Leben ohne PlastikWie schädlich Plastik wirklich für unsere Gesundheit ist

Plastiktüte hier, Brotdose da - Wie sehr schadet Kunststoff unserer Gesundheit?
Plastiktüte hier, Brotdose da - wie sehr schadet Kunststoff unserer Gesundheit?
Foto: iStock
Inhalt
  1. Welcher Kunststoff ist schädlich?
  2. Wie gefährlich ist Plastik für unsere Gesundheit?
  3. Wie funktioniert ein Leben ohne Plastik?

Plastik ist schlecht. Das wissen wir mittlerweile. Trotzdem finden sich Kunststoffe überall in unserem Alltag wieder. Und mal ehrlich: Wohl fast jeder von uns hat diesen einen Schrank, mit den unzähligen Brot- und Tupperdosen, die uns beim Öffnen allesamt freudig entgegenspringen.

Denn Plastik ist nun einmal vor allem auch eins: praktisch. Darüber hinaus vergessen wir häufig die negativen Folgen für die Umwelt, aber auch für unsere eigene Gesundheit. Und bei all dem Plastik um uns herum merken wir manchmal gar nicht mehr, wie oft uns verschiedene Kunststoffe im Alltag begegnen.

Welcher Kunststoff ist schädlich?

Plastik ist nicht gleich Plastik: Deswegen sollte man seine Schimpftiraden nicht gegen Kunststoff generell richten. Da hilft es tatsächlich, einmal genauer hinzuschauen. Meistens befindet sich am Boden von Verpackungen und Flaschen ein kleines Dreieck, unter dem uns die genaue Plastikart verraten wird.

Vorsicht bei PET, PVC, LDP, PS, PC

PET kennt man vor allem von Einwegflaschen. Polyethylenterephthalat ist nicht ungefährlich: Der Kunststoff kann chemische Stoffe abgeben, die den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Selbiges gilt für PVC, auch 3V abgekürzt, das als noch gefährlicher eingestuft wird.

Polyethylen mit niedriger Dichte (oft abgekürzt als LDP) wird wiederum häufig für Plastiktüten und Verpackungen verwendet. Auch bei diesem Kunststoff können chemische Substanzen freigesetzt werden und unseren Stoffwechsel stören.

Polystyrol befindet sich häufig in unserem heißgeliebten Coffee to go. So praktisch der Becher auch sein mag: Wer weiß, dass PS krebserregend ist, trinkt den Kaffee zukünftig lieber vor Ort.

Am gesundheitsschädlichsten gilt Polycarbonat, kurz PC, das ausgerechnet für die Herstellung von Babyflaschen verwendet wird. Hier sollte man also besonders auf die Plastikart achten.

„Gutes“ Plastik: HDP, PP

Diese Stoffe gelten als relativ ungefährlich. Polyethylen mit hoher Dichte gilt als „guter“ Kunststoff. Trotzdem kann auch diese Plastikart chemische Stoffe abgeben, sie sind jedoch die besseren Alternativen. 

 

Wie gefährlich ist Plastik für unsere Gesundheit?

Was heißt das denn nun eigentlich – gesundheitsschädlich?

Die größte Gefahr steckt tatsächlich in einem anderen Stoff, der bei der Herstellung von Kunststoffgegenständen eingesetzt wird. Bisphenol A heißt die Chemikalie, zu der schon zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die Ergebnisse sind erschreckend.

Die Chemikalie wird über die Mundschleimhäute aufgenommen und löst sich zudem durch heiße Flüssigkeiten. Im Köper kann Bisphenol A großen Schaden anrichten, die Liste der durch die in Plastik enthaltenen Zusatzstoffe verursachten Krankheiten ist lang:

  • Diabetes
  • Störungen der Bauchspeicherdrüse
  • Leberprobleme
  • Krebs
  • Gebärmutterzysten
  • Lymphome
  • ADHS
  • Hormonstörungen
  • Parkinson
  • Herzerkrankungen

Die Liste verdeutlicht, wie sehr uns Zusatzstoffe tatsächlich schaden können. Daher gilt es, sie weitgehend zu vermeiden. Doch wie geht das?

Wie funktioniert ein Leben ohne Plastik?

Für viele Menschen ist ein Leben ohne Plastik zunächst unvorstellbar. Denn wenn man erst einmal darauf achtet, findet sich Kunststoff in vielerlei Alltagssituationen wieder. Trotzdem ist es möglich, seine Gesundheit – und nicht zu vergessen die Umwelt – zu schützen, indem man ein paar einfache Grundregeln befolgt:

  • Grundsätzlich gilt: Lebensmittel am besten unverpackt kaufen
  • Insbesondere bei Babyartikeln auf die Plastikart achten!
  • Dosen (Getränke oder Nahrung) meiden
  • Lebensmittel nicht in Plastikgegenständen in der Mikrowelle erhitzen
  • Wasserflaschen nicht wiederverwenden
  • Beschädigte Plastikgegenstände (auch Dosen) entsorgen
  • Viel selber machen. Zum Beispiel dieses Peeling.
 

(ww4)

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