Roll-on, Spray oder Stick ...Welcher Deo Typ bin ich?

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Über steigende Temperaturen freut sich nur, wer ein verlässliches Deo hat ... Hier unsere erfrischenden Tipps & Tatsachen rund ums Thema Schwitzen.
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Vielschwitzer brauchen ein Antitranspirant, Müffler eher ein Deo

Schwitzen ist lebensnotwendig. Aber wenn die körpereigene Klimaanlage mal wieder auf "Wasser marsch!" schaltet, braucht man schlaue Helfer. Hier: Antitranspirant, Deo & Co. im Leistungs-Check.

Unsere normale Körpertemparatur liegt zwischen 35,8 und 37,2 Grad. Reguliert wird sie unter anderem durch den Stoffwechsel. Damit zum Beispiel bei Anstrengung überproduzierte Wärme nicht zu einem Hitzschlag führt, kühlen uns kleine Schweißperlen ab, indem sie auf unserer Haut verdunsten. Das alles läuft über die ca. 2 bis 3 Millionen Schweißdrüsen ab, die jeder von uns hat. (Die Anzahl ist umso größer, je näher ein Mensch am Äquator wohnt.) In der Hand, auf der Fußsohle und in den Achselhöhlen sitzen pro Quadratzentimeter etwa 400 dieser kleinen Drüsen, am Nacken oder Rücken hingegen nur 55. Wenn wir uns nicht großartig bewegen, verlieren wir täglich bis zu einen halben Liter Schweiß. Beim Sport oder bei extremer Hitze aber bis zu fünf Liter - deshalb auf keinen Fall das Trinken vergessen! Schweiß selbst ist geruchsneutral. Unangenehm wird es erst, wenn Hautbakterien mit im Spiel sind. Doch dagegen gibt's Helfer!

Was die vielen unterschiedlichen Deodorants können: Die klassischen neutralisieren bzw. überdecken mit ihrem Duft unangenehme Gerüche und wirken dank Alkohol auch antibakteriell. Einige Deohersteller verzichten jedoch eher auf Alkohol und setzen stattdessen auf milde Essenzen, wie z. B. Seerosen-Extrakt. Sogenannte Antitranspirante bieten sicheren Schutz vor Körpergeruch und Achselnässe, indem sie die Schweißproduktion regulieren. Die in diesen Deos enthaltenen Aluminiumsalze legen sich über die Drüsenausgänge, verengen sie und hemmen den Schweiß. Ähnlich funktionieren auch Deo-Kristalle, die mit Wasser angelöst werden. Die Wirkungsweise ist für den Körper völlig unbedenklich, weil Antitranspirante die Schweißproduktion nicht unterbinden, sondern nur reduzieren. Und da sich nur ca. 0,1 Prozent der Schweißdrüsen unter den Achseln befindet, stehen dem Körper an anderen Stellen noch genügend "Experten" zur Regulierung der Temperatur zur Verfügung.

Wer empfindliche Haut hat, sollte auf Deos mit Alkohol verzichten und auf pflegende Inhaltsstoffe wie Baumwollblüten-Extrakt achten. Generell wichtig: um Bakterien den Nährboden zu entziehen, Achseln besser enthaaren, aber vorsichtig! Bei der täglichen Rasur kommen immerhin bis zu 20 Prozent Hautoberfläche mit runter. Tipp: Unter der Dusche macht warmes Wasser die Haare weicher, die Rasur glatter. Und Vorsicht bei Billigrasierern: je größer der Klingenabstand, desto mehr Haut wird bei der Rasur mitentfernt.

Deo-Wissen: Die 5 besten Tipps gegens Schwitzen

1. Deo nicht erst auftragen, wenn man bereits schwitzt. Bei Antitranspiranten kann es sogar sein, dass die Aluminiumsalze dann nicht auf der Schweißdrüse haften und kaum wirken. Besser: bereits abends benutzen.

2. Sport oder regelmäßige Saunagänge trainieren das natürliche Kühlsystem des Körpers - die Schweißproduktion im Ruhezustand nimmt ab.

3. Statt Alkohol, Kaffee und schwerer Kost lieber mal zu Obst und Salbeitee (schweißhemmend) greifen.

4. Locker sitzende Kleidung aus Naturfasern lässt im Gegensatz zu Synthetik Luft an den Körper und verhindert so, dass Bakterien anfangen zu miefen.

5. Wer übermäßig viel schwitzt, sollte sich vom Dermatologen ein höher konzentriertes Antitranspirant verschreiben und in der Apotheke anmischen lassen.

Deo ist nicht gleich Deo. Heute haben wir die Wahl zwischen aluminiumfrei und aluminiumhaltig. Was es damit auf sich hat, erfährst Du hier.

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