Warum Singen so gesund ist

Singen ist gesund und sorgt für gute Laune
Singen ist gesund und sorgt für gute Laune
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Wohltat für Körper und Seele

Das Singen liegt in der Natur des Menschen und ist seit Anbeginn der Menschheit ein wichtiger Bestandteil des Alltags.

Gesang berührt uns im tiefsten Inneren, stimmt uns fröhlich oder traurig und lässt uns mitsingen oder tanzen. Er sorgt für Emotionen und Spaß. Doch während bei vielen kein Tag ohne ein Lied auf den Lippen verstreicht, tun andere sich damit schwer. Dabei kann es jeder lernen, denn die Stimme ist ein Instrument wie jedes andere auch – mit dem Vorteil, dass der Gesang positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat.

Empirische Untersuchungen zeigen, das Singen unsere Immunabwehr stärkt, für eine intensivierte Atmung sorgt, Verspannungen löst und vorhandene Schmerzen lindert. Besonders das Chorsingen hat einen Mehrwert für die Gesundheit, weil es die Herzfrequenzvariabilität positiv beeinflusst.

Lieder singen wirkt vitalisierend

Verlängerte und kontrollierte Atemphasen sorgen beim Singen dafür, dass der Körper mit Sauerstoff durchströmt wird. Das verbessert sowohl die Elastizität der Atemmuskulatur als auch des Lungengewebes. Wir fühlen uns automatisch munterer und leistungsfähiger. Der Kreislauf kommt in Schwung, die Verdauung wird angekurbelt und unsere Aufmerksamkeit erhöht. Auch physische und psychische Selbstheilungskräfte werden durchs Singen mobilisiert. Die entstehenden Schwingungen und Vibrationen der Stimmbänder sollen zu einem vermehrten Entsäuern, Entgiften und Entschlacken der inneren Organe führen und gleichzeitig deren Funktion stimulieren.

Damit aber noch nicht genug, denn regelmäßiges Singen kann sogar Atemwegsinfektionen vorbeugen. Bei Sängern ist nämlich das Immunglobulin A – ein Antikörper, der unsere Schleimhäute vor Krankheitserregern schützt – stärker ausgebildet. Wer beim Singen außerdem darauf achtet, das Zwerchfell optimal auszunutzen, stärkt darüber hinaus die Lunge, die Rückenmuskulatur und das Herz-Kreislauf-system. Singen wirkt zudem aktivierend und beruhigend: langes Ausatmen verlangsamt den Herzschlag und tiefes Einatmen beschleunigt diesen wieder. Dieser Rhythmus ist gut für das Herz und den Blutdruck und stärkt nebenbei auch die Stimme.

Singen macht glücklich

Das Trällern unter der Dusche, Chorproben oder Live-Auftritte kurbeln die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin an. Das ist gut für das Wohlbefinden und hilft dabei, Ängste und Depressionen zu bewältigen. Gleichzeitig wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin reduziert, was dazu führt, dass wir gleich viel gelassener und weniger gestresst sind. Zusätzlich wird die Freisetzung des Liebes- und Bindungshormons Oxytocin intensiviert: Das sorgt für führsorgliche und tiefe Gefühle, wie bei der Geburt eines Kindes oder beim Sex. Das Liebeshormon wirkt euphorisierend und verstärkt die Bindung zwischen den Menschen, indem das Gefühl von Liebe, Geborgenheit und Vertrauen versprüht wird.

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