Welt Aids Tag: Eine Zukunft ohne Diskriminierung

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Zeig Schleife!

AIDS. Was geht in Ihnen vor, wenn Sie dieses Wort hören? Kommen Gefühle wie Furcht oder Berührungsängste in Ihnen auf? AIDS-erkrankt zu sein erscheint für uns im ersten Moment endgültig, wie ein Todesurteil. Kontakt mit AIDS-Kranken zu haben, ist oft aus Sorge vor einer Ansteckung mit Ablehnung und Ausgrenzung geprägt. Am ersten Advent 2013 ist Welt Aids Tag und wir möchten zeigen, dass eine Scheu vor Kontakt mit AIDS-Kranken und HIV-Infizierten unnötig ist. Zeigen auch Sie Solidarität und stellen sich gegen jegliche Form der Diskriminierung und gesellschaftlichen Stigmatisierung im Alltag.

Die Bedeutung des Welt Aids Tag

Überall auf der Welt wird an diesem Tag die allgemeine Bevölkerung und auch die Politik auf das Thema AIDS und den HIV-Virus aufmerksam gemacht. Internationale Organisationen bzw. Marken und ihre Botschafter rufen dazu auf aktiv mitzuwirken und Solidarität für HIV-Infizierte, AIDS-Kranke und deren Angehörige zu zeigen. Ob mit der AIDS-Schleife, als Botschafter oder durch die Unterstützung von Projekten. Denn es ist wichtig zu erinnern, dass die Pandemie nach wie vor besteht.

Erstmals wurde der Welt Aids Tag 1988 von der WHO ausgerufen. Seit 1996 richtet die Organisation der Vereinten Nationen gegen AIDS - UNAIDS - diesen Tag aus. Jeder Welt Aids Tag wird seit seiner Gründung mit einem besonderen Motto versehen. Der diesjährige Gedenktag steht unter dem Motto "Zero Discrimination" ("Keine Diskriminierung").

Dafür konnte UNAIDS die Friedensnobelpreisträgerin und Politikerin Daw Aung San Suu Kyi als Botschafterin gegen die Diskriminierung von AIDS-Kranken und HIV-Infizierten gewinnen. Sie setzt sich in ihrem Heimatland Myanmar seit den 80er Jahren für eine gewaltlose Demokratisierung ein.

AIDS & HIV - die Fakten

Was ist AIDS bzw. HIV?

AIDS

AIDS steht für ein "erworbenes Immundefektsyndrom" (dt.), das durch den HIV-Virus ausgelöst wird. Dieses Syndrom kombiniert spezifische Symptome, die bei der Zerstörung des menschlichen Immunsystems auftreten. Es kommt zu lebensbedrohlichen Infektionen und Tumoren. AIDS kann durch Medikamente behandelt, jedoch nicht geheilt werden.

HIV

HIV oder auch das Humane Immundefizienz-Virus genannt, ist ein Virus, der unbehandelt zur AIDS-Erkrankung führt. Das Tückische an diesem Virus ist, dass er über einen unterschiedlich langen Zeitraum völlig symptomfrei im Körper existieren kann. Auch die Infektion ist medikamentös behandelbar.

Vorurteile im Alltag und was wirklich dahinter steckt

Wenn Sie in den Kontakt mit HIV-Infizierten oder AIDS-Kranken beruflich oder privat kommen, schrecken Sie nicht sofort zurück. Dazu besteht kein Grund. Generell sind HIV-positive Menschen im alltäglichen Umgang keine Infektionsgefahr für andere.

Bei den meisten HIV-Infizierten, die mit Medikamenten behandelt werden, ist die Viruslast (Hiermit wird die Menge des Virus im Blut beschrieben) sogar unter die Nachweisgrenze von 50 - 20 Kopien pro Milliliter gedrückt.

Hände schütteln, umarmen, küssen, vom gleichen Teller oder Besteck essen, aus dem gleichen Becher trinken - all das sind keine Infektionsquellen.

1. Vorurteil: "Das sind alles Schwule oder Junkies."

Diese Denke ist leider noch immer weit verbreitet. Doch wichtig ist zu wissen, dass sich AIDS durch alle Schichten und auch unter Heterosexuellen weiter verbreitet.

2. Vorurteil: Häufig wechselnde Sexualpartner

Auch hier brauchen wir nicht mit den Fingern auf die homosexuelle Szene zu zeigen. Denn wie gesagt, auch bei den Heterosexuellen verbreitet sich das Virus durch vielerlei Gründe.

