Wetter: Experten warnen vor El Nino

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Eine mögliche Folge von El Ñino: Überschwemmungen.
Foto: Symbolbild/ iStock

Diesjähriger El Nino soll einer der stärksten werden

Derzeit braut sich im Pazifik ein meteorologisches Sonderphänom zusammen: El Ñino stellt das Wetter auf den Kopf. Experten warnen vor den weltweiten Auswirkungen.

Überflutungen, Dürren, Stürme - El Ñino kann das Klima der gesamten Welt durcheinander bringen. In diesem Jahr rechnen Experten mit besonders starken Auswirkungen. Sie sollen sogar mit denen des El Ñino im Jahr 1997/1998 vergleichbar sein. Damals hatte die Klimaanomalie Ernteausfälle, insgesamt 33 Milliarden Dollar Schaden auf der ganzen Welt und 23.000 Todesfälle zur Folge.

Mit dem Namen 'El Ñino' wird ein Wetterphänomen bezeichnet, dass unter anderem das Ansteigen der Wassertemperaturen im Pazifik, genauer im Bereich des Äquators zur Folge hat. Das Phänomen tritt nicht jährlich, sondern in Intervallen von drei bis acht Jahren auf. Ursprünglich 'El Ñino' stammt der Ausdruck von peruanischen Fischern, die infolge des Klimaphänomens Einbußen beim Fischfang beobachteten. Ausgelöst wird El Ñino durch schwächer werdende Westwinde, die die feuchte Luft nicht mehr wie gewöhnlich in Richtung Australien und Asien treiben. Gleichzeitig wird das kühle Tiefenwasser des Humboldtstroms wird nicht mehr vor der südamerikanischen Küste nach oben gespült. Dadurch erhöht sich die Wassertemperatur des Pazifiks und das Klima dreht sich um.

Infolge der Temperaturerhöhung kommt es in Südamerika meistens zu geradezu sintfluartigen Regenfällen. Im Westen des äquatorialen Pazifiks, wo normalerweise viele Niederschläge auftreten, fällt hingegen gar kein Regen mehr. Hier herrschen Dürreperioden. Gleiches gilt auch für Südostasien und Australien. Es besteht eine große Gefahr für Waldbrände.

Im Jahr 2015 warnen Experten vor besonders starken Auswirkungen des El Ñino. Man habe bereits festgestellt, dass die Temperaturen im Pazifik zwei Grad höher wären als sonst.

Generell rechnet man damit, dass El Ñino in diesem Jahr einen weltweiten Wärmerekord begünstigen könnte. Obwohl ja bereits 2014 alle bisher dokumentierten Temperaturwerte getoppt wurden. Mit den stärksten Auswirkungen ist im Winter zu rechnen. Voraussichtlich soll der aktuelle El Ñino bis Frühjahr 2016 dauern.

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