Was hilft jetzt gegen den Norovirus?

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Der Norovirus verbreitet sich gerade in der kalten Jahreszeit rasend schnell.
Foto: © Udo Kroener - Fotolia.com

Kaum ein Tag, an dem man derzeit nicht von jemandem hört, der mit Magen-Darm-Grippe flachliegt. In vielen Fällen ist eine Infektion mit dem Norovirus die Ursache. Die Ansteckungszahlen steigen stetig. Besonders in den Monaten Januar und Februar, da das Immunsystem dann durch die lange Winterperiode geschwächt ist.

Akribische Hygiene ist der beste Schutz, um sich gar nicht erst anzustecken

Die Leidenszeit ist zwar kurz, aber heftig. Bereits 10 bis 15 Stunden nach der Ansteckung setzen starker Brechdurchfall und Kreislaufschwäche ein. Nach drei Tagen ist der Spuk des Norovirus meist vorbei. Aber für geschwächte Personen, Kinder oder Ältere kann die Infektion gefährlich werden.

Wer keine Lust auf Bauchkrämpfe hat, sollte jetzt akribisch auf Hygiene achten. Unterwegs helfen Desinfektionstücher und häufiges, gründliches Händewaschen . Um sich zu schützen, sollten Sie Menschenansammlungen jetzt besser meiden. Ist jemand im Haushalt erkrankt, Waschbecken und Toilette regelmäßig gründlich reinigen und desinfizieren - dabei Gummihandschuhe tragen. Keine gemeinsamen Handtücher benutzen, sondern Einweghandtücher bereitlegen. Bettwäsche bei 90 Grad waschen. Ganz wichtig: diese Hygienemaßnahmen noch über zwei Wochen nach Abklingen der Symptome fortsetzen. Denn so lange verbreitet sich der Norovirus auch nach der Genesung noch über den Weg der Tröpfchen- und Schmierinfektion weiter.

Wen der Norovirus erwischt hat, der bleibt meist ohnehin zu Hause im Bett. Das ist genau richtig - auch aus Rücksicht auf die Mitmenschen. Sie sollten viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Am besten Wasser oder Kräutertee , gern angereichert mit Traubenzucker oder einer Elektrolytlösung (Apotheke). Auch Brühe füllt die Mineralstoffdepots auf. Bei anhaltender Schwäche oder älteren Menschen mit Vorerkrankungen können Infusionen und ein Krankenhausaufenthalt nötig werden. Ein anderer Magen-Darm-Virus, der vor allem Kleinkindern zu schaffen macht, ist das Rotavirus. Als Schutz davor gibt es eine Schluckimpfung, zu der Experten dringend raten.

Durchfall nicht sofort stoppen

Ein lästiges Symptom - doch bei der Behandlung zählt der Zeitpunkt

Genau genommen ist Durchfall eine Selbstreinigung. Ob nach verdorbenen Speisen oder bei Infektionen durch Bakterien und Viren: Mit der beschleunigten Leerung des Darms sollen Schadstoffe abtransportiert werden. Daher ist es nicht sinnvoll, gleich mit einem Anti-Durchfallmittel gegenzuhalten - es sei denn, es kommt zu gefährlichem Wasserverlust. Besser bei Magen-Darm-Erkrankungen: Präparate, die krampflösend und schmerzhemmend wirken (z. B. "Buscopan plus", Apotheke). Hält Durchfall länger als drei Tage an oder kommt Fieber dazu, sollten Sie damit zum Arzt gehen

Tipps für die Fernreise

Jetzt in die Sonne - herrlich! Doch auch dort lauern Magen-Darm-Erreger

Viele Deutsche verkürzen die Wartezeit bis zum Frühling gern mit einem Trip in die Sonne. Damit Ihnen kein Magen-Darm-Infekt einen Strich durch die Rechnung macht, sollten Sie ein paar Regeln beachten. In warmen Ländern, an Hotelbuffets oder auf dem Kreuzfahrtschiff verbreiten sich Magen-Darm-Erreger besonders gut. Meiden Sie rohes Obst oder rohes Fleisch. Auch um lauwarmes oder lang warmgehaltenes Essen sollten Sie einen Bogen machen. Sicherer: gut erhitzte, gebratene oder gegrillte Speisen. Und auch im Urlaub gilt: Hände waschen, so oft es geht.

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