Wie ein Pilot seinen Passagieren die Angst nahm

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Wie ein Pilot seinen Passagieren die Flugangst nimmt
Foto: iStock

Nach der Tragödie haben viele Fluggäste ein mulmiges Gefühl - dieser Pilot hat es beseitigt

Piloten haben es nach dem Flugzeugabsturz in Südfrankreich schwer: Passagiere haben Angst, verlieren das Vertrauen in die Flugzeugführer, wollen demnächst das Fliegen lieber meiden.

Wie sollen Piloten damit umgehen? Einige machen es jetzt vor, indem sie sich um ihre Gäste kümmern und versuchen, die richtigen Worte zu finden. Die Passagierin Britta Englisch teilte das nun i n einem Beitrag auf Facebook mit:

Als sie am Tag nach dem Unglück mit einem Germanwings-Flieger von Hamburg nach Köln flog, wurde sie positiv überrascht: Der Kapitän hat jeden Passagier persönlich begrüßt und anschließend eine mitfühlende Ansprache gehalten – und zwar nicht wie üblich über die Lautsprecher im Flieger, sondern in der Kabine.

Seine Rede war ehrlich und gefühlvoll. So gab er laut Britta Englisch wohl zu, dass die Crew nach der Tragödie selbst ein „flaues Gefühl“ hätte, aber alle freiwillig an Bord wären. Der Pilot sprach darüber, wie sehr ihn und die Crew der Flugzeugabsturz mitgenommen hat, wie sehr es sie getroffen hat. Auch er habe eine Familie zu Hause, die abends auf ihn wartet. Und fliege jedes Mal so vorsichtig, dass er sie wieder sehen könne.

Britta Englisch war begeistert. Die Empathie des Piloten gegenüber den Fluggästen hat sie beruhigt. Nach der Rede war es still in der Kabine. Anschließend wurde stark applaudiert. „Ich möchte diesem Kapitän danken. Dafür dass er verstanden hat was alle dachten. Und dafür dass er es schaffte dass zumindest ich danach ein gutes Gefühl bei dem Flug hatte“, schreibt Britta Englisch auf der Facebook-Seite von Germanwings .

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