Was das Aussehen Ihrer Brüste über Ihre Gesundheit verrät

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Inhalt
  1. Ihre Brüste wachsen plötzlich
  2. Ihre Brüste schrumpfen
  3. Ihre Brüste sind verschieden groß
  4. Ihre Brustwarzen sind besonders groß, bzw. besonders klein, besonders hell, bzw. besonders dunkel
  5. Ihre Brustwarzen sind "eingezogen"
  6. Sie haben Hautirritationen unter den Brüsten
  7. Sie haben Dehnungsstreifen auf den Brüsten
  8. Sie haben Haare auf den Brüsten
  9. Sie können Ihre Adern durch die Haut sehen
  10. Sie haben "Pünktchen" auf den Brustwarzen
  11. Sie haben eine größere Beule auf der Brust
  12. Ihre Brustwarzen jucken
  13. Ihre Brüste spannen und sind schmerzempfindlich
  14. Sie haben milchigen Ausfluss - aber kein Kind bekommen
  15. Sie haben blutigen Ausfluss
  16. Ihre Brüste fühlen sich irgendwie rauh, wie eine Orange, an

Was bedeutet das?

Wachsen, schrumpfen, sichtbare Adern, irgendwie uneben... Ihre Brüste können einiges über Ihre Gesundheit verraten. Wir sagen Ihnen, was genau.

Wir tasten unsere Brüste regelmäßig nach Knötchen ab, um Brustkrebs rechtzeitig zu entdecken. Doch unsere Brüste sagen uns noch viel mehr über unsere Gesundheit.

Was das Aussehen Ihrer Brüste über Ihre Gesundheit verrät:

Ihre Brüste wachsen plötzlich

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Sie sind schon lange aus der Pubertät raus und plötzlich wachsen Ihre Brüste wieder? Das kann verschiedene Gründe haben:

Sie nehmen zu: Achten Sie auf Ihre Ernährung. Brüste bestehen aus dem Drüsenkörper, Binde- und Stützgewebe sowie reichlich Fett. Das heißt, neben den Erbanlagen und der individuellen Hormonproduktion bestimmt auch der allgemeine Fettanteil am Körpergewicht die Größe des Busens. Viele Frauen nehmen als erstes an den Brüsten zu. Essen Sie mehr oder anders, bewegen Sie sich weniger? Ein paar Pfunde mehr am Körper sind noch kein Problem, aber wenn Sie sehr plötzlich sehr stark zunehmen, kann das gesundheitliche Gründe haben. Vielleicht ist etwas mit Ihrer Schilddrüse nicht in Ordnung? Fragen Sie in dem Falle einen Arzt.

Ihr Hormonhaushalt stellt sich um: Sie haben gerade die Verhütungsmethode gewechselt, bekommen bald Ihre Tage oder sind gar schwanger? Hormonelle Veränderungen können sich in wachsenden Brüsten äußern. Vor der Regel zum Beispiel verdickt sich das Bindegewebe, die Durchblutung wird stärker und Wasser lagert sich ein. Dadurch schwillt der Busen an, das kann unangenehm ziehen, sogar schmerzhaft sein. Solange beide Brüste gleich wachsen, ist das kein Grund zur Sorge. Wenn aber nur ein Busen wächst, lesen Sie bei Punkt 3 weiter.

Ihre Brüste schrumpfen

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Sie nehmen ab: Es ist genau wie bei den plötzlich wachsenden Brüsten - nur umgekehrt. Viele Frauen nehmen nicht nur an den Brüsten als erstes zu, sondern auch ab. Wenn Sie gerade keine Diät halten und dennoch unkontrolliert Gewicht verlieren, lassen Sie sich besser beim Arzt durchchecken, um eine Schilddrüsenüberfunktion oder andere chronische Krankheiten auszuschließen.

Ihre Hormone stellen sich um: Bei vielen Frauen wachsen, bzw schwellen, die Brüste kurz bevor sie ihre Tage bekommen an. Und wenn sie ihre Tage dann haben und ein neuer Zyklus beginnt, werden die Brüste wieder kleiner.

Ihre Brüste sind verschieden groß

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Keine Panik, bei keinem Menschen sind die Brüste und Brustwarzen zu 100 Prozent perfekt gleich auf beiden Seiten. Das gilt auch für Hände, Füße und sogar die Ohren, obwohl das kaum jemandem auffällt. Bei einigen Frauen ist der Unterschied halt größer als bei anderen.

