Weihnachtsshopping: Diese Psycho-Tricks sollen uns zum Kaufen bringen

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Wider zu viel eingekauft? Vielleicht bist du auf die Tricks vieler Kaufhäuser hereingefallen...
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Das macht der Einzelhandel an Weihnachten, damit wir mehr kaufen

Bestimmte Musik, ein besonderer Duft... Die Geschäfte kennen kleine Psycho-Tricks, die uns gerade an Weihnachten dazu bringen, mehr einzukaufen. Wir verraten euch, welche das sind.

Weihnachten ist eine schöne Zeit - allerdings kann uns diese Zeit ganz schnell auch ganz schön arm machen... Wenn uns die Shopping-Lust packt und wir mehr einkaufen, als wir eigentlich wollten, zum Beispiel.

Das Time-Magazine verrät die Psycho-Tricks, die die Geschäfte anwenden, um uns dazu zu bringen, (noch) mehr einzukaufen:


1. Die Musik ist genau gewählt

Wir alle wissen, wie Musik unsere Stimmung beeinflussen kann. Warum sonst gibt es zum Beispiel Filmmusik?

Untersuchungen der American Psychological Association und des European Journal of Scientific Research haben ergeben, dass die richtige Musik auch unser Kaufverhalten beeinflussen kann: Bei entspannter Musik, sind wir eher dazu bereit, mehr Geld auszugeben. Wir sind entspannter, unsere (Geld-)Sorgen kleiner... also kaufen wir gerne ein. Wir halten uns bei entspannter Musik auch viel lieber und damit auch länger in den Geschäften auf. Das bewegt uns auch dazu, mehr einzukaufen.

Klassische Musik bringt uns sogar noch eher dazu, Geld auszugeben. Denn diese feinen Töne werden unterbewusst mit Wohlstand verbunden.

In vielen Geschäften läuft darum zur Weihnachtszeit plötzlich klassische Musik, oder ruhige, entspannte Weihnachtsmusik. Sie halten uns länger in den Geschäften, wecken nostalgische Gefühle und machen uns großzügiger.

2. Bestimmte Düfte beeinflussen unser Kaufverhalten

Im Geschäft riecht es plötzlich nach Lebkuchen? Dann haltet eure Portemonnaies fest!

Genau wie die Musik, sollen saisonale Düfte wie Lebkuchen, Zimt oder Tannenduft unser Wohlbefinden steigern, wodurch wir länger in den Geschäften bleiben und uns weniger Sorgen um unser Geld machen, so die Einzelhandels-Expertin Mari Corella gegenüber dem Time Magazine. In Kombination mit der richtigen Musik ist der Effekt sogar noch größer.

3. Sie machen uns nostalgisch

Weihnachten ist ein Fest der Traditionen und der Nostalgie. Das wissen wir und das wissen die Geschäfte - und sie machen es sich zunutze.

Plötzlich gibt es in vielen Geschäften Dinge im Retro-Style, alte Spielzeuge etc. Auch dieses gute, nostalgische Gefühl weckt bei vielen Kunden den Reiz des Kaufes.

Den Geschäften jetzt einen Vorwurf daraus zu machen, dass sie sich bemühen, dass wir uns bei ihnen wohlfühlen, können wir natürlich nicht wirklich. Eigentlich ist es doch ganz angenehm. Doch Selbstkontrolle ist hier gefragt! Wir sollten auf unsere Geldbeutel achten und wirklich nur das kaufen, was wir wirklich brauchen, damit es kein böses Erwachen beim Blick auf den Kontostand gibt.

4. Kaufe zwei zum Preis von einem - oder auch gleich ein Set!

Rund um die Weihnachtszeit gibt es plötzlich viel mehr Kombinationsangebote im Sinne von "Kaufe zwei zum Preis von einem" oder "10 Produkte für 20 Euro". Kunden greifen hier schneller zu - egal ob sie damit wirklich sparen oder auch nicht.

Viele Geschäfte bieten außerdem pünktlich zu Weihnachten Geschenksets an. Vor allem im Beauty-Bereich, aber auch in anderen Bereichen. Duschgel, Body-Lotion, Luffa-Schwamm im Set, das Ganze auch noch schön verpackt... und würden wir die Produkte einzeln kaufen, wären sie sogar noch 1-2 Euro teurer. So greifen wir eher zum Set - dabei hatten wir ursprünglich gar nicht vor, in diesem Geschäft mehr als ein einziges Produkt für viel weniger Geld zu kaufen.

5. Die Zahl 9

Diesen Trick kann man nicht nur zu Weihnachten beobachten: Die meisten Produkte kosten nicht 20 Euro oder 40 Euro, sondern 19,99 Euro oder 39,99 Euro.

Warum? Das macht doch nur 1 Cent Unterschied.

Stimmt! Aber die Preise sehen gleich viel niedriger aus als die runden Beträge. Das wissen wir und das wissen wir auch schon lange. Trotzdem zeigen viele Studien, dass wir immer noch darauf "hereinfallen".

6. Die günstigen Sachen musst du erst suchen

Die schönen, teuren Markenprodukte werden von den Einzelhändlern meistens auf Augenhöhe in den Regalen verteilt, so dass wir sie sofort sehen.

Die günstigen Produkte stehen für gewöhnlich ganz oben oder ganz unten.

Übrigens: Bei Produkten für Kindern sind die teuren Produkte eher auf Augenhöhe der Kinder, sagt Corella.

7. Sie senken die Preise - nachdem sie sie vorher angehoben hatten

Ist das schön, wenn wir ein richtiges Schnäppchen gemacht haben! Nur leider, werden wir da zu Weihnachten oft getäuscht.

Viele Geschäfte und Online-Shops heben kurz vor der Weihnachtszeit ihre Preise an - um sie dann zu Weihnachten wieder auf das normale Niveau zu senken. Und schon denken wir, wir hätten einen richtig guten Deal gemacht! Dabei haben wir den normalen Preis bezahlt.

8. Dieser Luxus!

Viele Geschäfte bieten pünktlich zu Weihnachten Luxus-Artikel an, von denen wir nur träumen können. Und die mit ihren hohen Preisen die normalen Produkte gleich viel günstiger wirken lassen... und so greifen wir wieder eher bei den üblichen Produkten zu.

9. Die Sonderangebote sind gut versteckt

Die Regale oder Wühltische mit den Sale-Produkten sind in den Geschäften oft gut versteckt: ganz hinten. So muss der Käufer erst an all den schönen neuen Produkten vorbei, bis er zu den günstigen Produkten kommt.

Zusätzlich sind die Regale mit den Sonderangeboten oft verwirrend aufgebaut und ziemlich unordentlich. Die regale mit den neuen Produkten werden regelmäßig aufgeräumt, die Sale-Produkte nicht. So sprechen die neuen Produkte die Kunden eher an.

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