Wie viele Stunden Schlaf brauche ich?

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Genug geschlafen? Das hängt ganz von Ihnen ab!
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Guten Morgen, Deutschland!

Ein Klingelstreich besonderer Art, zwischen sieben und neun in deutschen Schlafzimmern. Die Frage: Wie haben Sie geschlafen? Und vor allem: lange genug? Wie viele Stunden Schlaf der Mensch wirklich braucht, verraten wir hier.

"Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr", wusste schon der Philosoph Arthur Schopenhauer. Wie Recht der Mann hat, merken wir, wenn die Nacht mal wieder viel zu kurz war .

Rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Vertane Zeit? Keineswegs: Während wir schlafen, verarbeiten wir die Eindrücke des Tages , tanken neue Energie. Blutdruck, Stoffwechsel und Körpertemperatur werden heruntergefahren, das Immunsystem bekämpft Krankheitserreger. Wachstumshormone sorgen dafür, dass die Muskulatur wieder Kraft schöpft, Enzyme beginnen mit der Reparatur von Körperzellen. Gleichzeitig kommt es zu einer verstärkten Durchblutung der Haut, sie wird intensiv mit Nährstoffen versorgt und regeneriert sich. Nebenbei ordnet auch das Gehirn im Schlaf seine Archive: Gelerntes festigt sich, indem es über Nervenimpulse mit dem Langzeitgedächtnis verknüpft wird.

Pro Nacht durchläuft der Körper zwischen vier und fünf Zyklen von jeweils rund 90-minütiger Dauer. Am Schluss steht die etwa 20-minütige REM-Phase. REM steht für "Rapid Eye Movement", weil sich während dieses Abschnitts die Augen sehr schnell bewegen. Das Gehirn ist jetzt fast so aktiv wie im Wachzustand, deshalb können wir uns an Träume aus der REM-Phase am besten erinnern. Doch wie viele Stunden Schlaf braucht der Mensch wirklich? Für die nächtliche Rundumerneuerung braucht der Körper durchschnittlich sieben bis acht Stunden, allerdings kann die durchschnittliche Schlafdauer im Einzelfall stark variieren: Kurzschläfern reichen schon vier bis fünf Stunden, um sich ausgeruht zu fühlen. Andere Menschen benötigen wiederum über zehn Stunden Schlaf. Wer zu den Kurz-, Mittel- oder Langschläfern gehört, ist erblich festgelegt, und das lässt sich auch durch Training kaum beeinflussen. Grundsätzlich gilt: Qualität ist wichtiger als Quantität. Wer nach fünf Stunden Schlaf fit ist, sollte sich nicht das Leben schwer machen, indem er noch drei Stunden länger im Bett ausharrt. Allerdings gilt auch: Wer regelmäßig zu wenig (unter vier Stunden) oder zu viel schläft (über 14 Stunden), bringt Stoffwechsel und Hormonsystem so durcheinander, dass Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Depressionen langfristig die Folge sein können. Übrigens ist der Erholungswert des Schlafes unabhängig von der Uhrzeit des Insbettgehens. Wichtiger bei Ein- oder Durchschlafproblemen ist es, den gewohnten Schlafrhythmus möglichst beizubehalten.

Die besten Tipps zum Ein- und Durchschlafen gibt's hier >>

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