Sollten Ihre Brüste aber erst seit Neuestem verschieden groß sein, dann kann das ein Zeichen von Brustkrebs sein: Gerade wenn sich nur eine Brust verändert, besonders bei Vorwölbungen oder Einziehungen an der Brust oder an den Brustwarzen, sollten Sie einen Frauenarzt aufsuchen.

Ihre Brustwarzen sind besonders groß, bzw. besonders klein, besonders hell, bzw. besonders dunkel

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Wie groß Ihre Brustwarzen sind, hat nichts mit der Größe des Busens zu tun. Sie können also einen kleinen Busen mit großen, auffälligen Brustwarzen haben oder umgekehrt einen Riesenbusen mit Mininippeln. Kein Grund zur Sorge also.

Je dunkler Ihre Haar- und Hautfarbe ist, desto dunkler sind meist auch die Brustwarzen.

Ihre Brustwarzen sind "eingezogen"

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Bei 3% der Frauen sind die Brustwarzen nach innen gerichtet - sogenannte Schlupfwarzen. Ursache dafür sind zu kurze Milchdrüsenkanäle. Das ist also nicht schlimm oder krankhaft. Ist die Haut irgendwie zusammengezogen und Sie fühlen darunter einen Hohlraum, haben Sie vielleicht Hohl- oder Flachwarzen. Auch das ist nicht krankhaft.

Sollten sich Ihre Brustwarzen aber erst neuerdings nach innen richten oder irgendwie plötzlich uneben anfühlen, kann das ein typisches Zeichen für Brustkrebs sein. Gehen Sie in dem Falle zum Arzt.

Sie haben Hautirritationen unter den Brüsten

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Sie könnten eine Allergie haben: Haben Sie in letzter Zeit das Waschmittel gewechselt? Vielleicht vertragen Sie es nicht so gut. Viele Menschen haben oder entwickeln eine Nickel-Allergie - Sie könnten auf den Bügel Ihres BHs reagieren. Eine Hydrocortison-Salbe sollte helfen. Wenn die Irritationen damit nicht nach wenigen Tagen besser werden, fragen Sie einen Arzt um Rat.

Zu viel Reibung: Das kommt besonders oft im Sommer vor, wenn die Haut wegen der Hitze feucht ist: Ihre Brust und die Haut darunter reiben aneinander und entzünden sich. Hier können antibiotische Salben helfen und ein gut sitzender BH, der verhindert, dass Ihre Brust und Ihre Haut darunter aneinander reiben.

Sie haben Dehnungsstreifen auf den Brüsten

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Sie haben Gewichtsschwankungen: Ihre Brüste verändern mit Ihrem Gewicht (oder auch mit Ihrer hormonellen Lage, siehe Punkt 1 und 2) ihre Größe. Das kann zu rötlich-blauen bis weißlichen Dehnungsstreifen führen, die meist von der Brustwarze ausgehen.

Aus medizinischer Sicht sind die Streifen überhaupt kein Problem. Leider kann man auch nichts dagegen tun, man kann nur versuchen, sie zumindest ein wenig zu mindern. Eine vitamin- und mineralstoffhaltige Ernährung kann zum Beispiel die Regeneration der Haut beschleunigen.

Die Brüste regelmäßig mit speziellen Cremes und Ölen zu pflegen hält die Haut weich und geschmeidig und kann so Dehnungsstreifen vorbeugen - aber nicht entfernen.

Sie haben Haare auf den Brüsten

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Um den Warzenhof herum wachsen bei vielen Frauen vereinzelt Haare. Das ist normal! Finden Sie das nicht so toll, können Sie die Härchen mit einer Pinzette vorsichtig auszupfen. Doch was, wenn da mehr als nur ein paar Haare sind?

Sie sind in Kontakt mit Testosteron-Cremes gekommen: Manche Männer nutzen testosteronhaltige Cremes oder Gele, um sich besser zu fühlen. Die Cremes versprechen mehr Standhaftigkeit, Kraft und einen stärkeren Bartwuchs. Leider bewirken diese Cremes bei uns Frauen einen Haarwuchs, der nicht so erwünscht ist.

Sie könnten am Polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS) leiden: Diese Erkrankung betrifft fünf bis zehn Prozent der Frauen, tritt meisten zwischen dem 15 und 25 Lebensjahr auf, und eines ihrer Symptome - neben Zyklusstörungen, Akne und Haarausfall - ist auch eine "männliche" Behaarung. Diese Erkrankung kann zur Unfruchtbarkeit führen, darum sollten Sie, wenn Sie diese Symptome bei sich bemerken, einen Arzt aufsuchen. (Mehr Informationen zu PCOS finden Sie hier)

Sie können Ihre Adern durch die Haut sehen

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Sie haben eine sehr helle Haut. Und was das bedeutet, wissen Sie wahrscheinlich schon, denn Sie werden jeden Sommer daran erinnert: Ihre Haut ist sehr empfindlich, so bekommen Sie zum Beispiel sehr schnell einen Sonnenbrand - und dadurch sind Sie auch eher anfällig für Hautkrebs.

