Wie viele Männer braucht eine Frau?

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Report: Der Männer Countdown

Stimmt die Faustformel, dass auf 11”‰Nieten der Hauptgewinn folgt? Und gilt, wer bereitwillig sexuelle Erfahrung sammelt, immer noch als Schlampe? Neun Leserinnen berichten von ihrem persönlichen „Countdown“.

Doriana (27), Itzehoe, Umwelttechnikerin

„Den ersten Mann, mit dem ich Sex hatte, habe ich geheiratet – und zwei tolle Kinder bekommen“Natürlich muss jede Frau für sich entscheiden, mit wie vielen Männern sie schlafen will, wir leben nicht im Mittelalter. Aber ich selbst habe mir eben vorgenommen, als Jungfrau in die Ehe zu gehen.

Ich hatte zwar ein paar Freunde, aber mit denen war ich nicht im Bett. Als ich Marcus mit 17 kennenlernte, war das Liebe auf den ersten Blick. Er war 25. Meine Eltern sind sehr streng und dachten immer, dass er mich nur ausnutzt. Zwei Jahre hatten wir eine Fernbeziehung, die von immer mehr Sehnsucht geprägt war. Schließlich hielt er um meine Hand an – und meine Eltern waren beruhigt.

Gleich nach dem Abi haben wir geheiratet. An sich wollten wir mit dem ersten Sex bis zur Hochzeitsnacht warten, aber dann haben wir es doch vorher „ausprobiert“. Man will ja wissen, ob man in wirklich jeder Hinsicht zusammenpasst!

Mittlerweile haben wir zwei tolle Kinder – Chris ist fünf, Alec anderthalb – und sind im Bett so aufeinander eingespielt, dass der Sex seit dem ersten Mal immer besser geworden ist.

Sandy (25), Leipzig, Assistentin der Geschäftsführung

„Ich hatte elf Männer, aber der Richtige war noch nicht dabei!“

Klar hätte man sich die eine oder andere Nacht sparen können. An zwei denke ich heute noch mit Grauen zurück: Der eine war Hundebesitzer und das Vieh hat uns die ganze Zeit zugeschaut.

Der andere war ein One-Night-Stand, oder sollte es werden: Der Typ wollte unbedingt, dass ich ihm einen blase – und meinte dann nur, er sei fertig und ich könne jetzt gehen! Mein erstes Mal war auch nicht so prickelnd: Ich war 16, er ein guter Kumpel, aber nicht die große Liebe. Der Sex war okay, aber weder besonders romantisch noch toll.

Aber ich glaube, es gehört dazu, auch solche Erfahrungen zu machen. Nur so wird man aufgeschlossen, hat realistische Erwartungen und kann den Partner so nehmen, wie er ist, ohne darüber nachzudenken, ob er einen gleich heiraten würde.

Die zwei „richtigen“ One-Night-Stands, die ich hatte, waren jedenfalls sensationell, bei einem ging sogar die Einrichtung zu Bruch. Ich finde es immer wieder spannend, wenn ein Macho auf Blümchensex steht und der sensible Typ zum Tiger mutiert. Ich werde sehen, was die nächsten Jahre bringen, sicherlich wird es bei mir auch irgendwann heißen: „Das ist der Eine!“ Doch bis es so weit ist, lebe ich mein Leben!

Sandy (24), Magdeburg, Sekretärin

„Sieben Männer, aber kein einziger One-Night-Stand“

Ganz ehrlich: Ich stehe auch nicht auf Männer, die schon etliche Frauen im Bett hatten, genau wie das Männer bei Frauen nicht mögen. Aber natürlich habe ich nichts dagegen, wenn ein Partner sexuell schon etwas erfahrener ist.

Mein erstes Mal war ernüchternd, ich dachte nur: „Das brauche ich nicht noch mal.“ Ich war erst 15 und er überrumpelte mich. Es ging total schnell vorbei, zurück blieb nur ein Gefühl der Enttäuschung. Das meiste habe ich in meiner ersten langen Beziehung – zwei Jahre dauerte die – gelernt. Wir probierten viel aus, Orte wie Sauna, Schwimmbad, Partytoiletten. Solche Erfahrungen macht man nicht mit One-Night-Stands.

