Wenn eine Massage zum Horror-Erlebnis wird

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Diese Massage lief alles andere als entspannend aus!
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Worauf man bei der nächsten Massage doppelt achtet

Sie ist hochschwanger und möchte sich eine Auszeit gönnen. Was eignet sich besser, als eine Massage? Die entpuppt sich allerdings als traumatisches Erlebnis.

Schwangere Frauen haben es nicht einfach. Denn neben der Freude über das Mutterglück bringt eine Schwangerschaft eine Vielzahl von Unannehmlichkeiten mit sich, die man zwar gerne in Kauf nimmt, die aber auch ganz schön anstrengend werden können. So ergeht es Pamela Ribon. Sie ist hochschwanger und möchte sich eine Auszeit gönnen. Was eignet sich dazu besser, als eine ausgiebige Massage? Die entpuppt sich allerdings als traumatisches Horror-Erlebnis, von dem sie auf scarymommy.com berichtet.

Nachdem ihre Haushälterin ihr bereits mit den Worten „Dein Baby stiehlt dir deine ganze Schönheit“ ganz dezent vermittelt hatte, mal wieder etwas für sich selbst zu tun, ging Pamela dem Rat endlich nach. Innerhalb einer Woche hatte sie mit einer Erkältung, der Einschläferung ihrer geliebten Katze und der Nachricht, nun auch noch an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt zu sein zu kämpfen. Entspannung hatte Pamela also mehr als nötig.

Halbnackt in einem Bademantel zwischen unzähligen anderen Gästen auf eine Massage zu warten, um diese dann als Fließbandarbeit mit den Klängen der stöhnenden anderen Patienten im Hintergrund in einem ungetrennten Raum zu genießen, ist vielleicht nicht die beste Definition für Entspannung- aber besser als nichts!

Das denkt sich auch Pamela, als sie sich qualvoll auf die Massagebank hievt, um endlich Ruhe zu finden und sich unter eine nasse Decke zu legen. Wieso ist sie nass? Hatte sie vergessen, sich nach dem Duschen richtig abzutrocknen? Die Dusche liegt bereits 15 Minuten zurück, das kann also nicht der Grund sein. Wo auch immer der feuchte Film auf ihrem Hinterteil kommen mag – egal, Pamela ist schließlich zum Entspannen hier. Sie wischt sich trocken und fasst in eine Art Gel. Das könnte eine Erklärung sein, sicher hatte sie sich im dunklen Raum einfach in die Massagelotion gelegt! Das wird es sein, denkt Pamela beruhigt und riecht an ihren Fingern. In ihre Nase dringt weder der Duft nach Seife, noch nach ätherischen Ölen. Pamela riecht Sperma. Die gelartige Masse riecht eindeutig nach Sperma.

Was geht in so einem Moment in seinem Kopf vor, wenn man realisiert, dass man in einem dunklen Raum voller fremdem Sperma liegt und als hochschwangere für jede Bewegung etwa dreimal so lange braucht, wie jeder andere Mensch? Pamelas Gedanken lassen sich in drei Schritte gliedern.

  • Unverständnis: „Nein, das kann gerade einfach nicht passieren.“
  • Realisation: „Es ist passiert. Versuch nicht auszuflippen, aber du bist umgeben von unbekanntem Sperma.“
  • Verdrängung: „Nein, nein. Das kann nicht sein. Nein, vielleicht sollten wir uns einfach zurücklehnen und einschlafen. Vielleicht schlafen wir schon und das ist alles nur ein Traum!“
  • Weiter kommt Pamela leider nicht, denn in diesem Moment wird ihr innerer Monolog vom Masseur unterbrochen, der seine hochschwangere Kundin nackt, mit riesigen Brüsten und einem noch größeren Bauch auf den Knien sitzend mustert. Doch selbst umgeben von glibberigem Sperma bleibt Pamela höflich. „Em, da ist etwas auf dem Bett hier und ich… es ist nicht… naja, ich glaube es ist … von einem Mann. Riechen Sie nicht dran.“

    Wie kann sie in so einem Moment noch nett sein? Das kann Pamela sich selbst nicht erklären. Eventuell war sie zu sehr damit beschäftigt, sich mit der Decke zu verhüllen um dann zu realisieren, dass diese und damit nun auch ihr gesamter Körper vollkommen mit Sperma verschmiert ist. Wundervoll! Kann es noch schlimmer kommen? Pamela beweist: Ja, es kann.

    Denn als sie sich gerade nackt auf dem Weg zum Waschraum macht, kommt ihr ein Gedanke. „Warte, was ist wenn deine Fruchtblase geplatzt ist? Wenn das alles ist? Oder du selbst einfach einen nassen Fleck hinterlassen hast? Oder das einfach ein anderer verwunderlicher Teil der Schwangerschaft ist?“

    Und als sie diese Vermutung gerade nachprüfen will, fliegt bereits eine andere Überlegung durch den Kopf: „STOP! FASS DICH NICHT AN. DEIN MANN IST NICHT IN DER STADT UND WÄHREND DU GERADE NICHT NOCH EINMAL SCHWANGER WERDEN KANNST WILLST DU WIRKLICH DEN FINGER IN DICH STECKEN MIT DEM GEDANKEN WAS DU GERADE ANGEFASST HAST?“

    So geht sie, äußerlich noch immer komplett ruhig. Hände waschen, Freundin suchen, Chef benachrichtigen, neue Massage bekommen. Doch noch bevor sie auf dem diesmal sauberen Handtuch entspannen kann, kommt schon die nächste Sorge:

    „Okay, ich kann nicht schwanger werden, aber kann ich Syphilis bekommen? Hepatitis?“ Und genau in diesem Moment erinnert Pamela sich an eine Tatsache, die ihre Situation noch furchtbarer macht, als sie ohnehin schon ist. Sie hat Diabetes. Sie hat Blut getestet. An genau dem Finger, mit dem sie in das Sperma gefasst hat. Was ist, wenn sie nun Aids hat? Ohne jeglichen Körperkontakt? Sie wäre ein Wunder.

    Und mit all diesen Gedanken, nachdem sie sich in fremden Sperma gewälzt und eine unangenehme Entschädigungsmassage erhalten hat, bleibt Pamela äußerlich immer noch eins: vollkommen ruhig. Sie wendet sich an die Rezeption, sie schreibt ihre Stellungnahme, liest die Beschreibung des Mitarbeiters („Männlicher Kunde ejakulierte vor schwangerer Frau überallhin und sie hat es an ihrem ganzen Körper.“) und atmet einmal tief durch. Sie ruft ihren Arzt an. Erntet Lachen. Wird informiert, dass Krankheiten ohnehin erst in ein paar Monaten sichtbar werden würden. Sie ruft ihre Freundin an. Erntet Lachen.

    Pamela bleibt ruhig. Alles was sie an diesem Tag wollte, war Entspannung. Doch was Pamela wirklich von der Massage mitnahm, war eine Lebenslektion: "Das Leben ist eklig. Habe immer eine Taschenlampe bei dir."

    Bevor die nächste Massage auch zum Horror-Erlebnis wird, sollte man die Liege besonders gut unter die Lupe nehmen!

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