"Wer bin ich?" Wie du dich selbst besser kennenlernst

sich selbst kennenlernen
Foto: Stefano Tinti / iStock

"Wer bin ich? Kann es sein, dass die anderen mich ganz anders sehen, als ich mich selbst? Gibt es deshalb so viele Missverständnisse?" Erfahre, wie du dich selbst besser kennenlernst.

Seit etlichen Jahren halten wir es jetzt schon mit uns selbst aus. Mal läuft es besser, mal ist die Beziehung kompliziert!

In jedem Fall sollte man meinen, dass wir uns kennen wie unsere Westentasche, jeden Wutausbruch, jede Träne, jedes Lachen, jede unbedachte Aktion bereits lange im Voraus wissen. Uns nie kopfschüttelnd selber beobachten müssen, weil wir schon wieder unseren alten Fehler wiederholt haben und nie daran zweifeln, was wir gut können und wo wir vielleicht noch Ausbaureserven haben. Wir müssten längst unsere Ängste verstehen, um nicht aus ihnen heraus immer wieder zu scheitern oder zu resignieren.

Und wir sollten bei einer so langen Zeit des Zusammenlebens mit uns selbst, genau wissen, welche Menschen zu uns passen, welche Rolle wir in einer Gruppe gerne einnehmen und wie wir mit Anderen interagieren.

Und vorallem sollten wir gut zu uns sein, und uns wohlwollend betrachten, so wie wir das ja auch bei den Menschen tun, die uns am Herzen liegen.

Aber machen wir’s?

Vermutlich eher nicht, oder? Im Zusammenleben mit uns selbst gilt manches Mal die Maxime: "Nah und doch so fern!"

Wir nehmen uns für alles Zeit, aber am stiefmütterlichsten gehen wir mit der Zeit für uns selbst um. Zeit die so wichtig wäre, damit wir uns kennenlernen könnten.

Der Grad der Zufriedenheit in unserem Leben würde nämlich steigen, wenn wir aufhörten im Außen nach Glück oder einem Eingebettet sein zu suchen, das wir eigentlich nur in uns selbst, in der Einheit mit uns selbst finden können.

Die Selbstführungskraft

Alles entsteht aus dieser Kraft mit uns selbst eins zu sein: Selbstbewusstsein, Sicherheit, gute Entscheidungen, Gelassenheit, Zufriedenheit, Mut, Liebe und Glück! Dann, wenn wir aufhören uns durch unser Leben treiben zu lassen und stattdessen aktiv damit beginnen es verstehen und mitgestalten zu wollen, werden wir in eine gute Verantwortung uns selbst gegenüber kommen. Wir werden zur Selbstführungskraft in unserem Leben.

Das Geheimnis unseres Wesens ist irgendwo in unserem Inneren versteckt. Es nährt sich aus kindlichen Erinnerung, Prägungen, Enttäuschungen, Bildern aus unserer Jugend, mit denen wir Dinge verknüpfen, es birgt alte Erfahrungen und Verletzungen in sich, ein paar Zufälle und auch einige alte Muster unserer Eltern und der Generationen davor. Es greift auf einen unfassbar reichen Fundus alter Gefühle, neuer Ziele, alter Lieben und neuer Hoffnungen zurück.

Vom Häuten der Zwiebel

Wenn wir es schaffen, diese (Ge)Schichten wie die Häute einer Zwiebel, Stück für Stück abzuziehen und zur Seite zu legen, dringen wir zum Kern vor und werden es in Zukunft auch schaffen, aus der Mitte, aus dem Kern heraus, unsere Entscheidungen zu treffen und unser Verhalten entsprechend zu gestalten.

Und je näher wir uns selbst kommen, desto mutiger werden wir auch in der Interaktion mit anderen Menschen. Wir hören auf uns zu verstellen, wir haben es nicht mehr nötig uns über andere zu erheben. Wir werden ruhig und gelassen und haben keine Angst mehr davor unsere Gefühle zu zeigen, auf unseren Bauch zu hören und unseren wachen Geist sprechen zu lassen.

Die Arbeit mit unserer kleinen Zwiebel wird dafür Sorge tragen, dass wir dem Geheimnis des Lebens ein bisschen näher kommen – zumindest unserem Geheimnis, aber vielleicht sprechen wir da ja von den gleichen Dingen?

