Was Männer an Frauen lieben

was maenner an frauen lieben
Das wollten wir schon immer hoeren
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Report: Männer über Frauen

Insgeheim wissen wir es alle: Ohne Frauen wären Männer (manchmal) aufgeschmissen. Joy-Autor Maximilian Reich macht keinen Hehl daraus, sondern eine zehnfache Liebeserklärung.

Ihr täuscht Orgasmen vor, damit wir uns nicht mies fühlen

Natürlich sollt ihr kommen. Schließlich lieben wir euch. Aber wir lieben euch eben auch dafür, dass ihr vortäuscht, wenn ihr mal keinen Orgasmus habt. Sonst hätte ich mir schon längst einen Therapeuten suchen müssen.

Da bin ich wie ein Boxer, der herb auf die Nase bekommen hat und erst mal psychologische Betreuung benötigt, bevor er sich wieder in den Ring traut. Ihr Frauen wisst um die Zerbrechlichkeit unseres Selbstbewusstseins.

Frauen wollen Männer nicht verletzen

Egal, wie zögerlich und unsicher der Mann über euch gerade zu Werke geht, ihr stöhnt ihm zuliebe gelegentlich die Nachbarschaft zusammen, statt ihm die Wahrheit zu sagen. Nein, ihr wollt ihn nicht verletzen.

Obwohl es euer gutes Recht wäre zu schimpfen und Handarbeit plus Zungenschlag zu verlangen, bis auch ihr euren Spaß hattet. Das wäre schließlich nur fair. Ihr macht das nicht. Weil ihr besser seid als wir.

Karrierefrau, Traumfrau und Mutter gleichzeitig

Frauen sind multitaskingfähig. Das bewundere ich. Nicht ganz so sehr, dass ihr mit eurer besten Freundin telefonieren und euch gleichzeitig die Fußnägel lackieren könnt.

Aber dass ihr Karriere und Liebesleben unter einen Hut bekommt – Respekt! Wir Männer sind schon überfordert, wenn wir beim Schnitzelkauf auch noch fettarme Frischmilch mitbringen sollen.

Frauen sind Multitasking-Wunder

Ich war jedenfalls mal mit einer Ärztin zusammen, für die Zwölf-Stunden-Schichten im Krankenhaus keine Seltenheit waren. Aber sie fiel danach nicht komatös ins Bett, sondern konnte immer noch genügend Energie zusammenkratzen, um eine leidenschaftliche Beziehung mit mir zu führen.

Damit meine ich selbstverständlich vor allem wilden Sex. Und ich bin sicher: Wenn dabei irgendwann ein Kind entstanden wäre, hätte sie die Mutterrolle obendrauf mit Sicherheit auch noch hinbekommen.

Ihr lasst uns Helden sein

Männer sind wie dieser Papagei in der Döner-Bude bei mir ums Eck. Ein Kakadu, der brüllt wie ein Löwe. Wir wären so gerne etwas Besonderes, ein Superheld, nicht bloß ein Bürohengst unter drei Milliarden Bürohengsten auf dieser Welt.

Darum haben wir Jungen früher „Superman“ verschlungen, als die Mädchen in der „Wendy“ schmökerten, und darum lieben wir heute noch „Superman“, während Frauen mittlerweile „JOY“, den IKEA-Katalog oder die „FAZ“ lesen.

Das Überfliegergefühl

Und ihr seid es, die uns dieses Überfliegergefühl geben. Indem ihr uns bittet, das Gurkenglas zu öffnen und damit das Abendessen zu retten. Indem ihr euch im Bett eng an uns kuschelt, damit wir euch wärmen. Indem ihr uns beauftragt, das Abflussrohr zu reparieren, damit der Haushalt nicht im Dreck versinkt.

Indem ihr uns zum Gebrauchtwagen-Händler mitnehmt, damit ihr beim Kauf nicht über den Tisch gezogen werdet. Natürlich ist das alles Blödsinn. Ihr kämt auch bestens ohne uns zurecht. Aber ihr sagt es nicht.

Ihr seid schön

Es gibt nichts, das so ästhetisch ist wie der nackte Körper einer Frau. Ob sie nun die berüchtigten 90-60-90-Maße oder ein paar mehr Kilo hat, spielt keine Rolle.

