Was kann ich bei Nasenbluten tun?

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Foto: hidesy / iStock

Alles zu Ursachen, Behandlung und Linderung von Nasenbluten

 

Nasenbluten hat jeder mal. Aber wie stoppe ich es? Was sind die Ursachen? Warum habe ich häufig Nasenbluten? Und ab wann sollte ich zum Arzt? Wir geben Rat!

Ungelegen kommt er eigentlich immer: Der Moment, wenn einem das Blut aus der Nase rinnt und man verzweifelt nach dem nächsten Taschentuch sucht. Was sich hinter Nasenbluten verbergen kann und was zu tun ist, wenn es passiert, haben wir euch hier zusammengestellt:

 

Mögliche Ursachen von Nasenbluten:

 

Eines vorweg: Die Ursachen von Nasenbluten sind meist harmlos!

Am allermeisten: Gereizte Schleimhäute: Klimaanlagen, Heizungsluft oder häufiges Schnäuzen trocknen die empfindlichen Nasen-Schleimhäute aus und reizen sie - schnell kommt es zu Rissen in der Naseninnenwand. Diese führen dann zu kleinen Blutungen. Hier hilft es, die Nase so feucht wie möglich zu halten. Nasensalben aus der Apotheke oder auch Mineralsalze schaffen Abhilfe. Auch regelmäßige Nasenspülungen beugen den Blutungen vor.

Bluthochdruck: Die feinen Gefäße in der Schleimhaut werden strapaziert und platzen leichter. Wenn du weitere Symptome wie Herzklopfen, Schwindel und Kopfschmerzen spürst, solltest du deinen Blutdruck messen lassen.

Gerinnungshemmer: Rund eine Million Deutsche nehmen blutverdünnende Medikamente zum Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombose ein. Häufige Nebenwirkung ist Nasenbluten, das schwer zu stillen ist. Dauert es länger als 20 Minuten, rufe einen Arzt oder Rettungsdienst.

Hormone: Bei Schwangeren wird das Hormon Östrogen vermehrt ausgeschüttet. Es schwächt das Bindegewebe am Bauch und in den Adern. Eine Nasensalbe kann helfen.

Vitamin-K-Mangel: Vitamin K spielt eine wichtige Rolle im Körper. Es sorgt nämlich dafür, dass das Blut besser gerinnen kann. So kann sich ein Mangel auch durch Nasenbluten bemerkbar machen. Allerdings ist eine Unterversorgung nur bei einer sehr vitaminarmen Ernährung wahrscheinlich. Der tägliche Bedarf von 65 bis 80 Mikrogramm wird zum Beispiel durch 10 Gramm Petersilie, 15 Gramm Schnittlauch oder 20 Gramm Spinat gedeckt. Wenn trotzdem ein Defizit von deinem Arzt festgestellt wurde, kann er ein Vitamin-K-Präparat verabreichen.

Geschwulst: In sehr seltenen Fällen wächst eine gut- oder bösartige Geschwulst in der Nasenhöhle oder Nebenhöhle. Sie behindert die Atmung und kann Nasenbluten verursachen. Vom Arzt abklären lassen.

 

Wie stoppe ich Nasenbluten?

 

Der Mythos, den Kopf nach hinten zu legen, ist medizinisch widerlegt: Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und direkt durch die Speiseröhre in den Magen - das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Besser: bei Nasenbluten aufrecht hinsetzen und den Kopf leicht nach vorne neigen. Etwa zwei Minuten lang mit den Fingern die Nasenflügel zusammendrücken. Dabei ein kaltes Tuch in den Nacken legen - das führt reflektorisch zu einer Gefäßverengung in der Nasenschleimhaut.

 

Wann sollte ich mit meinem Nasenbluten zum Arzt?

 

Wenn das Nasenbluten bei Erwachsenen nach 20 Minuten noch nicht zum Stillstand gebracht worden ist, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Bei Kindern schon früher. Auch bei dauernd wiederkehrenden Blutungen ist es ratsam, sich von einem HNO-Arzt untersuchen zu lassen.

Eine der häufigsten Ursaachen für Nasenbluten? Erkältung! Im Video erfahrt ihr, was wirklich bei Erkältungen hiflt:

 

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