MilbenWenn den Hund dank Milben Juckreiz plagt

Wenn der Hund unter Juckreiz leidet
Kratzt der Hund sich unaufhörlich, leiden Frauchen und Herrchen mit.
Foto: iStock // yellowsarah
Inhalt
  1. Können Tiermilben dem Menschen schaden?
  2. Wie niesten sich Milben ein?
  3. Wo befinden sich Milben für gewöhnlich?
  4. Was ist bei einem Befall des Hundes mit Milben zu tun?

Die Tierfreunde unter uns kennen das Geräusch nur zu gut, wenn sich der Hund unaufhörlich kratzt und mit der Pfote stakkatohaft auf den Boden klopft. Schuld daran sind meistens Flöhe, Zecken oder anderes lästiges Ungeziefer, wie z.B. Milben. Allerdings kann aktuer oder saisonaler Juckreiz auch noch ganz andere Ursachen haben. Um herauszufinden, was wirklich dahinter steckt, ist ein Tierarzt besuch ratsam.

Können Tiermilben dem Menschen schaden?

Der Milbenbefall beim Hund kann auch für den Menschen unangenehme Folgen haben. Tiermilben können sich nämlich kurzfristig beim Menschen ansiedeln und eine Pseudokrätze verursachen, bevor sie schließlich absterben, weil sie sich auf menschlicher Haut nicht weiterentwicklen können. Zwar ist beim Menschen keine Behandlung nötig, da die Beschwerden in wenigen Tagen abklingen, ABER, wenn der Wirt, also der Hund, nicht behandelt wird, kann es zu wiederholten Ansteckungen kommen.

Wie niesten sich Milben ein?

Das Milbenweibchen setzt sich auf die Haut und befällt dort mit Vorliebe Stellen, die nur dünn behaart sind, wie Kopf, Nacken und Ohrmuschel. An diesen Stellen gräbt die Milbe ca. 1 cm lange Gänge in die Epidermis und injeziiert ihren Speichel, wodurch der innere Zellverband aufgelöst wird und die Milbe Zugang zu ihrer Nahrung (Zytoplasma) bekommt.

In jedem Fall ist eine frühzeitige Behandlung von Juckreiz bei Hunden sehr wichtig, weil dadurch Folgeerkrankungen, wie z.B. Hautinfektionen, vermieden werden können. Deshalb verabreicht der Tierarzt oftmals zuerst ein schnellwirksames aber kortisonfreies Mittel (z.B. Apoquel). Diese Mittel haben den großen Vorteil, dass der Juckreiz gehemmt wird, eine genaue Diagnose des Problems aber noch immer möglich ist.

Die Ansteckung erfolgt über den bloßen Kontakt, weshalb eine Infektion immer hochgradig ansteckend ist.

Wo befinden sich Milben für gewöhnlich?

Milben siedeln sich hauptsächlich an den folgenden Körperstellen an:

  • Fingerzwischenräume, Handgelenke
  • Armbeugen
  • Gesäß
  • Haut um den Bauchnabel
  • Brustwarzenbereich
  • Genitalbereich
  • teilweise an den Handflächen und Fußsohlen sowie Gesicht und Kopf (Babys und Kleinkinder)

Was ist bei einem Befall des Hundes mit Milben zu tun?

Eine frühzeitige Behandlung von Juckreiz bei Hunden durch Milben ist sehr wichtig, um Folgeerkrankungen, wie z.B. Hautinfektionen, zu verhindern. Daher behandelt der Tierarzt oftmals immer erst mit einem schnellwirksamen aber kortisonfreien Mittel (z.B. Apoquel). Diese Mittel haben den Vorteil, dass der Juckreiz zwar gehemmt wird, eine genaue Diagnose aber noch immer möglich ist.

Außerdem wichtig: Alles gründlich waschen bzw. einfrieren!

Kleidung, Handtücher und Bettwäsche sollten gewechselt werden und bei 60 Grad gewaschen werden. Textilien, die mit dem Tier in Berührung gekommen sind, können luftdicht in einen geschlossenen Behälter gesteckt werden und dort mindestens 14 Tage aufbewahrt werden bis die Milben verhungert und abgestroben sind. Plüschtiere und anderes Spielzeug wandern für 24 Stunden in das Gefrierfach. Danach ist Schluss mit Milben.