Was tun gegen Scheidenpilz? So wirst du ihn schnell wieder los!

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Scheidenpilze sind nicht nur lästig, sondern vielen Frauen auch peinlich. Eine aktuelle Befragung von knapp 1500 Frauen in Deutschland zeigt: Die Hälfte aller Frauen glaubt, schuld sei eine mangelnde Intimhygiene. Dabei ist das Gegenteil der Fall.
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Inhalt
  1. Woran erkennt man eine Pilzinfektion?
  2. Wie behandelt man Scheidenpilz?
  3. Können Scheidenpilze gefährlich werden?
  4. Manche Frauen sind häufiger betroffen als andere. Warum?
  5. Wie wäscht man sich richtig?
  6. Entstehen Pilze bei trockener Scheide leichter?
  7. Ist es sinnvoll, auch den Partner behandeln zu lassen?
  8. Wann sollte eine Frau besser zum Arzt gehen?
  9. Wie unterscheide ich eine Pilzinfektion von Bakterien?
  10. Welche Therapie hilft bei Bakterien?

Bitte nicht schon wieder ...

Hilfe, habe ich etwa einen Scheidenpilz? Und was kann ich dagegen tun? Frauenärztin Margot Jakobi-Tilk verrät, wie du den Scheidenpilz schnell wieder los wirst.

Hilfe, habe ich etwa einen Scheidenpilz ? Kein Problem. Frauenärztin Margot Jakobi-Tilk behandelt Frauen mit Scheidenpilz in ihrer Praxis in Hannover. Sie verrät, wie man Probleme mit mit Pilzen schnell aus der Welt schafft.

Pilze holt man sich nicht, Pilze hat man. Zumindest wenn die Auslöser einer Infektion Hefepilze sind, die auf der Haut, im Mund, in der Scheide und im Darm in einem gesunden Gleichgewicht mit anderen Keimen existieren. Wird die Balance gestört, nehmen die Pilze überhand. Andere Pilzarten, wie die Fadenpilze, befinden sich normalerweise nicht auf dem Körper, können aber unangenehme Infektionen auslösen.

Woran erkennt man eine Pilzinfektion?

Es juckt, und das Jucken wird nachts stärker. Einige Frauen haben einen weißlichen Ausfluss. Manche Scheidenpilz-Infektionen verlaufen auch ganz ohne Symptome. Aber sobald Beschwerden da sind, sollte man den Pilz behandeln.

Wie behandelt man Scheidenpilz?

Mit einem Antipilzmittel (z. B. "Canesten"). Das gibt es vom Frauenarzt oder auch frei verkäuflich in der Apotheke. Wer erstmals oder nur selten an Pilzen leidet, muss meist nur eine Tablette vaginal nehmen. Am besten wirken sie über Nacht. Wer häufig Pilze hat, nimmt drei Tabletten in Kombination mit einer Creme.

Können Scheidenpilze gefährlich werden?

Nein. Sie machen weder unfruchtbar, noch haben sie etwas mit Krebs zu tun. Schwangere sollten den Pilz allerdings beim Arzt behandeln lassen, denn er könnte frühzeitige Wehen auslösen.

Manche Frauen sind häufiger betroffen als andere. Warum?

Wahrscheinlich gehören sie einfach zu einer Risikogruppe. Dazu gehören z. B. Diabetikerinnen oder Frauen, die häufig Antibiotika nehmen müssen. Heute weiß man auch, dass zu viel Intimhygiene Pilze begünstigt.

Wie wäscht man sich richtig?

Mit einem pH-neutralen Mittel und nur einmal täglich. Duschgels, Intimsprays und luftdichte Slipeinlagen besser weglassen. Die trocknen die Schleimhaut der Scheide aus.

Entstehen Pilze bei trockener Scheide leichter?

Ja. Darunter leiden viele Frauen in oder vor den Wechseljahren. Eine neue Therapie bei trockener Scheide ist, sie mit einer speziellen Fettcreme einzucremen.

Ist es sinnvoll, auch den Partner behandeln zu lassen?

Bei Männern sind Genitalpilze selten. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie sich bei der Partnerin anstecken. Wenn sie keine Beschwerden haben, brauchen sie auch keine Behandlung, nur weil ihre Partnerin einen Pilz hat.

Wann sollte eine Frau besser zum Arzt gehen?

Wer häufiger Scheidenpilze hatte und das typische Jucken bekommt, kann ein Mittel aus der Apotheke holen. Wenn der Pilz immer wiederkommt oder nicht weggeht, sollte man den Frauenarzt aufsuchen.

Wie unterscheide ich eine Pilzinfektion von Bakterien?

Eine sogenannte bakterielle Vaginose ruft deutlich geringere Beschwerden hervor. Juckreiz und Brennen sind weniger ausgeprägt als bei der Pilzinfektion, der sogenannten Mykose. Häufig treten Schmerzen nach dem Sex auf. Der Ausfluss ist flüssig, weiß oder gelblich. Charakteristisches Merkmal der bakteriellen Infektion ist der unangenehm fischige Geruch aus der Scheide.

Welche Therapie hilft bei Bakterien?

Nur Antibiotika können gegen bakterielle Vaginose helfen - Antipilzmittel bringen hier nichts. Weil die Abgrenzung zwischen Pilz und Bakterien als Verursacher der Beschwerden nicht immer eindeutig ist, raten Experten von einer Selbstmedikation ab - lieber zum Arzt gehen.

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