Diese zarte Haut, an die man sich anschmiegen kann, die perfekt geschwungenen Lippen, die zur Sünde aufrufen, der prachtvolle Busen, der handgreiflich macht. Darunter die schmal zulaufende Taille, die die ganze Zartheit der Frau andeutet.

Frauen als Musen

Darüber samtiges Haar, das verspielt um ihr Gesicht weht. Und nicht zu vergessen, der herrliche Duft, den ihr Frauen ausströmt. Männer dagegen müffeln die meiste Zeit nach irgendwas Undefinierbarem.

Aus ihrem Rücken wuchern unappetitliche Borsten und dann hängt auch noch dieses Ding, das optisch einem Nacktmull (haarloses Nagetier) gleicht, zwischen ihren Beinen. Kein Wunder, dass Künstler wie Botticelli („Die Venus“) oder da Vinci („Mona Lisa“) Frauen als Musen wählten.

Ihr gebt auf uns Acht

Ohne Frauen wäre ich wahrscheinlich schon längst tot. Gestorben an einer Überdosis Glutamat. Gemüse war für mich das eklige Zeug auf Hamburgern, das sich so schwer runter-pulen lässt – bis eine Freundin anfing, für mich zu kochen. Sie brachte mir leckere Veggie-Gerichte nahe und sorgte dafür, dass in meinem Kühlschrank neben den Fertig-Lasagnen, dem Bier und der 10er-Packung Milchschnitte auch Gurken, Karotten und eine Avocado lagen.

Aufpasser

Außerdem passte sie auf mich auf. Um einen Artikel über Nacht zu Ende schreiben zu können und nicht mittendrin einzuschlafen, warf ich Coffein-Tabletten aus der Apotheke ein (nicht nachmachen!). Leider zu viele.

Um drei Uhr fing ich an zu zittern, Schweiß brach aus meinen Poren heraus und der Avocado-Snack aus meinem Mund. Maike kam dann vorbei, legte meinen Kopf in ihren Schoß und blieb wach, um mich zu beobachten – obwohl sie um neun Uhr morgens ein Karrieregespräch (!) mit ihrem Chef hatte.

Ihr seht in uns Dinge, die wir selbst nie entdecken würden

Eigentlich sollte ich nicht diesen Text schreiben, sondern Zahnfleischtaschen reinigen. Mein Vater wollte, dass ich Zahnarzt werde. Dass ich dennoch Journalist geworden bin, verdanke ich meiner besten Freundin Sophia.

Ich hätte mich sonst nie in einer Redaktion beworben – weil ich sicher war, nicht gut genug zu sein. Aber im Gegensatz zu mir (und meinem Vater und meinem Deutschlehrer) hat Sophia immer daran geglaubt, dass ich das nötige Talent für den Beruf mitbringe, und so lange auf mich eingeredet, bis ich mich endlich traute, eine Bewerbung abzuschicken.

Verrückt vor Liebe?

Na ja ... Was daraus wurde, lesen Sie ja gerade. Ich habe auch noch ein ganz anderes Beispiel parat: Niels. Ein Rowdy aus meiner Schule, der damals ständig Stress gemacht und kleinere Jungs gemobbt hat. Keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben.

Außer Katharina. Ein bildschönes Mädchen, lieb, gut erzogen und ein bisschen verrückt. Anders konnten wir uns jedenfalls nicht erklären, wie man Niels lieben kann.

Vor zwei Jahren erfuhr ich, dass die beiden immer noch zusammen sind und Niels als Kinderpsychologe arbeitet. Dass der Kerl, der Hunderte von Unterhosen über fremde Köpfe gezogen hat, eine soziale Ader hat, konnte wirklich niemand ahnen. Außer Katharina.

Ihr helft uns, besser auszusehen

Um ermessen zu können, wie ungeschickt Männer beim Anziehen sind, muss man sich nur Tiroler Grauvieh beim Glasblasen vorstellen.

Deshalb ist die Bekleidungsabteilung für Männer in Kaufhäusern auch kleiner als der Bereich für Frauen, sonst wären wir gänzlich verloren. Wir haben kein Gespür dafür, was uns steht. Nicht umsonst orientieren wir uns an Vorbildern.

Ein Gespür für Mode

Wenn Dwayne „The Rock“ Johnson in einem rosafarbenen Tanktop gut aussieht, kaufen wir es. Ohne zu bedenken, dass der Actionstar dunkelhäutig und muskelbepackt ist, während wir blass wie eine ungeröstete Toastscheibe sind und unsere Lendenwirbel beim Wasserkastentragen knacken.

