Was tun gegen Mundgeruch?

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Hier kommen neun Tipps, die Mundgeruch den Kampf ansagen!

Soziale Kontakte sind wunderbar. Noch intensiver werden sie aber nur ohne den unsichtbaren Dritten: lästigen Mundgeruch...

Was tun gegen Mundgeruch - das sind unsere Tipps:

1. Die richtige Zahnpasta
Studien haben bewiesen: Zahncremes, die Zinkchlorid oder Triclosan enthalten, wirken besonders lang anhaltend gegen Mundgeruch. Die Wirkstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien, die den unangeneh men Geruch verursachen. Unsere Favoriten: Colgate Total, Odol-med3 Extreme und AJONA Zahnpasta.

2. Hoch die Gläser!
Der Speichel ist das körpereigene Putzkommando im Mund. Im Idealfall schwemmt er Bakterien und Speisereste einfach weg. Haben wir zu wenig Speichel, z. B. durch Mundatmung, langes Reden, Medikamente oder Flüssigkeitsmangel, kann sich schlech ter Atem bemerkbar machen. Gegen den trockenen Mund hilft vor allem eins: ausreichend trinken - vor allem Wasser und Tees. Auch saftige Früchte und Gemüsesorten sind gut. Achtung: Alkoholische Getränke trocknen den Mund noch mehr aus.

3. Der Elektrik-Trick
Zahlreiche Studien belegen, was wir insgeheim schon lange geahnt haben: Elektrische Zahnbürsten (z. B. Philips Sonicare; Braun Oral-B Vitality Precision Clean) reinigen gründlicher als die handbetriebenen Modelle. Dadurch sind sie auch bei Mundgeruch wesentlich effektiver. Höchste Zeit also, sich vom geliebten Handschrubber zu trennen. Auch wichtig: Unbedingt die Zunge mitputzen, denn 60 bis 80 Prozent der schwefelproduzierenden Bakterien im Mund besiedeln die Zunge. Besonders gut funktioniert das mit speziellen Zungenreinigern (z. B. von Meridol). Weil sich die Übeltäter im rauen, hinteren Teil der Zunge am liebsten aufhalten, putzt man vom Rachen Richtung Zungenspitze. Wer es im Urlaub etwas handlicher mag, kann mit einem All-in-one-Exemplar (z. B. Dr. Best Professional Perfect Fresh) Gepäck sparen.

4. Professionelle Reinigung
Auch wenn Sie regelmäßig putzen und die Zwischenräume reinigen: Kaum jemand schafft es, immer alle Partikel zu erwischen. Fast immer bleiben kleine Reste zurück. Zusätzlich werden schlecht erreichbare Zähne, wie die Backenzähne, oft nur mangelhaft geputzt. Deshalb: Für dauerhaft guten Atem regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung gehen. Am besten alle 6 Monate.

5. Grünes für den Atem
Im Mundraum wimmeln Millionen von Mikroben, die ständig damit beschäftigt sind, abgestorbene Zellen und Essensreste zu zersetzen. Dabei entstehen Schwefelverbindungen. Diese Gase sind für den schlechten Atem verantwortlich. Manche Lebensmittel haben es dabei besonders in sich. So sorgt eiweißreiche Nahrung eher für Mundgeruch als vegane. Nach einem Apfel am Morgen riecht der Atem also wesentlich frischer als nach einem Joghurt. Restaurant-Trick: Wer dort reichlich Knoblauch und Zwiebeln genießt, aber kein Kaugummi zur Hand hat, kann sich kurzfristig mit den Deko-Kräutern, etwa Petersilie oder Minze, helfen. Die ätherischen Öle überlagern den Mundgeruch. Gegen hartnäckige Knoblauchund Zwiebelfahnen helfen Chlorophylltabletten (z. B. Stozzon Chlorophyll Dragees).

6. Klarspülung
Kaum jemand hat die Möglichkeit, sich nach jedem Essen die Zähne zu putzen. Um nicht stundenlang Souvenirs der letzten Mahlzeit mit sich herumzutragen, reicht es, einmal gründlich den Mund mit Wasser auszuwaschen. Dabei werden Essensreste ausgespült und Nährböden für Bakterien verringert. Mundspülungen sollten ohne medizinische Notwendigkeit nicht dauerhaft zur Anwendung kommen. Bei der Behandlung von akut entzündetem Zahnfleisch (z. B. mit Listerine Cool Mint) oder bei Parodontitis (z. B. mit Perio Safe oder Cervitec Liquid) ist die Anwendung aber sinnvoll. Zahnärzte empfehlen allerdings, sie ohne Rücksprache mit dem Arzt nur maximal zwei Wochen einzusetzen. Ansonsten können auch wichtige Bakterien der Mundflora zerstört werden - dadurch wird der schlechte Atem im schlimmsten Fall noch übler.

7. Lückenputzer
Essensreste in Zwischenräumen oder Zahnfleischtaschen liefern ideale Bedingungen für Entzündungen und Bakterien, die für üblen Mundgeruch sorgen. Das hilft: Täglich Zahnseide (z. B. ORAL B Essential Floss oder Meridol Special Floss) oder Zwischenraumbürsten (z. B. von Interprox) benutzen.

8. MIt Pfefferminz bin ich dein Prinz
Kaugummi kauen ist ein leichtes und überall einsetzbares Mittel gegen Mundgeruch. Im Prinzip ist es dabei egal, ob der Kaugummi nach Pfefferminz, Grapefruit oder Zitrone schmeckt. Den Effekt bringen nämlich nicht die Inhaltsstoffe, sondern die kauenden Bewegungen. Diese stimulieren den Speichelfluss und verstärken ihn um bis zu 300 Prozent. Der Speichel spült dann die Bakterien in den Magen, wo sie vernichtet werden. Außerdem reinigt das Kauen auch die Zunge, dort lagern sich dann weniger übel riechende Beläge ab. Wichtig: Auf zuckerfreie Varianten (z. B. von Sensodyne, Wrigley's Extra oder Odol med3) zurückgreifen, um die Zähne zu schonen.

9. Professioneller Blick
Gegen manche Ursachen des Mundgeruchs kann auch eine gute Mundhygiene nichts ausrichten. Etwa, wenn der Grund tiefer liegt und ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken. So kann ein eiterartiger Geruch auf Lungenleiden hindeuten, ein säuerlicher Geruch auf Magenprobleme. Lebererkrankungen verursachen oft einen erdartigen oder nach Ammoniak riechenden Geruch, genauso wie Nierenerkrankungen. Riecht der Atem obstartig, kann das ein Hinweis auf Diabetes sein. Auch Entzündungen im Rachenraum oder eitrige Mandeln können vorübergehend für üblen Atem sorgen. Wer also trotz penibler Mundhygiene den Verdacht hat, nicht gut aus dem Mund zu riechen, sollte zum Arzt, um die Ursache abzuklären.

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