Wie du deine Beziehung - trotz Kindern - meisterst

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Glückliche Familie oder funktionierende Beziehung? Beides bitte!
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3 Beziehungstipps für Familien

Viele Beziehungen scheitern an den Herausforderungen des Familienalltags. Dabei reichen schon diese drei Aspekte, um eine Beziehung trotz Familientrubel aufrecht zu erhalten.

1. Date Night vs. Date Moments

Die meisten Beziehungsexperten raten Paaren zu einer festen Date-Night, um die Zuneigung und Verbindung zueinander aufrecht zu erhalten. Am besten sollen sich Paare jede Woche einen festen Tag aussuchen, den sie nur für sich reservieren. So kann man früh genug noch jemanden organisieren, der auf die Kinder aufpasst. Die perfekte Date-Night findet selbstverständlich in einem schicken Restaurant statt, bei romantischem Kerzenschein und einem entspannten Ambiente - wobei man sich tief in die Augen sieht und die Gedanken des anderen zu lesen vermag. Der krönenden Abschluß eines solchen Abends verbringt man damit, händchenhaltend bei Mondschein nach Hause zu spazieren, wo die Kinder schon friedlich schlafen und man sich für den intimsten und heißesten Sex seit langem mit dem Liebsten im Schlafzimmer einsperren kann.

In der Realität ist diese Art der Date Night nur schwer umzusetzen. In der Regel sagt die Nanny kurzfristig ab, das Restaurant ist diesen Monat nicht im Budget drin und die Kinder wollen (oder können) einfach nicht einschlafen. Was nun?

Was viele Paare (vor)schnell entscheiden: Date Night absagen. Verschieben. Doch genau so beginnt die Beerdigung der Date Night, die gerade erst ins Leben gerufen wurde. Also nochmal: Was tun?

Wer die Date Night in die Tat umsetzen möchte, wird schnell feststellen, dass es nicht so einfach geht, wie es auf den ersten Blick scheint. In einem Familienalltag IST es schwer, einen romantischen Abend für zwei zu planen. Was besser umzusetzen ist: Date Moments.

Date Moments sind die kleinen Momente, die die Romantik und Liebe für Sekundenbruchteile aufflackern lassen - und die sich immer und überall bewusst in den Alltag einbauen lassen. Wenn die Kinder auf dem Spielplatz toben und man sich beim Zusehen umarmt. Wenn man beim Großeinkauf im Supermarkt die gemeinsame Lieblingseissorte kauft, nur, um sie zu zweit zu genießen (und sie vor den Kindern - erst mal - zu verstecken). Wenn man abends nebeneinander im Bett liegt, sich noch gegenseitig streichelt und an gemeinsame Erlebnisse erinnert. Es ist der Kuss am Morgen, den man nicht routiniert abarbeitet, sondern zärtlich und aufmerksam demPartner schenkt. Diese kleinen Dinge schweißen zusammen. Sie lassen verblasste Erinnerungen aufleben, heben Gemeinsamkeiten hervor und erzeugen das Gefühl von Zusammenhalt.

2. Liebe & Vergebung

Es ist kein Drama zu streiten. Es ist auch keine Kunst, sich wegen etwas völlig Banalem in die Haare zu bekommen, nur weil man gerade selbst gestresst ist. Das kann passieren. Jedem. Die Kunst ist eine andere: Die der Versöhnung.

Wen Paare bereit sind, einander zu verzeihen, bildet es eine solide Grundlage für eine stabile Beziehung. "Ich verzeihe dir" ist neben "Ich liebe dich" der wichtigste Satz, der in funktionierenden Beziehungen gar nicht oft genug gesagt werden kann. Wer liebt, ist bereit, aus tiefstem Herzen zu verzeihen. Und wer verzeihen kann, dem fällt es leichter zu lieben - und die Liebe aufrecht zu erhalten.

Sag deinem Mann öfter, wie viel er dir bedeutet. Verzeiht euch Dummheiten, die in einem Monat eh wieder vergessen sein werden - ob ihr euch deswegen jetzt eskalierend anschreit oder tief durchatmet und euch anschließend verzeiht. Fragt euch öfter: Ist diese Sache diesen Streit wirklich wert? Wird diese Sache noch in einem Jahr von Bedeutung sein? Wen interessiert es schon, dass er mal vergessen hat, wie versprochen die Spülmaschine auszuräumen oder du vergessen hast, wie abgemacht den Einkauf zu erledigen? E sist blöd, das ja. Blöde Dinge passieren nun mal gelegentlich. Aber sie sind kein Weltuntergang. Kurz ärgern ist erlaubt. Eine anschließende Umarmung und ein "Entschuldige bitte. Ich liebe dich!" lässt die Verärgerung im Nu verfliegen.

3. Sex: Qualität vor Quantität

Sex ist wichtig in einer Beziehung. Für die Liebe. Für dich und für ihn. Dass der Sex immer seltener wird, je mehr Kinder man hat, ist kein Weltuntergang. Ganz im Gegenteil: Es ist NORMAL. So geht es jedem Paar - jedenfalls phasenweise. Die Kunst ist es, sich den Sex, das Bett, irgendwann wieder zurück zu erobern. Dabei geht es nicht darum, sich auf eine Uhrzeit oder einen Termin festzulegen. Niemand soll soll sich gezwungen fühlen, Sex zu haben. Es geht nicht um das rein-raus-Spiel, sondern um die Hingabe beim Sex. Deswegen ist es auch nicht von Belang, wie oft man Sex hat. Wichtiger ist, wie man Sex hat.

Wenn man nur ein Mal im Monat dazu kommt, miteinander intim zu werden, weil an allen anderen Tagen in der Woche die Kinder nicht schlafen wollen, krank sind, einen Albtraum hatten oder man selbst einfach nur noch ins Bett fallen möchte, um tief und fest zu schlafen. Dann sollte dieser eine Sex im Monat atemberaubend sein. Das heißt nicht, dass man das Kamasutra hoch und runter vögeln sollte. Auch nicht, dass man sich zu multiplen Orgasmen gezwungen fühlt. Nein. Atemberaubend heißt einfach nur, dass man sich so nahe ist, wie nie. Dass man sich fallen lassen kann, den Gefühlen und der Lust freien Lauf lässt, dass man sich nur auf den Partner und auf sich fokussiert und alles um sich herum vergisst.

(ww7)

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