„Wie wohnt es sich wirklich in einem Märchenschloss?“

andre rieu gettyx800

Foto: GettyImages

TV-Moderatorin Carmen Nebel trifft den Walzerkönig André Rieu

Der populärste Orchesterchef heißt die beliebteste TV Moderatorin in seiner Heimatstadt willkommen! Und das kurz vor dem großen TV-Sommerspecial aus Maastricht am 15. August im ZDF. Mit Carmen Nebel sprach André Rieu (59) über Träume, Pläne und das Geheimnis seines roten Sofas …

Carmen Nebel: Du lebst wirklich in einem Märchenschloss!

André Rieu: Ja, wenn ich nach einer Reise nach Hause komme, setze ich mich immer erst einmal auf die Stufen vor dem Eingang, atme durch und genieße das Gefühl, wieder hier zu sein. In diesem Schloss wurde übrigens immer schon sehr viel Musik gemacht. Als ich klein war, bekam ich in den damals noch dunklen, feuchten Räumen Klavierunterricht. Den mochte ich ebenso wenig wie meine Klavierlehrerin (lacht). Der Geigenunterricht fand übrigens auswärts statt.

Carmen Nebel: Wie warst du als Schüler?

André Rieu: Ich war ein Träumer!

Carmen Nebel: Die Dunkelheit ist mittlerweile aus dem Schloss vertrieben. Du hast es dir innen wie außen sehr romantisch eingerichtet. Dein liebstes Hobby ist das Gärtnern. Was fesselt dich daran?

André Rieu: Ich glaube, es ist die Natur im Allgemeinen. Ich mag die flanzen und die Gartengestaltung. Es soll romantisch sein. Natürlich mache ich nicht alles allein. Ich habe einen Hauptgärtner und drei weitere, die ihn unterstützen.

Carmen Nebel: Nicht nur der Garten, auch das Kochen in der Schlossküche ist eine Leidenschaft von dir.

André Rieu: Absolut. Ein typisches Gericht von hier ist Limburger Sauerfleisch, auf Holländisch sagen wir „Zuurvlees“. Meine Spezialität. Dazu isst man Pommes Frites und Apfelkompott. Ein anderes typisches Gericht ist Matjes, den wir frisch am Marktstand kaufen. Den Fisch am Schwanz packen, direkt in den Mund und abbeißen. Mit Zwiebeln oder ohne, und dazu gehört ein Glas Schnaps.

Carmen Nebel: Und in deinen historischen Mauern ist dir kürzlich eine ganz besondere Ehre zuteil geworden.

André Rieu: Ja, ich bekam Besuch vom Herzog von Montesquieu, einem echten Nachfahren des Musketiers D’Artagnan. Er kam mit seinen Abgesandten der Societé, und ich wurde zu einem Musketier ernannt. Das war etwas ganz besonderes für mich. Hier im Schloss hat D’Artagnan laut Überlieferung die letzten Tage vor seinem Tod verbracht.

Carmen Nebel: Ein rotes Ledersofa hat eine ganz wichtige Bedeutung für André Rieu. Warum?

André Rieu: Weil Schlafen für mich total wichtig ist, um dieses Leben durchzuhalten. Vor jedem Konzert lege ich mich auf diese rote Couch. Fünf identische Stücke gibt es davon, eins ist gerade in Australien, ein anderes in Amerika. Ich reise um die ganze Welt, die Hälfte des Jahres bin ich nicht zu Hause, und auf diesem Sofa bin ich so ein bisschen wie in meinem eigenen Bett.

Carmen Nebel: Du schläfst auch mittags?

André Rieu: Ja, von 12.30 bis 14.30 Uhr, das kann ich jedem empfehlen.

Carmen Nebel: Du besitzt eines der modernsten Studios in Europa. Wie oft probt ihr eigentlich mit dem Johann-Strauß-Orchester?

André Rieu: Wir machen jedes Jahr eine neue CD, dann sind wir einen ganzen Monat hier. In Deutschland bringen wir die nächste im Herbst heraus.

Carmen Nebel: Mit der Kulisse von Schloss Schönbrunn reist du als Walzer-König um die ganze Welt. Wie viele Menschen passen genau vor diese Kulisse?

André Rieu: Die Maße sind: 130 Meter lang und 34 Meter hoch. Und es passen 50 000 Menschen davor.

TV-Tipp: Willkommen bei Carmen Nebel - Das große Sommerspecial aus Maastricht, Samstag, 15. August, 20.15 Uhr im ZDF!

Kategorien: