Was hilft gegen Kopfschmerzen? 7 Tipps!

was hilft gegen kopfschmerzen
Wer täglich zwei Liter Wasser trinkt, kann Kopfschmerzen vorbeugen.
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Kopfschmerzen

Da ist es wieder, dieses Pochen an der Schläfe und das Hämmern hinter der Stirn - Kopfschmerzen können uns regelrecht außer Gefecht setzen. Oft hat das lästige Übel eine harmlose Ursache - etwa eine Erkältung, Muskelverspannungen oder Stress. Neun von zehn Menschen, die regelmäßig an Kopfweh leiden, sind von diesem sogenannten Spannungskopfschmerz betroffen. Er wird meist als dumpf drückendes Gefühl im gesamten Schädel empfunden - anders als etwa eine Migräne, die einseitig und pulsierend auftritt.

Was hilft gegen Kopfschmerzen? Grundsätzlich raten Experten: Tritt ein Schmerz unerwartet heftig oder oft auf, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen. Dann helfen Tabletten möglicherweise am besten. Bei leichten und gelegentlichen Kopfschmerzen helfen Hausmittel am besten.

Diese Hausmittel helfen gegen Kopfschmerzen

Weidenrinde dämpft Reize

So wirkt sie: In der Rinde vieler Weidenarten steckt der Stoff Salicin, der sich im Körper zu Salicylsäure umwandelt - dem Urstoff einiger Schmerzmittel (ASS). Die Säure hemmt Fieber, Entzündungen - und eben auch Schmerzen. Damit ist Weidenrinden-Tee eine gute Alternative zu Kopfweh-Tabletten.

Anwendung: 2 TL fein geschnittene Rinde (Apotheke) mit 1 Tasse kaltem Wasser ansetzen und zum Sieden bringen. 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Über den Tag verteilt 3 Tassen trinken.

Pfefferminzöl wirkt entspannend

So wirkt es: Eine Kieler Studie zeigt, dass sich Spannungskopfschmerzen durch Schläfen-Massagen mit Pfefferminzöl in alkoholischer Lösung lindern lassen. Der kühlende Wirkstoff hemmtdie Übertragung der Schmerzreize und löst Verkrampfungen der Kopfhautmuskeln.

Anwendung: Tragen Sie zweimal im Abstand von 15 Minuten einige Tropfen Öl (z. B. "Euminz", Apotheke) großflächig auf Stirn, Schläfen oder Nacken auf. Massieren Sie es mit sanftem Druck und in kreisenden Bewegungen langsam in die Haut ein.

Pestwurz entkrampft

So wirkt sie: Sie war lange in Vergessenheit geraten, doch nun haben Ärzte die Heilkraft der Pestwurz wiederentdeckt. In einer internationalen Studie zeigte sich, dass eine dreimonatige Kur mit Pestwurz-Extrakt Kopfschmerz-Attacken um 56 Prozent reduziert. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend.

Anwendung: Wild wachsende Pestwurz enthält bestimmte Alkaloide, die unsere Leber belasten können. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie auf die Herstellung eines Tees oder einer Tinktur lieber verzichten. Stattdessen empfiehlt sich ein bereinigtes Extrakt in Kapsel form (Apotheke), das sich auch zur Migräne-Prophylaxe eignet.

Fußmassage regt an

So wirkt sie: Die Fußreflexzonen-Therapie beruht auf der Erkenntnis, dass einzelnen Bereichen der Füße bestimmte Körperteile zugeordnet sind. Druckimpulse regen so dieSelbstheilungskräfte der Organe an.

Anwendung: Legen Sie einen Fuß auf den Oberschenkel des anderen Beins. Umfassen Sie ihn mit beiden Händen - Daumen auf die Sohle, die übrigen Finger auf den Fußrücken. Massieren Sie einen Zeh nach dem anderen, beginnend mit dem großen - das ist die Reflexzone des Gehirns.

Magnesium fördert die Durchblutung

So wirkt es: Hinter Kopfweh steckt häufig ein Magnesium-Mangel, der zu einer schmerzhaften Verengung der Gefäße führen kann. Stellen Sie daher eine ausreichende Zufuhr des Mineralstoffs sicher. Gute Lieferanten sind z. B. Roggenbrot, Nüsse und Kohl: Bereits 100 g Brot oder 200 g Grünkohl decken ein Drittel des Tagesbedarfs.

Anwendung: Stellt der Arzt einen Mangel fest, empfiehlt sich zusätzlich zu bewusster Ernährung die Einnahme von Magnesium-Präparaten (Apotheke).

Schwedekräuter regeln den Stoffwechsel

So wirken sie: Safran, Myrrhe, Angelikaund Rhabarberwurzel ... Insgesamt besteht der sogenannte Schwedenbitter aus 18 Kräutern. Sie dringen von außen in die Haut ein, fördern dieDurchblutung und aktivieren Schmerz-Abwehrstoffe.

Anwendung: Für einen Umschlag ein Baumwolltuch in die Schwedenbitter-Tinktur aus der Apotheke tunken, auswringen und auf die Stirn legen. Etwa eine Viertelstunde im Liegen einwirken lassen.

Tagebuch schreiben, Ursachen erkennen

Um herauszufinden, was Ihre Kopfschmerzen verursacht, können Sie ein Tagebuch führen. Schreiben Sie auf, zu welchen Uhrzeiten die Beschwerden auftreten und wie lange sie anhalten. Prüfen Sie: Gibt es eine Verbindung zwischen dem Auftreten Ihrer Schmerzen und bestimmten Gewohnheiten wie etwa Fernsehen, Sport oder dem Verzehr gewisser Lebensmittel? Oder brummt der Kopf bei Stress oder Schlafmangel? Nach einigen Wochen können Sie vielleicht Auslöser erkennen - und dann versuchen, sie zu vermeiden.

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