien verbreiteten diese herzzereißende Geschichte. Die Stellungnahme der Schule klingt kühl: "Jayce hätte ja alleine eintreten können - ohne seine Schwester." Eine Aufforderung, der kein Jugendlicher der Welt gerne gefolgt wäre - ganz zu schweigen von einem gesundheitlich beeinträchtigten Jungen.

Während die Empörung über diese Schulordnung immer größere Wellen schlägt, steht Jessica ihrem kleinen Bruder zur Seite - und will für ihn einen eigenen Abschlussball für ihn organisieren .

Auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe startete Jessica mit Michelle Gordon, einer freundin der Familie, eine Spendenaktion. Am 10. Juni wollen sie einen großartigen Abschlussball in einem Event Center für Jayce organisieren. 222 Zusagen haben sie schon, 615 weitere Menschen sind daran interessiert.

Wer noch spenden möchte, kann es HIER tun.

Mit etwas Glück endet dieses tragische Erlebnis für den jugendlichen also doch noch mit einem Happy-End. Dank der Liebe seiner Schwester zu ihm, der Unterstützung seiner Familie und fremden Menschen rund um die Welt, die ein Herz für Kinder haben...

(ww7)

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