Wespenstichallergie: Das müssen Sie wissen!

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Biene, Wespe & Co. - Achtung Insektengiftallergie!

Wir genießen diesen wunderschönen Sommer - gehen raus, sitzen mit Freunden im Garten und essen. Alles wäre toll, wenn da nicht hin und wieder dieses drohende Summen in der Luft schwirren würde. Wespenstiche, Stiche von Bienen, Hummeln oder sogar Hornissen brennen nicht nur schmerzhaft, sondern können bei einer bestehenden Allergie sogar zum Tode führen.

Während jeder vierte Deutsche z.B. auf einen Wespenstich mit einer örtlich gesteigerten allergischen Reaktion aufwartet, ist für rund 2,4 Millionen Deutsche ein Stich von Biene, Wespe, Hornisse oder Hummel mit schweren allergischen Beschwerden verbunden.

Dazu zählen u.a. Übelkeit mit Erbrechen, Schwindelanfälle, Nesselsucht, Krämpfe, Atemnot, Kreislaufprobleme, Herzrasen oder Bewusstlosigkeit. In schlimmen Allergie-Fällen kann es sogar bis hin zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen. Allergiker sollten dementsprechend immer ein Notfallset bei sich haben. Auch für diese Form von Allergie gibt es eine Hyposensibilisierung als Therapieform. Nach Abschluss dieser Behandlung wird bei mehr als 90 Prozent aller Insektengift-Allergiker nach einem Insektenstich nur noch eine schwache bzw. keine Reaktion mehr ausgelöst.

Gestochen - was tun?

  • Arzt rufen
  • Ruhe bewaren
  • Notfall-Set anwenden

Bei einer Insektengiftallergie ist es wichtig, schnell zu handeln. Wer also unter einer Wespenstichallergie leidet, sollte sich unbedingt ein Notfall-Set zulegen. Hierin enthalten: ein Antihistaminikum in Tropfen- oder Tablettenform. Kortison zum Einnehmen, Adrenalin zum Spritzen und eine Pinzette zum Entfernen des Stachels.

Wichtig: Machen Sie sich unbedingt mit der Verwendung des Notfall-Sets vertraut. Wie die Medikamente anzuwenden sind, lernen Sie von Ihrem Arzt oder in speziellen Schukungen.

So schützen Sie sich vor einem Stich

Für alle, die sich vor den aggressiven Stichen fürchten oder sogar eine beschriebeneInsektengift-Allergie haben, erklärt Dr. Clarissa Allmacher, Chefärztin der Psorisol Hautklinik in Hersbruck, wie man sich vor Insektenstichen schützen kann.

* Verzichten Sie möglichst auf Parfums, parfümierte Cremes, Haar- oder Deosprays .

* Tragen Sie keine grellbunte Kleidung. Bienen und Wespen werden von bunten Farben angelockt.

* Bewahren Sie Nahrungsmittel im Freien immer in geschlossenen Behältnissen auf. Vor allem Süßigkeiten und Fleisch locken Bienen und Wespen an.

* Benutzen Sie immer verschließbare Flaschen, decken Sie Gläser ab und trinken Sie mit einem Strohhalm.

* Tragen Sie bei Gartenarbeiten langärmelige Kleidung und eine Kopfbedeckung.

* Verzichten Sie auf hektisches Herumschlagen in Gegenwart von Insekten. Das macht sie nervös bzw. aggressiv. Bewahren Sie Ruhe, soweit Sie können.

Vorsicht: Experten warnen vor erhöhter Wespen-Gefahr in diesem Sommer!

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