Für mich zählt vor allem, dass der Mann nicht nur an sich denkt: zärtlich oder wild ist, wie ich es will, die Socken auszieht, und sich Zeit nimmt, das Handy auszumachen. So wie mein derzeitiger Freund, mit dem ich seit drei Jahren glücklich bin!

Joanna (23), Kassel, Selbständig

„Bisher waren es 22 Männer – zurzeit habe ich zwei gleichzeitig!“

Die Frage, wie viele Männer eine Frau hatte, wird meiner Meinung nach total überbewertet. Was macht es bitte für einen Unterschied? Eine Frau, die mehrere Typen braucht, bis sie endlich am Mann ihres Lebens hängenbleibt, ist doch nicht schlechter als eine, die gleich beim ersten Mal einen Treffer landet.

Ich bin zwar erst 23, hatte aber bereits viele kurzzeitige Partner, dafür kaum langfristige Beziehungen. Ich lerne oft neue Männer kennen und habe meinen Spaß dabei. An einer richtigen Beziehung habe ich zurzeit kein Interesse. Ich will lieber erst mal so leben, Spaß haben und warten, bis ich bekomme, was ich will, anstatt das zu nehmen, was ich kriegen kann.

Derzeit habe ich zwei Männer parallel, ohne Liebe, aber mit viel Leidenschaft. Gerade das Feuer ist bei klassischen Beziehungen oft schnell raus – mit meinen Jungs hingegen knistert es immer noch wie am Anfang!

Valentina (28), Hamburg, Sozialarbeiterin

„Ich hatte 32 Männer – denn ich möchte auch ohne festen Partner guten Sex haben“

Gott sei Dank gibt es über die Frage, wie viele Männer eine Frau gehabt haben darf, keine starren Regeln mehr. Für mich sind 32 gerade richtig, weil ich erst einmal eine längere, zwei Jahre währende Beziehung hatte, aber natürlich nicht auf Sex verzichten mag, während ich nach der neuen Liebe suche.

In Wirklichkeit ist es doch so: Die eigentliche Anzahl macht den Männern gar nicht so viel aus, sondern eher die Tatsache, dass sich Frauen einfach den Sex holen, den sie brauchen. Ich finde es am besten, wenn man nicht darüber redet, wie viele es wirklich waren, es ist nämlich egal!

Meine tollsten Sexerlebnisse hatte ich während meiner Zeit als Animateurin von 2005 bis 2008. Einer war ein Gast, am Strand bei Mondschein haben wir uns geküsst. Dann gingen wir zu meiner Wohnung und haben die Nacht zusammen verbracht. Es war der beste One-Night-Stand, den ich hatte. Ein anderer war eine Katastrophe: Wir landeten nach einer Party bei ihm im Bett. Plötzlich klingelt es. Er kommt hoch mit einer Frau, die sich als seine Freundin vorstellt – und ich liege nackt bei ihm im Bett!

Ende der Geschichte: Die beiden haben sich unten im Wohnzimmer zum Reden hingesetzt und ich konnte mich rausschleichen.

Cornelia (31), Mainz, Opernsängerin

„Bei mir waren es neun Männer: acht Nieten und ein Volltreffer!“

Die einen finden den Richtigen schnell, die anderen müssen viele falsche Frösche küssen. Ich habe vor vier Jahren meinen Traummann kennengelernt. Davor war Andy, dann kam Marco, Salvatore, zweimal ein Jürgen ... Keine dieser Beziehungen hielt länger als drei Monate – wenn es bis dahin nicht richtig gelaufen war: auf Wiedersehen!

Da ich ja keinen Job mit „normalen“ Arbeitszeiten habe, sondern auch mal kurzfristig an einem Wochenende zu einem Auftritt muss, war es meist recht einfach, die Typen loszuwerden. Und ich musste einige abservieren: Die ganzen Aufreißer, die sich nur an ihrem Auto oder der fetten Kreditkarte aufgeilten.

Mein jetziger Partner ist genau das Gegenteil, eher bescheiden, kein Egoist, was sich gerade im Bett auszahlt: Da geht er ganz wunderbar auf meine Bedürfnisse ein!

