Was kann Öl?

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Öle für Gesicht, Haare und Body
Foto: Thinkstock

Beauty-Trends H/W 2011/12

Der Blick in die Drogerieregale lässt keinen Zweifel zu: Beauty-Öle sind ganz groß im Trend. Aber was bringen sie – und für wen sind sie eigentlich geeignet? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Öl-Boom.

Gesicht

Gerade im Winter freut sich der Teint über Feuchtigkeit. Die liefern Gesichtsöle besonders effektiv – für jeden Hauttyp. Und auch bei der Reinigung spielen sie ihre Stärken voll aus.

Welchen Vorteil haben Öle gegenüber einer normalen Creme? 

„Im Vergleich zu Feuchtigkeitscremes gelangen Öle dank ihrer feinen Textur einfacher bis in die tiefer liegenden Hautschichten“, erklärt Laurence Cassereau, Research & Development Director bei Darphin. Dort versorgen sie die Haut mit ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen und stärken die hauteigene Schutzbarriere. „Gerade die Gesichtshaut ist sehr empfindlich. Greifen Sie beim Kauf daher zu Produkten, die auf reinen Pflanzenölen basieren und ohne Konservierungsstoffe oder Stabilisatoren auskommen.“

In der Bilderglerie finden Sie die besten Öle für das Gesicht (6 Bilder)!

Eignen sich Pflegeöle für jeden Hauttyp? 

Ja! Selbst wenn es überraschend ist: Auch ölige Mischhaut verträgt Öl. Wichtig ist nur, dass Sie die Pflege auf Ihren Hauttyp abstimmen. Bei fettiger Haut empfehlen sich Produkte mit Ringelblumenextrakten oder Rosmarin, so verfeinert das Öl die Poren und lässt Unreinheiten schneller abklingen. Auch bei der Reinigung sind Öle eine gute Wahl, insbesondere für sensiblen Teint, weil sie Schmutz und Make-up entfernen, ohne den empfindlichen Schutzmantel der Haut anzugreifen.

Soll ich Öl zusätzlich zur normalen Pflege verwenden? 

Nein, tragen Sie das Öl abends nach der Reinigung als Ersatz für die Nachtpflege auf. „Drei bis fünf Tropfen reichen dabei für das Gesicht vollkommen aus“, empfiehlt Laurence Cassereau. „Erwärmen Sie das Öl zwischen Ihren Handflächen und verteilen es anschließend in sanften Streichbewegungen von innen nach außen auf Wangen, Stirn und Hals.“

Tipp: Tupfen Sie morgens nach der Foundation einen Tropfen Gesichtsöl auf die Wangenknochen. Das zaubert einen seidigen Glow.

Für eine reichhaltige Pflegemaske mischen Sie Oliven-, Avocado- und Mandelöl zu gleichen Teilen und verreiben es im Gesicht. unter einem erwärmten Tuch etwa 10 Minuten einwirken lassen. Ölreste mit einem Kosmetiktuch abnehmen.

Body

Ebenso wie ihre Kollegen fürs Gesicht sorgen auch Körperöle für viel Feuchtigkeit bei heizungstrockener Haut. Kombiniert mit speziellen Wirkstoffen können sie aber noch viel mehr.

Wann sollte ich Öl statt einer normalen Bodylotion nehmen? 

Körperöle sind besonders bei trockener Haut empfehlenswert. Sie lassen sich besonders leicht verteilen und gelangen im Gegensatz zu Lotionen tief in jede Pore. Zudem unterstützen sie die hauteigene Schutzfunktion und schützen so nachhaltig vor dem Austrocknen. Die meisten Körperöle enthalten zusätzliche Wirkstoffe, meist Extrakte aus Blüten oder Früchten.

So pflegt beispielsweise Mandel- oder Weizenkeimöl angereichert mit Kamillenauszügen sensible Haut besonders intensiv. Für weniger trockene Haut gibt es „Light-Versionen“: Sogenannte Trockenöle besitzen einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die an der Luft sehr schnell trocknen. Das Öl zieht deshalb nach dem Auftragen innerhalb von wenigen Sekunden in die Haut ein.

Sanfte Öle für den Körper entdecken Sie in der Galerie (6 Bilder)!

Tipp: Sie können sich Ihr Körperöl auch individuell selbst kreieren. Vermischen Sie dazu 50 Milliliter Mandel- oder Jojobaöl mit 50 Milliliter Pfirsichkernöl – die Öle erhalten Sie im Reformhaus. Für eine persönliche Duftnote parfümieren Sie es anschließend mit zwei Tropfen ätherischen Öls.

