Mama-Bloggerin AnjaNasenbruch im Kletterpark: Wie Mamas manchmal für ihre Kinder leiden

Mit den Kids im Klettergarten hat Mama-Bloggerin Anja sich einen Nasenbruch zugezogen.
Mama-Bloggerin Anja macht eigentlich gerne Sport mit ihren Kindern - aber im Kletterpark endete das schmerzhaft.
Foto: Anja Riemer-Grobe

"Auch als Mama muss man nicht immer alles mitmachen!"

Hier schreibt für euch unsere Mama-Bloggerin Anja , konsequent-liebevolle Mama von 2 herrlich unperfekten Mädchen.

"Weißt Du, was passiert wenn Ferien sind? Na ja, im Normalfall nicht viel. Aber es gibt so Zeiten, da geht einfach alles drunter und drüber. Und diese Ferien gehören bei uns definitiv dazu.

Denn dieses Jahr wollte ich gern noch ein, zwei freie Tage mit meinen Mädels verbringen, bevor die sich in den Urlaub zu den Großeltern verabschieden (warum wir das jedes Jahr so regeln und das gut für mich ist, liest Du hier). Natürlich haben die beiden das gleich genutzt und sich einen Ausflug gewünscht. Und so kam es, dass ich das erste Mal in meinem Leben in einem Kletterpark war.  Also nicht nur als Zuschauer, sondern so richtig.

Ein bisschen aufgeregt war ich ja schon, denn eigentlich bin ich ziemlich unsportlich und überlasse deshalb solche Späße lieber meinem Mann. Aber dieses Mal dachte ich mir: Hey, wenn die beiden Mädels das schaffen, kann es ja wohl nicht so schlimm sein. Und man soll ja schließlich immer mal was Neues wagen. Gesagt, getan.

Schnell waren wir ausgerüstet mit Helm und allem, was dazugehört. Und dann ging es zur Einweisung. Schon dort hätte mir eigentlich klar sein können, dass Klettern nicht mein Fall ist. Es ging mir nicht wirklich leicht von der Hand mit den Haken zu hantieren und auch die Große hatte so ihre Schwierigkeiten. Also musste ich gleichzeitig ihr helfen und auch auf meine Sachen schauen. Aber eine junge dynamische Mutter schafft das doch locker, oder?

Mit voller Wucht in die Matte ...

Ein tröstlicher Gedanke, der aber leider nicht so ganz stimmt. Denn obwohl wir den leichtesten Parcours geklettert sind, war es super anstrengend. Und ich musste mich einige Male ganz schön überwinden, weiter zu machen. Von Lockerheit war da jedenfalls nicht viel zu merken. Deshalb war ich dann auch froh als die Seilrutsche kam, die das Ende des Parcours verkündete. Ich war mächtig stolz auf mich, dass ich so sportlich durchgehalten und mir nichts dabei verletzt hatte. Tja, was soll ich sagen? Manchmal freut man sich eben zu früh.

Denn schließlich endete das Abenteuer genau damit. Ich bin mit sportlichem Schwung und der Auszeichnung als Tagesschnellste mit voller Wucht in die Matte am Baum geknallt.

Erst hat sich das einfach nur ein bisschen komisch angefühlt. Und dann habe ich gesehen, wie die Leute um mich herum mich anguckten und meine Tochter mit großen Augen auf mich zugelaufen kam. Schließlich bin ich mit blutender Nase und im Rettungswagen ins nächste Krankenhaus gefahren, um meinen Nasenbruch versorgen zu lassen.

Mein Fazit für diesen Ausflug ist also:

Auch als Mama muss man nicht immer alles mitmachen, was die Kinder wollen. Und wenn man über seine Grenzen geht, kann das ziemlich ungesund werden.

Für die Zukunft habe ich mir also vorgenommen, bei sportlichen Dingen doch lieber wieder meinem Mann den Vortritt zu lassen.n Denn gesund ist besser als perfekt.

Deine Anja

P.S.: Hast Du schon mal etwas Ähnliches erlebt? Oder möchtest Du mir von deinem eigenen schief gegangenen Ausflug mit den Kindern erzählen? Dann schreib mir doch. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Und so können wir uns besser gegenseitig trösten."

Anja Riemer-Grobe ist konsequent-liebevolle Mädchenmama, Elternbegleiterin und Befürworterin eines wertschätzenden Miteinanders. Die winkenden Hände auf dem Bild gehören zu ihren Kindern :) Anja schreibt auf ihrem Blog unter www.anja-riemer.de über die Themen Familie, Beziehung und Bindung und hilft anderen Eltern dabei sich selbst zu helfen, indem sie ihren ganz eigenen Familienlebensraum entwickeln. Ohne Druck und Stress von außen, dafür mit viel Liebe und Wertschätzung auf Basis von echten Beziehungen.

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