Aurika (22), Berlin, Fachberaterin

„Die sechs Männer, die ich hatte, sind mir schon zu viele“

Vermutlich bin ich sehr altmodisch, aber ich finde, sechs Männer sind schon zu viel. Meine Freunde nennen mich schon „die Nonne“! Ich hatte nie einen One-Night-Stand oder eine Affäre ohne Zukunft, sondern war wirklich nur mit Männern im Bett, mit denen ich auch fest zusammen war oder mit denen ich mir eine gemeinsame Zukunft zumindest vorstellen konnte.

Ich finde auch nicht, dass man von jedem Mann etwas tolles Neues im Bett lernen kann, zumindest bei mir war das so. Das hängt nicht von der Zahl der Partner ab, sondern von der Intensität der Beziehung. Seit meine letzte Beziehung vor anderthalb Jahren zu Ende gegangen ist, bin ich Single.

Dieser Mann war eigentlich bisher mein tollster im Bett, aber ansonsten passten wir null zusammen! Sex haben wir aber bis heute relativ regelmäßig – so habe ich weiter meinen Spaß und die Liste meiner Männer wird nicht länger!

Marija (23), Düren, Studentin

„Ich hatte bisher nur zwei Männer – und beide wollte ich heiraten“

Meine erste Beziehung hatte ich mit 16, wir waren drei Jahre zusammen und alles sprach für eine Heirat, doch mein Freund wollte damals noch zwei weitere Jahre warten, und das war mir letztlich zu lang.

Mit meinem jetzigen Freund Samy bin ich seit anderthalb Jahren sehr glücklich. Auch wir wollen heiraten, sobald wir finanziell unabhängig sind – spätestens nächstes Jahr. Ich finde, Männer wie Frauen sollten zurückhaltend in puncto Sex sein und sich daraufhin testen, ob sie mit dem Partner für immer zusammen sein könnten.

Ich bin sehr gläubig und finde, dass man mit Sex nicht leichtfertig umgehen darf. Für mich ist es okay, vor der Ehe Sex zu haben, schließlich soll man ja wissen, ob man in jeder Beziehung zusammenpasst – aber Sex einfach so aus Spaß? Nein. Wenn meine erste Beziehung damals nicht zerbrochen wäre, wäre es bei mir sicher bei einem Mann geblieben!

Jana (24), Berlin, Tourismusfachfrau

„Ich hatte 19 Männer und es werden sicher noch ein paar mehr!“

Bei mir gab es One-Night-Stands, Affären und auch ein paar längere Beziehungen , aber Sex zu haben, heißt für mich zurzeit vor allem eins: Spaß haben. Dabei gehe ich aber nicht gewissenlos vor, es gibt für mich klare Regeln: Egal, mit wem ich Sex habe – niemand darf dabei betrogen werden!

Und die Entscheidung zum Sex ist für mich immer eine, die ich ganz alleine fälle. Ich gehe nie mit einem Mann mit, nur weil er das unbedingt will, auf der anderen Seite verbeiße ich mir aber auch nichts, weil irgendwelche Bekannten finden, dass ich schon genug Männer hatte.

Es ist zwar noch nicht vorgekommen, aber ich würde auch einen neuen Mann, wenn er mich direkt fragt, über die Anzahl meiner Expartner niemals anlügen. Wenn er damit nicht klarkommt, ist das sein Problem, nicht meines. Ich bin mir sicher, dass zu meinen 19 Männern bisher noch einige hinzukommen werden, aber natürlich gehe ich nicht wahllos mit Typen ins Bett. Das Wichtigste für mich: Ein Mann muss mich so richtig begeistern, ehe was läuft.

6,7 Sexpartner haben deutsche Frauen im Durchschnitt. 10  Prozent der Frauen bis 35 gaben in einer Umfrage an, nach ihrer Einschätzung zu viele Sexpartner gehabt zu haben, 46  Prozent sagten, es sei genau die richtige Anzahl, 15  Prozent fanden, sie hätten bisher zu wenige. (Quelle: Statista 2011)

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