Auch in der Dusche sind Öle auf dem Vormarsch. Geben Sie Ihr Waschöl auf einen Schwamm, damit lässt es sich besonders gut verteilen - und der Massage-Effekt ist auch nicht zu verachten.

Creme ich mich mit dem Öl ganz genauso ein wie mit meiner Lotion? 

„Besonders effektiv wirkt das Körperöl, wenn Sie es direkt nach dem Duschen auf der noch nassen Haut verteilen“, rät Sabine Schulz, Laborleiterin bei Beiersdorf. „Dabei entsteht eine Wasser-Öl-Emulsion, die beiden Stoffe verbinden sich und dadurch kann die Feuchtigkeit besonders gut in die Haut einziehen.“ Alternativ feuchten Sie die Hände vor dem Auftragen des Öls etwas an. Sie können auch einige Tropfen Ihres Körperöls mit in das Badewasser geben. Das wirkt rückfettend und erspart das anschließende Eincremen.

Welche Probleme kann ich mit Ölen gezielt behandeln?  

Körperöle pflegen gerade sehr trockene, spröde Hautstellen wieder samtweich, vor allem an den Ellbogen oder Schienbeinen. Einfach morgens die betroffenen Bereiche mit dem Öl einreiben und vor dem Anziehen kurz einwirken lassen. Auch gegen Cellulite glänzen sie: „Versetzt mit Pflanzenauszügen der Birke sind Pflegeöle sehr effektiv“, erklärt Sabine Schulz. „Birkenblätter regen das Lymphsystem an und wirken dadurch entschlackend. Das verbessert die Hautelastizität und strafft das Bindegewebe.“

Um den Effekt zu verstärken, geben Sie das Öl vor der Anwendung in ein kleines Schälchen und erwärmen es kurz in der Mikrowelle. Anschließend in kreisenden Bewegungen auf Oberschenkel und Po einmassieren und etwa zehn Minuten einwirken lassen. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und das Öl kann besser in die Haut eindringen. Zuletzt das überschüssige Öl mit einem feuchten Handtuch abnehmen.

Dufter Bonus: viele Körperöle haben Dank der enthaltenen ätherischen Öle eine aromatherapeutische Wirkung. Lavendel zum Beispiel beruhigt und fördert den Schlaf, Zitrusaromen beleben und sorgen für gute Laune.

Haare

Kraftlose, strohige Mähnen werden mit Ölen wieder wunderbar seidig und glänzend. Dabei brauchen Sie auch keine Angst vor fettigen Strähnen zu haben. Dank neuester Hightech-Formeln sind Haaröle nämlich echte Leichtgewichte, die auch feines Haar hervorragend pflegen.

Kann ein Haaröl mehr als nur die Spitzen vor Spliss schützen? 

Ja. Die neuen Produkte glänzen nicht nur in dieser klassischen Rolle, sie enthalten auch spezielle Pflegewirkstoffe, die bei strapaziertem Haar wahre Wunder vollbringen. Zudem eignen sie sich sehr gut, um Locken zu definieren, sie bringen einen seidigen Schimmer ins Haar und helfen effektiv gegen Frizz und statische Aufladungen.

Entdecken Sie die Haaröle für extra viel Pflege in der Galerie (6 Bilder)!

Tipp: Was Öle alles leisten, können Sie etwa beim „Botanical Therapy Treatment“ erleben: Dabei werden Aroma-Öle in die Kopfhaut einmassiert, was die Haarwurzeln vitalisiert und wunderbar beruhigend wirkt (in ausgewählten Aveda-Salons, um 25 Euro, Infos: www.aveda.de).

Wie viel Öl gebe ich ins Haar? 

Als Leave-in-Pflege reicht für langes Haar ein Klecks von der Größe einer Euro-Münze. Zwischen den Handflächen verreiben, anschließend mit der flachen Hand über Längen und Spitzen fahren. Für eine Kur die dreifache Menge Öl im gesamten Haar verteilen und 30 Minuten unter einem angewärmten Handtuch einwirken lassen. Danach einen Klecks Shampoo einmassieren (vorher nicht befeuchten!), ausspülen und die Haare ein zweites Mal shampoonieren.

Power Wash: Geben Sie vor dem Schäumen zwei Tropfen Rosmarinöl in Ihr Shampoo - das fördert die Durchblutung der Kopfhaut.

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