Was hilft gegen die Angst vor Spinnen?

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So klein und doch so gefürchtet

Die Spinnenangst, im Fachjargon auch Arachnophobie genannt, gehört zu den häufigsten Ängsten überhaupt. Hier lesen Sie, wie man die Angst in den Griff bekommen kann.

Sie sind haarig und auf ihren acht Beinen bewegen sie sich viel schneller, als den Meisten von uns lieb sein kann. Spinnen würden definitiv in der Kategorie 'Das beliebteste Tier' niemals den Hauptpreis abräumen. Vor allem dann nicht, wenn es nach den vielen Menschen geht, die unter einer Spinnenphobie leiden. Für sie ist der Kontakt mit den kleinen Tieren der blanke Horror. Schweißausbrüche, Herzklopfen, Schwindel und Atemnot können die Folge sein.

Menschen, die unter der Spinnenangst (der sogenannten Arachnophobie) leiden, gehen im Gegensatz zu Menschen, die nicht unter dieser spezifischen Phobie leiden, eher davon aus...

... von einer Spinne gebissen zu werden.

... dass Spinnen sie ernsthaft verletzen können (Obwohl erwiesenermaßen die hierzulande heimischen Arten dies nicht können.)

... dass ihre Angst vollkommen rational zu begründen ist.

Auch wenn jede Art von Phobie ernst genommen werden sollte, sehen sich gerade Menschen, die Angst vor Spinnen haben, häufig mit Unverständnis konfrontiert. Mit Kommentaren wie "Die kann dir doch aber nichts tun" wird sich über sie lustig gemacht. Um einmal ein paar ehrliche Worte an alle zu richten, die die Spinnenphobie ihrer Mitmenschen bisher nicht ernst genommen haben: Die Größe eines Lebewesens ist nicht zwingend ausschlaggebend dafür, ob wir vor ihm Angst haben oder nicht. Und ja, es ist fies, sich über die Ängste von anderen Leuten lustig zu machen.

Besser: Die Phobie ernst nehmen und gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen. Schließlich nervt es die meisten Betroffenen selbst, wenn sie alleine nicht dazu in der Lage sind, ihre Wohnung von Spinnen zu befreien, weil sie bloß keinen Kontakt mit ihnen haben wollen.

Am meisten Erfolg haben Phobiker in der Regel mit einer Verhaltenstherapie, genauer mit Techniken der Konfrontationstherapie. Im Fall einer tatsächlichen Arachnophobie sollte diese von einem Therapeuten durchgeführt werden. Im Vorfeld würde dann erst einmal überprüft werden, wie stark die jeweilige Angst vor Spinnen wirklich ausgeprägt ist. Ruft der Anblick der Krabbeltiere Angstgefühle hervor oder ist es bereits die bloße Erwähnung des Wortes 'Spinne'?

Nachdem die Phobie genauer eingeschätzt werden konnte, wird der oder die Betroffene in einen Zustand der absoluten Entspannung versetzt. Hier können zum Beispiel Methoden des autogenen Trainings angewendet werden. Es folgt ein Gespräch über Spinnen. Anschließend werden Sie gebeten, sich eine Spinne vorzustellen und sich dann Bilder von den Tieren anzusehen. Auch der Besuch einer Zoohandlung ist in diesem Zusammenhang möglich. Der letzte Schritt ist häufig der direkte Kontakt mit den Tieren. Dies würde bedeuten, eine Spinne anzufassen.

Welche Schritte im Einzelnen durchgeführt werden und wie viel Zeit zwischen den Phasen der Konfrontationstherapie liegt, variiert natürlich je nach Ausprägung der Phobie. Niemand muss in diesem Fall etwas tun, wozu er oder sie sich nicht in der Lage fühlt.

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