"Was war Ihre lustigste Hochzeitspanne?"

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Nicht hinfallen, bitte.

Hochzeit

Die Hamburger Wedding Plannerin Melanie Schmitz hat schon viele Hochzeiten erlebt. Ihre liebsten Hochzeits-Anekdoten.

Was war Ihr lustigstes Hochzeitserlebnis?

Ich habe sehr viele lustige Momente erlebt, die in der Summe dazu beitragen, dass der Job so viel Spaß bringt und ich mir beruflich nichts Besseres mehr vorstellen kann.

Was das Romantischste?

Die Liebeserklärung eines Bräutigams an eine Braut, bzw. deren Liebesgeschichte, die der Pastor bei der Trauung erzählte, wie er (Deutscher) ihr (Chilenin) nach einem Chile-Aufenthalt heimlich hinterher gereist ist, in Chile spanisch gelernt hat, um ihr dann später einen Antrag machen zu können.

Was das Peinlichste?

„Nein“ gesagt hat zwar noch niemand, aber es gab schon so manche Rede, die etwas unangebracht war. Auch hat ein Standesbeamter sich mal ziemlich peinlich verhalten, als er einen Humor an den Tag legte, der wahrlich nicht jedermanns Geschmack getroffen hat...

Was das Traurigste?

Es gab bereits einige Todesfälle. Traurig war beispielsweise, als der Vater einer Braut am Tag der kirchlichen Hochzeit plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Bei einer anderen Hochzeit hatte ein Brautvater am Tag der standesamtlichen Trauung einen Herzanfall, hat sich dann aber bis zur kirchlichen Trauung zwei Wochen später zum Glück wieder erholt.

Und was das für Sie Herausforderndste?

Traurigerweise oftmals genau die dramatischeren Fälle, da diese so unverhofft eintreffen und es wirklich schwierig ist, sich „richtig“ zu verhalten.

Beispiel: Wie verhält man sich, wenn am Tag der Hochzeit der Brautvater verstirbt? Sagt man die Hochzeit ab, oder feiert man trotzdem? Wenn ja, wird im selben Umfang Hochzeit gehalten oder aus Pietätsgründen in „abgespeckter“ Form?

Aber auch weniger tragische Situationen können herausfordernd sein: Oft sind die Paare sehr entscheidungsunfreudig und lassen sich leicht von vielen verschiedenen Seiten beeinflussen. Sie können aus lauter Kompromissbereitschaft gegenüber Freunden, Familie und Bekannten schlichtweg nicht „organisatorisch“ denken, ändern ihre Meinungen ständig - eine große Herausforderung für jeden Hochzeitsplaner.

Multi-Kulturelle Hochzeit:

"Ich war einmal als Übersetzerin (Deutsch-Englisch) bei einer standesamtlichen Trauung dabei. Der Bräutigam war Kanadier, die Braut eine Russin, die aber seit 12 Jahren in Deutschland lebten und deutsch sprachen. Da sonst niemand anwesend war (außer natürlich dem Standesbeamten), war ich auch gleichzeitig Trauzeugin.

Die ganze Trauung war sehr lustig; insbesondere als herauskam, dass sowohl beide Eheleute, als auch der Standesbeamte und ich bereits einmal verheiratet waren. Der Ausspruch "Wir sind geschiedene Leute!" bekam da mal eine völlig passende Bedeutung."

Thriller & Walzer

"Eine andere witzige Idee hat ein Brautpaar von mir Anfang des Jahres umgesetzt:

Zuerst hat das Paar mit einem klassischen Hochzeitswalzer den Tanz eröffnet. Später hat der DJ mitten im Stück abgebrochen und "Thriller" von Michael Jackson gespielt. Das Paar hat dazu eine super-geniale Choreographie aufs Parkett gelegt! Die Gäste haben echt getobt; war sehr gut gemacht! Und danach haben sie wieder zum Walzer umgeschwenkt und die weiteren Gäste zum Tanz aufgefordert!"

Melanie Schmitz

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