3. Vorurteil: "Selber schuld"

Sie sind selber schuld, weil sie nicht aufgepasst oder zu viele Sexualpartner haben, etc..

Es gibt jedoch auch Situationen, z.B. durch Unfälle und Bluttransfusionen, für die man nichts kann und bei denen man sich ansteckt. Oder Verhältnisse in einer Partnerschaft, die nicht aufgeklärt sind. Oder, oder, oder...

Sich hinzustellen und zu sagen "selber schuld" ist zu einfach.

4. Vorurteil: "HIV-Infizierte bzw. AIDS-Kranke sind einfach."

Sie haben keine Bildung und sind arm. Dieses Vorurteil ist definitiv hinfällig. HIV/AIDS zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten, egal ob einfach oder intellektuell, egal ob arm oder reich.

Es ist daher wichtig zu erkennen, dass Aufklärung und der aktive Schutz durch Kondome beim Geschlechtsverkehr und saubere Nadeln bei Impfungen, Bluttransfusionen und Drogengebrauch die einzige Möglichkeit gegen eine Ansteckung sind. Natürlich gibt es Therapien gegen AIDS. Aber die Medikamente haben starke Nebenwirkungen. Schädigen vorzugsweise die Niere bzw. Leber. Und gerade deswegen sollten Sie sich präventiv schützen!

Die Ziele der UNAIDS-Organisation im Kampf um AIDS & HIV bis 2015

* Die sexuelle Übertragung des HIV-Virus soll sich bis 2015 um 50% verringern.

* Die Übertragung von HIV soll sich bis 2015 unter drogenabhängigen Menschen um 50 % verringern.

* Bis 2015 soll es keine Neuinfektionen von HIV bei Kindern geben.

* 15 Millionen AIDS-erkrankte Menschen sollen bis 2015 Zugang zu lebensrettenden Therapienformen wie Medikamente bekommen.

* Die Tuberkulose-Sterberate von HIV-Infizierten soll bis 2015 um 50 % reduziert werden.

* Bis 2015 sollen finanzielle Ressourcen (22-24 Milliarden US-Dollar) als Unterstützung vor allem in die Entwicklungs- und Schwellenländer fließen, wo die Infektionsrate am höchsten ist.

* Bis 2015 sollen Geschlechter-Ungleichheiten und der Missbrauch von Frauen abgeschafft und Mädchen und Frauen darüber aufgeklärt werden, wie Sie eine Ansteckung mit HIV verhindern können.

* Im Jahr 2015 soll es weltweit keine gesellschaftliche und gesetzliche Stigmatisierung und Diskriminierung von HIV-Infizierten und AIDS-Kranken mehr geben.

* Auch die Reise-, Einwanderungs- und Aufenthaltsbedingungen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke sollen bis 2015 aufgehoben werden.

* In den kommenden zwei Jahren möchte die UNAIDS-Organisation die Integration von HIV-Infizierten und AIDS-Kranken verstärken.

Bono und das (PRODUCT) RED Apple Projekt

Bono - Sänger und Frontmann der Band U2 - nutzt seine internationale Bekanntheit und engagiert sich seit Jahrzehnten politisch und sozial. Eines seiner Hauptanliegen ist dabei die Bekämpfung von AIDS in Afrika.

Für den diesjährigen Welt Aids Tag tritt Bono als Botschafter für die (PRODUCT) RED Apple Produkte auf.

Die RED Apple Produkte

Der Global Fund RED kooperiert u.a. mit der Marke Apple, um für eine Generation ohne Aids bis 2015 zu kämpfen. Das Mittel zum Zweck: Merchandise Produkte. Im Falle Apple kommen die Produkte iPod shuffle, iPod nano, iPod touch, iPad Smart Cover, iPad Smart Case, iPhone 4s Bumper, iPhone 5s Case im typischen Rot daher.

Ein Teil des Verkauferlöses dieser Produkte geht an der Global Fund, der damit AIDS-Hilfsprogramme in Afrika unterstützt.

Seit der Einführung hat RED bestehend aus Marken wie SAP, Coca Cola, Starbucks, beats by dr. dre und Apple über 215 Millionen US-Dollar einnehmen können. Davon übergab letztere Marke allein 65 Millionen US-Dollar im Kampf gegen Aids an den Global Fund.

Bono dankte dem Unternehmen Apple auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für sein Engagement.

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