Wie lange darf ein Mann fremdgucken?

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Jeder Mann sieht attraktiven Frauen hinterher - doch wann ist es zu viel?

Wenn der eigene Freund einer fremden Frau hinterhersieht, ist das verletzend. Umso mehr, wenn man selbst direkt daneben steht. Doch Männer sind da Opfer ihrer Reflexe.

Es gibt in Beziehungen ganz furchtbare Momente, da steht man als Frau mit seinem Freund im Arm an einem Bahnsteig oder irgendwo auf der Straße - dann stöckelt eine attraktive Blondine im Mini vorbei und er guckt und guckt und guckt.

Ein, bis zwei Reflexsekunden seien jedem Mann zugestanden, wir Frauen schauen schließlich auch mal auf einen gut aussehenden Mann. Aber wie viel ist zu viel? Und lohnt es sich, deswegen einen riesigen Streit anzuzetteln? Wie lange darf ein Mann fremdgucken?

"Es gibt ganz sicher die Situation, in der ein solches Fremdgucken schlicht einen Mangel an Respekt und Rücksichtslosigkeit darstellt. Aber ich würde schon auch herausstellen wollen, dass die Definition "Wie lange darf ein Mann fremdgucken“ aufgrund der unterschiedlichen Wahrnehmung der Geschlechter nicht so einfach ist", findet Autor und Parhsip-Coach Eric Hegmann.

Zu den Blicken von Frauen ist laut Hegmann zu sagen: Auch Frauen schauen mal, doch Attraktivität ist für Frauen (statistisch natürlich) nicht der wichtigste Faktor bei der Partnerwahl .

"Männer priorisieren hier anders. Sexuelle Anziehungskraft verspüren Männer bei optischen Reizen umgehend. Das führt auch zu einem „Zapping“-Verhalten von Männern: ihre Blicke suchen häufiger Ablenkung, als hätten sie eine Fernbedienung in der Hand und schalten durchs Programm", erklärt der Experte.

So gesehen ist jede Sekunde des Fremdguckens zu viel ...

Evolutionär könnte dieses männliche Verhalten dadurch erklärt werden, dass Männer die Einladung zum Flirt , die in der Regel von der Frau durch einen Blick, ein Lächeln oder auch Körpersprache erfolgt, sofort registrieren und erkennen müssen, damit sie dann reagieren können. Das wird auch bestätigt durch Umfragen, in denen mehr Frauen als Männer Fremdgucken als Fremdgehen bezeichnen würden.

"Doch wir leben nun nicht mehr in Höhlen, deshalb ist es ein Zeichen von Wertschätzung, sich in Begleitung der Partnerin den Hals nicht zu verrenken", gibt Eric Hegmann zu Bedenken.

Es gibt allerdings auch Paare, die aus solchen Situation sogar Impulse für ihr Sexleben ziehen und die sexuelle Anziehungskraft thematisieren. „Aber gegessen wird zuhause“ könnte ein Ansatz sein. Eric Hegmann findet: "Das ist gewiss besser als sich anzugrollen - doch sicher nicht praktikabel für jedes Paar."

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