Was passiert beim Lachen eigentlich?

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Foto: Franz Pfluegl, fotolia

Humor

Wieso ist lachen eigentlich gesund?

Was passiert beim Lachen eigentlich?

Medizinisch sind Sie beim Lachen also auf der richtigen Seite. Und auch entspannen können Sie sich damit wunderbar. Denn so anstrengend ein Lachanfall manchmal auch erscheinen mag, er bringt gleichzeitig auch Entspannung mit sich. Vom Kopf bis zum Bauch beanspruchen wir beim Lachen bis zu 300 Muskeln. Immerhin 17 spannen wir allein im Gesicht an: Die Augenbrauen gehen hoch, die Nasenlöcher weiten sich, der Jochbeinmuskel zieht die Mundwinkel an, und die

Augen verengen sich. Nicht selten drücken die Muskeln dabei auf die Tränensäcke. Die Folge: Vor lauter Lachen fangen wir an zu weinen. Ist der Lachanfall dann aber vorüber, setzt eine wohltuende Entspannung ein.

Gemeinsam lachen zu können verbindet

Dennoch führt eine heitere Runde mit Freunden am Abend auch schon mal zu Bauchmuskelkater am darauffolgenden Morgen. Kein Wunder, schließlich presst unsere Muskulatur bei einem Lachanfall die Luft mit mehr als 100 km/h Geschwindigkeit heraus. Gleichzeitig entschleunigen sich die Muskeln in den Beinen und im Unterbauch − und entspannen sich. Sind Sie nicht auch schon mal vor Lachen fast umgekippt oder haben sich beinahe in die Hose gemacht?

Mit einem Lachen oder Lächeln tun Sie aber nicht nur sich selbst etwas Gutes. Auch die Menschen in Ihrer Umgebung profitieren davon. Schließlich wurde das Lachen schon immer als Kommunikationsmittel eingesetzt. Zunächst allerdings nur als Drohgebärde, denn es entwickelte sich einst aus dem Zähnefletschen. Wer ein gesundes Gebiss hatte, demonstrierte damit Kraft nach außen. Innerhalb einer Gruppe hatte es hingegen etwas Verbindendes. Sich gegenseitig die Zähne zu zeigen hieß, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.

Bis heute wird unser Lächeln als Zeichen von Sympathie gedeutet.

Gefällt uns jemand, lächeln wir ihn an − und er versteht es sofort. Gemeinsam lachen zu können, gilt sogar als Geheimnis langer glücklicher Ehen. Überhaupt lacht es sich zu zweit, in der Familie, mit Freunden oder Kollegen öfter und besser als allein. Aber wie auch immer − fest steht: Lachen macht glücklich. Also, was können wir Besseres tun, als so oft wie möglich zu lachen?

Nutzen Sie jede Gelegenheit. Und wenn Sie einer Gruppe lachender Menschen im Park begegnen, dann stellen Sie sich einfach dazu, und lachen Sie mit. Sie werden sehen: Der Tag wird garantiert wunderbar ...

Lachen als Droge

Ein Lachanfall kann kurzzeitig ähnliche Empfindungen auslösen wie die Einnahme von Kokain. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass ein Lachen die gleichen Hirnregionen anregt. Die Euphorie entsteht nämlich im Belohnungszentrum.

Wenn die Welt lacht Den ersten Weltlachtag rief der Gründer der weltweiten Yoga−Lachbewegung, Madan Kataria, 1998 im indischen Bombay ins Leben. Seither wird jährlich am ersten Sonntag im Mai um 14 Uhr deutscher Zeit gemeinsam für drei Minuten gelacht.

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