Dazu kommt das Problem, dass Farbenlehre (welche Töne man miteinander kombinieren kann) uns so fremd ist wie Sanskrit. Mein Kumpel Markus würde immer noch mit grünen Socken zur gelben Stoffhose rumlaufen, wenn er nicht mittlerweile verlobt wäre.

Und ich wäre vielleicht nie mit meiner Freundin zusammengekommen, wenn mich meine Mitbewohnerin vorm ersten Date nicht überzeugt hätte, meinen verwaschenen Lieblingspulli gegen ein weißes Hemd zu tauschen.

Ihr hört uns zu und versteht uns

Dass Männer prinzipiell gut reden können, haben schon John F. Kennedy mit „Ich bin ein Berliner“, Martin Luther King mit „I have a dream“ oder Barack Obama mit seinem „Yes we can“-Wahlkampfslogan bewiesen.

Aber wenn sich zwei Männer unterhalten sollen, dann versagen sie. Wir sind nicht empathisch genug und zu egoistisch, um uns auf andere einzulassen. Also reichen wir ein Bier rüber und hoffen, dass das dann schon passt.

Frauen sind anders

Ihr Frauen seid da anders. Wir können mit unseren Problemen immer zu euch kommen. Ihr begreift, was uns beschäftigt, und wenn ihr ein Detail nicht versteht, hakt ihr nach. Weil es euch ehrlich interessiert.

Man kann einen ganzen Abend mit euch reden, ohne dass ihr das Gespräch auch nur einmal auf euch lenkt. Psychologie ist unter Frauen einer der beliebtesten Studiengänge – unter Männern nicht.

Anderer Gesprächsstoff

Neulich habe ich in einem Café mitgehört, wie eine Brünette einer Blondine von ihrer neuen Jeans berichtete. Die beiden unterhielten sich 20  Minuten über einen Fetzen Denim!

Als ich meinem besten Freund von meiner Kündigung erzählte, dauerte es bloß fünf Minuten, bis peinliches Schweigen eintrat – und er mir ein Bier rüberschob.

Ihr bringt uns dazu, erwachsen zu werden

Frauen sind reifer als Männer. Ihr würdet nie das Auto des Nachbarn mit Klopapier einwickeln oder ein T-Shirt tragen, auf dem steht: „Bier formte diesen Körper“. Männer schon. Darum brauchen wir euch.

Ihr lebt uns vor, wie klasse das Leben als Erwachsener sein kann und dass ein stilvolles Abendessen viel mehr Spaß macht als eine Servietten-Schlacht bei „McDonalds“.

Frauen als Vorbilder

Als ich zum ersten Mal Wein statt Cola bestellte, hatte ich ein Rendezvous und wollte ein Mädel mit meiner Reife beeindrucken. Und wegen eines anderen Mädchens habe ich mit 15 das Rauchen angefangen.

Nicht so schlau. Von weiblichen Wesen hingegen konnte ich stets lernen. Mia schenkte mir einen Tanzkurs, und seit meine beste Freundin Sophia ein Kind hat, ist mir klar, dass es deutlich mehr Sinn macht, Verantwortung für jemand anderes zu übernehmen, als Fußballwetten abzuschließen oder Bargäste zum Kampftrinken herauszufordern.

Ihr seid so herrlich kompliziert

Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber ich verstehe Sie nicht. Warum bummeln Frauen stundenlang durch Geschäfte und probieren Schuhe an, die sie sich nicht leisten können?

Oder sagen, es sei in Ordnung, wenn wir mit unserer Exfreundin einen Kaffee trinken gehen, und sind anschließend doch sauer?

Was will eine Frau?

Selbst der berühmte Psychologe Sigmund Freud sagte: „Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: ‚Was will eine Frau eigentlich?‘“.

Aber ganz ehrlich: Ich finde diese Undurchschaubarkeit toll. Durch sie wird es nie langweilig. Sie ist vielmehr eine Challenge für uns. Wie Sudoku oder die Bergetappe der Tour de France. Männer mögen Herausforderungen.

Und wären Frauen so simpel gestrickt wie Männer, wäre Sigmund Freud schnell stinklangweilig geworden – und wir hätten abends beim Bier mit unseren Kumpels keine Gesprächsthemen.

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