Wassergymnastik für Herz- und Kreislauf

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Im Vergleich zum Walking ist der Energieverbrauch bei der Wassergymnastik rund fünfmal so hoch.
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Aquafitness

Stets gesund, gut in Form und keine Probleme mit dem Gewicht. Gäbe es eine Pille, die dazu in der Lage wäre, ein jeder würde sie wohl sofort schlucken. Da es dieses Wundermedikament nicht gibt, ist es also nötig, sich nach Alternativen umzuschauen. Und mit Wassergymnastik gibt es diese heute auch tatsächlich. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland üben - und es sollten noch viel mehr werden. Wassergymnastik ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Der Auftrieb des Wassers sorgt für das angenehme Gefühl der Schwerelosigkeit, das Körpergewicht reduziert sich um bis zu 90 Prozent. Das schont Sehnen und Bänder und ermöglicht auch Übergewichtigen ein optimales Fitnessprogramm.

Außerdem lassen die feuchten Leibesübungen überschüssige Pfunde purzeln. Im Vergleich zum Walking ist der Energieverbrauch bei der Wassergymnastik rund fünfmal so hoch. Denn anders als bei der Bewegung an Land, kommen im Wasser etwa 80 Prozent der rund 650 Muskeln des menschlichen Körpers zum Einsatz. Je nach Krafteinsatz werden bis zu 1000 Kalorien in der Stunde verbraucht.

Von besonderer Bedeutung ist zudem der sogenannte hydrostatische Druck, den das Wasser auf den Körper ausübt. Dieser presst die Gefäße zusammen, so dass mehr Blut zum Herzen geführt wird. Das Schlagvolumen erhöht sich um bis zu 20 Prozent, die Herzfrequenz sinkt, und das hilft dem faustgroßen Muskel, Sauerstoff zu sparen. Der hydrostatische Druck ist darüber hinaus ein effektives Gefäßtraining. Denn die bei der Bewegung vorbeiströmenden Luftblasen und die dabei entstehenden Wirbel fördern die Durchblutung von Haut, Muskeln und Bindegewebe.

Ebenso positiv wirkt sich der Druck auf die Atmung aus. Das Wasser lastet auf Brustkorb und Bauch und erleichtert so das Ausatmen. Das Einatmen hingegen fällt schwerer, denn die Muskeln müssen sich mehr anstrengen, um den Brustkorb zu dehnen. Das kräftigt die Atemhilfsmuskulatur.

Wer sich regelmäßig ins erfrischende Nass begibt und sich ausreichend intensiv bewegt, darf mit vielen positiven Effekten rechnen: verbesserte Sauerstoffaufnahme, niedrigerer Blutdruck, kräftigere Herz- und Skelettmuskulatur, Aktivierung des Energiestoffwechsels, schlagkräftiges Immunsystem, zunehmende Blutversorgung der Muskulatur (Kapillarisierung), niedriger Blutzuckerspiegel, sinkende LDL-Cholesterinwerte.

Wassergymnastik wird in vielen Schwimmbädern und manchen Fitnesscentern angeboten. Die Übungen, mit oder ohne Geräte, sind leicht nachzuvollziehen, da sie den Bewegungen an Land ähneln. Wer lange keinen Sport getrieben hat, sollte sich allerdings vorher von einem Arzt durchchecken lassen. Ideal sind zwei, besser sogar drei Einheiten pro Woche.

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