Wenn Pupsi in Schatzi verliebt ist

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Wie nennen Sie Ihren Liebling? Hasenpfötchen?
Foto: Yuri Arcurs, fotolia

Liebe

Die Hälfte aller Deutschen findet: Kosenamen sind Ausdruck tiefer Liebe. Ein Plädoyer von Kolumnistin Susanne Schulz für Mausi und Co.

Nennt Ihr Mann Sie öfter "Liebling"? Und rufen Sie ihn zärtlich "Schatz"? Dann sollten Sie zumindest in der Öffentlichkeit aufpassen,dass sich niemand anderes umdreht. Denn einer Umfrage zufolge (TNS−Emnid) sind "Schatz", "Liebling" und "Darling" die absoluten Kosenamen-Favoriten der Deutschen.

Immerhin jede und jeder Zweite wird so genannt. Wenn Ihr Mann Ihnen beim Einkauf im Supermarkt zuruft: "Liebling, wo stehen denn die Konserven?", kann es also durchaus sein, dass eine fremde Frau ihm antwortet: "Dritte Reihe links, Schatzi." Jetzt wissen Sie, dass es in so einem Fall gar keinen Grund zur Eifersucht gibt.

Hoch im Kurs stehen außerdem Namen aus dem Tierreich: Jeder sechste Deutsche spricht seine bessere Hälfte mit "Mausi" oder "Bärchen" an. Und auch ausgeprägte Wesenszüge spiegeln sich häufig in Kosenamen wider. Da avanciert ein Herbert gern mal zu "meinem Helden" oder aus einer Gisela wird "meine Schöne".

Sind Kosenamen in Tierform angebracht?

Klingt ja auch viel romantischer und ist zugleich Ausdruck der gegenseitigen Zuneigung. Und die ist bei 17 Prozent der Deutschen so groß, dass sie sich sogar ausschließlich mit ihren Kosenamen ansprechen.

Genauso vielen ist es allerdings peinlich, in der Öffentlichkeit mit "Bärchen", "Zuckermaus" & Co. betitelt zu werden. Sie benutzen die Kosenamen lieber nur in den eigenen vier Wänden.

Und eine absolute Minderheit von zwei Prozent lehnt es selbst dort kategorisch ab: Sie finden Kosenamen schlichtweg affig und respektlos. Zugegeben, Bezeichnungen wie "Dicker" oder "Püppi" sind wenig schmeichelhaft − und deshalb auch eher selten.

Ansonsten gilt jedoch: Die verbalen Liebkosungen bringen ein wenig Romantik in den Beziehungsalltag − und können kleine Wunder bewirken! Probieren Sie es aus: z. B. mit einem "Schatzi, bist du so lieb und bringst den Müll raus?" anstelle eines "Herbert, bring endlich mal den Müll runter!" ...

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