Im Kern ist es Liebe!

Was in uns liegt wird ein warmes, starkes und sich schnell verbreitendes Gefühl auslösen. Es wird sich anfühlen, als ob wir geflutet oder durchströmt würden.

Wenn wir alle Schichten abtragen, bleibt ein kleiner Kern übrig. Dieser Kern ist die pure und von nichts und niemandem beeinflusste Liebe. Liebe für uns selbst, Liebe für das Leben – mit der Erkenntnis der Endlichkeit – und Liebe für jeden anderen Menschen, der ein ebenso grandioses Machwerk ist, wie wir es sind.

Also wer bist Du?

Diese Fragen solltest du dir stellen - und sei ehrlich zu dir:

  • Was liebst Du, wofür stehst Du?
  • Was sind die wichtigsten Gefühle Deines Lebens und welche Assoziationen hast Du?
  • Welche Erkenntnisse gewinnst Du daraus?
  • Wen sehen andere Menschen, wenn sich dich anschauen?
  • Wie würde eine Lebenszwischenbilanz aussehen?
  • Worauf bist Du stolz, wofür dankbar, weswegen empfindest Du Scham und was lässt Dich wütend und ohnmächtig werden.
  • Was macht Dich glücklich, woraus schöpfst Du Kraft und Energie, worin bist Du besonders gut und was schätzen andere Menschen an Dir?
  • Und die immer wieder entscheidende Frage, mit welcher Antwort gehst Du in Resonanz? Wo kannst Du tiefer eindringen – zu Deinem eigenen Kern?

Wir sollten uns selbst nicht der Chance berauben uns kennen- und unser Verhalten verstehen zu lernen. Nur daraus ergibt sich ein wohliger Frieden mit uns selbst, denn die Bereitschaft und Freude daran, sich persönlich und professionell weiter zu entwickeln, wird mehr und mehr als moderne Schlüsselqualifikation für ein zufriedenes und reflektiertes Leben erkennbar.

Also macht Euch zu Eurem Projekt. Um die Angelegenheiten Anderer habt ihr Euch vermutlich schon genug gekümmert, oder?

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Wenn Ihr Euch professionelle Begleitung in die Frage: "Wer bin ich? Ein Abgleich von Fremdbild und Eigenwahrnehmung" wünscht, kann ich Euch eines meiner Kleingruppen Tagesseminare empfehlen und Ihr könnt euch sehr gerne bei mir melden.
Schaut es Euch mal an, vielleicht ist es genau das Richtige für Euch: Dieses Seminar findet das nächste Mal am 13.08.2016 in Neu-Isenburg (Nähe Frankfurt/Main) statt.
Wir stellen hier gemeinsam die Frage „Wer bin ich“ und werden unsere eignen, aber auch die Antworten der Seminarteilnehmer hören.
Als systemischer Coach unterstütze ich euch wertschätzend und lösungsorientiert beim Aufspüren und vorallem beim Nutzbarmachen der Antworten.

Dieser Text ist ein Gastbeitrag von Susanne Henkel. Susanne ist systemischer Coach und Unternehmerin. Sie arbeitet bundesweit als Coach. Ihre Praxis befindet sich in Neu-Isenburg, in der Nähe von Frankfurt am Main. Ihr Angebot richtet sich sowohl an Privatpersonen, die mit rein privaten Themen zu ihr kommen, als auch an Firmen, die sie für Führungskräfte- und Team Coachings buchen. Spezielles Augenmerk legt Susanne Henkel immer darauf ihre Klienten dabei zu unterstützen, ihr eigenes Bauchgefühl wahrzunehmen, um Entscheidungen und Lösungen immer auf Basis der rationalen und emotionalen Ebene treffen zu können. Der Grund dafür klingt denkbar einleuchtend: Laut Susanne Henkel sind alle Lösungen oder Entscheidungen, die in derartiger Ausgewogenheit von Kopf und Herz getroffen werden, für die Menschen mit Leichtigkeit und voll motiviert umzusetzen.

Nähere Informationen zu Susanne Henkel und zum Thema Coaching finden Sie auf ihrer Homepage: www.talkabout-coaching.de. Mehr Artikel von ihr gibt es auf ihrem Blog: www.talkabout-blog.de

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