Wenn die Haut älter wird: So schminken Sie sich richtig

hausmittel gegen falten
Mit der Zeit ändert sich auch das Makeup
Foto: Istock

Fast jede Frau bemerkt irgendwann bei sich, dass sich die Haut verändert, weicher wird, zu knittern beginnt. Falten sind kein Problem - mit der richtigen Schmink-Technik sowieso nicht. Denn je älter die Haut, desto schwieriger wird es das Make-up aufzutragen. Zeit, die Schmink-Routine zu überdenken. Wir zeigen, wie Sie sich auch im Alter richtig schminken.

TEINT

Falsch: Schade, ein Elfenbeinton, der mit 20 wunderschön war, lässt uns mit 40+ plötzlich wie ein Geist aussehen. Und unser Make-up mit starker Deckkraft setzt sich genau wie Puder in den Fältchen ab und zeichnet sie auch noch nach - besonders unter den Augen.

Richtig: Eine andere Foundation muss her, leicht, flüssig, mit geringem Puderanteil: Anti-Aging-Make-up! Das liegt geschmeidiger auf der Haut. Und bitte in einer etwas dunkleren Nuance, schon erwacht die Haut wieder zum Leben. Gut ist es, wenn das Make-up einen gelblicheren Ton hat, mit weniger Pinkanteil. Das wirkt Rötungen von plötzlich auftretender Couperose entgegen. Puder wird in die hinterste Ecke verbannt. Nur die wirklich glänzenden Stellen in der T-Zone werden mattiert. Ein toller Frischmacher ist Rouge. Das Geheimnis: Es soll aussehen, als wäre es gar nicht da.

AUGENBRAUEN

Falsch: Verflixt, am Kinn wachsen Härchen, in den Brauen fallen sie aus oder werden grau. Doch spärliche Brauen darf man nicht sich selbst überlassen. Doch was tun - das dunkelbraune Puder, das früher die Form so wunderbar betont hat, funktioniert nicht bei Lücken, wirkt zu künstlich. Zu helle Brauen wiederum lassen die Augen konturlos aussehen.

Richtig: Bei der bewährten Technik mit Pinsel und Brauenpuder kann man bleiben, es sieht aber besser aus, wenn die Farbe einen Ton heller ist als die Haarfarbe. Kleine Lücken füllt man mit einem speziellen Augenbrauenstift auf. Dieser Stift ist härter als ein Kajal und zeichnet wirklich hauchfeine Striche, wenn er gut gespitzt ist.

LIPPEN

Falsch: Früher haben wir die Lippen ja ruck, zuck direkt mit dem Stift angemalt. Nur neigt man dazu, damit zu viel Farbe aufzutragen. Die läuft uns heute weg, über die Kontur hinaus in die Fältchen - nichts macht älter! Außer dunklen und matten Farben, die den Mund hart und schmal aussehen lassen, und Orangetönen - durch die wirken Zähne, die ja leicht nachdunkeln, gelber und grauer.

Richtig: Ein Lipliner ist schon mal eine gute Maßnahme, um das Ausbluten zu verhindern. Er sollte sich aber unsichtbar machen, im Zweifelsfall benutzt man einen farblosen. Dann mit dem Pinsel einen kleinen Klecks Lippenstift auf die Lippenmitte setzen und zu den Mundwinkeln hin verteilen. Nun noch etwas Gloss drauf, denn nichts zaubert mehr Lippenvolumen. Der Ton ist richtig, wenn er 2 Nuancen dunkler ist als die natürliche Lippenfarbe - rosiges Rot, Peach, Rosenholz sind super.

AUGEN

Falsch: Es ist wie verhext: Kaum kommt man in das Alter, in dem man wirklich Concealer braucht, da beginnt der, sich in den Falten abzusetzen. SmokeyEyes - einst sexy und geheimnisvoll - lassen uns heute übernächtigt aussehen, Glitzerlidschatten entlarvt knitterige Lider besonders schnell.

Richtig: Decken Sie nur die dunklen Schatten auf der inneren Hälfte der Unterlider ab. Man kann den Abdeckstift auch ganz weglassen und etwas Highlighter mit dem Stift auftragen, das macht den Blick wach. Statt dunklem Lidschatten verteilt man eine helle Farbe auf dem beweglichen Lid und ein mittleres Taupe in der Lidfalte. Das lässt Schlupflider weniger auffallen, macht die Augen größer. Dann lernt man schnell noch, mit der Wimpernzange umzugehen. Das ist der beste Weg, die Wimpern länger aussehen zu lassen und den Blick zu öffnen. Außerdem ist Volumen-Mascara jetzt unser bester Freund. Nur oben tuschen, dafür aber gern dreimal.

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