Wie wäre es, wenn wir auf einmal die Flüchtlinge wären?

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In dem Video müssen eine Mutter und ihr Sohn aus Berlin flüchten.
Foto: Screenshot YouTube Amnesty Hamburg

Wenn die Rollen vertauscht wären...

Was wäre, wenn wir auf einmal aus unserer Heimat fliehen müssten, weil wir in unserem eigenen Land nicht mehr sicher sind? Mit diesem Video regt Amnesty International zum Nachdenken an.

Weltweit sind derzeit etwa 60 Millionen Menschen auf der Flucht, davon 38 Millionen in ihrem eigenen Land. Fast 20 Millionen Menschen sahen sich dazu gezwungen, ihr eigenes Land zu verlassen. 1,8 Millionen Menschen sind auf der Suche nach Asyl. So hohe Zahlen gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

Ein Video von Amnesty International, das derzeit im Netz kursiert, macht auf eine besonders bewegende Art und Weise auf die Flüchtlingssituation aufmerksam. Es führt vor Augen, wie es wäre, wenn unsere Rollen vertauscht wären, wie es wäre, wenn Menschen aus Deutschland aus ihrem Land fliehen müssten, weil hier Krieg herrscht.

Im Video flüchtet ein Junge zusammen mit seiner Mutter von Berlin nach Afrika, weil sie hoffen, dort in Sicherheit leben zu können. Sein Vater konnte sie nicht begleiten. Er weiß nicht, wo er jetzt ist und ob er ihn jemals wiedersehen wird. Eine Schicksal, das viele Flüchtlingsfamilien teilen, die Familienmitglieder zurücklassen mussten.

Je länger man sich den Clip von Amnesty International ansieht, umso schneller dreht sich das Gedankenkarussell. Man kann gar nicht anders, als zu versuchen, sich dieses Rollentausch-Szenario vorzustellen. Dieses Video ist definitiv ein sehr guter Anstoß, um Menschen weltweit zum Nachdenken anzuregen.

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