Meiden Sie die Sonne - auch wenn es schwer fällt. Nennen Sie sich nicht bleich, nennen Sie es "vornehme Blässe".

Sie haben "Pünktchen" auf den Brustwarzen

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Kein Grund zur Sorge: Ihre Brüste sind dafür da, um Ihren Kindern Milch zu geben. Die Pünktchen, die oft auch ein wenig herausstehen können, wie kleine Pickelchen, sind einfach das Ende von Milchdrüsenkanälen.

Sie haben eine größere Beule auf der Brust

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Es könnte eine Zyste oder ein Tumor sein: Nicht gleich in Panik geraten. Machen Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt, um das abzuchecken. Es kann auch einfach Brustgewebe sein.

Ihre Brustwarzen jucken

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Auch für juckende Brustwarzen kann es viele Gründe geben:

Sie haben Shampoo- oder Seifenreste drauf: Achten Sie beim Duschen darauf, dass Sie sich gründlich abspülen. So sollte die Reizung nach einiger Zeit verschwinden.

Sie sind allergisch gegen Ihre Kleidung: Haben Sie einen neuen BH? Ein neues Waschmittel? Oder ein anderes neues Kleidungsstück, das in Kontakt mit Ihren Brüsten kommt? Vielleicht sind Sie gegen das Färbemittel oder gegen bestimmte Materialien im Stoff allergisch. Probieren Sie, ob das Jucken verschwindet, wenn Sie wieder Ihre alten Sachen tragen.

Sie bekommen Ihre Tage: Manchmal führt auch die Hormonumstellung, wenn Sie Ihre Tage bekommen, dazu, dass Ihre Brustwarzen besonders empfindlich sind. Und dann können sie eben auch jucken.

Sie leiden am Morbus Paget: Das ist eine sehr seltene Krebsform im Bereich der Brustwarze. Die Symptome sind Jucken und ein Hautausschlag, der oft mit einem Ekzem verwechselt wird. Wenn immer nur eine Brustwarze juckt, könnte es sich um Morbus Paget handeln. Aber wie gesagt, ist diese Krebsform sehr selten.

Ihre Brüste spannen und sind schmerzempfindlich

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Sie bekommen Ihre Tage: Ja, da ist er wieder. Der typische Grund, den wir immer wieder vorschieben. Aber es ist so: Durch die Hormonumstellung zum Ende des Zyklusses können Ihre Brüste empfindlicher werden. Sie werden größer (siehe Punkt 1), spannen und sind empfindlich.

Sie reagieren auf Koffein: Ja, tatsächlich, Koffein kann die Symptome am Ende eines Zyklusses noch verstärken. Auch das Spannungsgefühl in den Brüsten - und leider auch die Regelschmerzen. Reduzieren Sie Ihren Kaffegenuss.

Sie haben milchigen Ausfluss - aber kein Kind bekommen

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Erregt? Die Brüste können - auch wenn Sie nicht schwanger sind oder gerade stillen - bei physischer Stimulation einen milchigen Ausfluss produzieren. Das ist absolut unbedenklich. Sollte es bei Ihnen aber so heftig werden, dass es Sie stört, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen Medikamente dagegen verschreiben.

Es kann eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten sein: Bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika erhöhen Ihr Prolaktin-Level im Blut. Das Hormon stimuliert Ihre Milchproduktion. Das ist vollkommen ungefährlich, wenn es Sie aber sehr stört, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Sie haben blutigen Ausfluss

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Es könnte ein gutartiger Tumor sein: Ein gutartiger Tumor in den Ausführungsgängen der weiblichen Brust wird auch Papillom genannt. Wenn Sie dieses Symptom bei sich bemerken, reden Sie mit einem Arzt.

Ihre Brüste fühlen sich irgendwie rauh, wie eine Orange, an

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Das kann ein Zeichen von Brustkrebs sein: Eigentlich fühlt sich die haut auf Ihren Brüsten weich und glatt an, aber plötzlich wirkt Sie ganz "rauh", uneben, wie eine Orange und Ihre Brustwarzen sowie Ihr Warzenhof sind unnatürlich fest? Das kann ein Zeichen von Brustkrebs sein. Sie sollten unbedingt zum Arzt.

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