Wie Mutterliebe den Tod besiegt

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Nicht nur Dank der Mutterliebe unzertrennlich: Emily und Jamie Ogg
Foto: Youtube: Loving Touch & Mom's Intuition: Kate Ogg & Jamie’s Story

Wenn die Liebe der Mutter Leben schenkt

Frühgeburte sind schreckliche Schicksalsschläge und erschüttern jede Mutter mit ihrer Wucht in ihrer Liebe. Aber manchmal passiert auch ein Wunder ...

Kate und David Ogg wünschten sich nichts sehnlicher als ein Baby. Jahrelang geschah nichts, jeder Versuch blieb erfolglos. Und dann: Zwillinge! Was zunächst ein Grund zur Freude war, mutierte schnell zum Albtraum – denn eins der Babys starb. Dann geschah ein Wunder.

Diesen Monat feiern die Zwillinge ihren fünften Geburtstag. Und fragen die Mutter: Wer ist denn älter? Kate’s Antwort fällt ungewöhnlich aus: „Technisch gesehen, bist du zwei Minuten älter, Jamie. Aber Emily lebt schon länger als du.“

Sie wurden zu früh geboren. In der 27. Woche kamen die Zwillinge Emily und Jamie auf die Welt. Die Eltern konnten es kaum fassen: So lange wünschten sie sich Kinder, jetzt war es soweit. Und dann der Schock: Jamie schien nicht zu überleben. Die Krankenschwestern legten das Baby der liebenden Mutter auf die Brust, damit sie ihn – kaum geboren – verabschieden kann.

Kate und David wollten das nicht akzeptieren. Das australische Pärchen legte den toten Säugling zu sich, kuschelten und wärmten ihn – als wäre er noch am Leben. Sie redeten auf ihn ein: „Du musst überleben, um auf dein Schwesterchen aufzupassen“, flüsterten die Eltern Jamie zu.

Fünf Minuten später begann sich der Säugling zu bewegen. Reflexartige Bewegungen, die noch kein Anzeichen für Leben sind. Doch dann fing er zu atmen an, öffnete seine Augen. Zwei Stunden später nuckelte er etwas Muttermilch von Kate’s Finger. Aus der Verabschiedung wurde eine Begrüßung. „Wir sind die glücklichsten Menschen auf der Welt“, kommentierte Vater David der TODAY.

Doch wie kann das sein? Das ‚Ogg’s Wunder‘ wie die Medien titelten ist auf den engen Körperkontakt, die Wärme zwischen dem Neugeborenen und den Eltern zurückzuführen. Passend zur Heimat der Familie, nennen es Wissenschaftler ‚Känguru-Care‘, also das Sich-Kümmern, wie eine Känguru-Mutter ihr Baby im Beutel trägt.

Der Hautkontakt zwischen Mutter und Kind sorgt dafür, dass das Hormon Oxytocin vermehrt ausgeschüttet wird. Es verstärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind und wird vor allem bei der Geburt übermäßig produziert. „Beim erstmaligen Hautkontakt, verspürt die Mutter erstmalig das Gefühl: Das ist mein Baby“, sagt Diane Spatz vom Kinderkrankenhaus in Philadelphia auf today.com.

Inzwischen lebt die Familie in Neuseeland. Die Zwillinge haben ein weiteres Geschwisterchen, Charlie, bekommen. Alle sind wohl auf, gesund und munter. Kate Ogg ist ein Beweis dafür, wie viel die Liebe einer Mutter bewirken kann.

Kate Ogg über die Liebe einer Mutter

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