Wimpernwelle: Mascara und Zange in die Tonne

wimpernwelle
Die Wimpernwelle garantiert einen zauberhaften Augenaufschlag für 4-6 Wochen.
Foto: thinkstock

Ein Test

Der Anziehungskraft von geschwungenen Wimpern kann sich kaum einer entziehen. Blöd nur, dass die wenigstens davon gesegnet sind. Die Lösung: Eine Wimperwelle. Was bei langer Wuschelmähne funktioniert, muss doch auch bei kleinen Minihärchen klappen. Unsere Redakteurin Sina hat den Test gemacht.

Schöne Wimpern sind nicht nur lang, sie brauchen auch Schwung. Tägliches Tuschen reicht in den meisten Fällen nicht aus, um geraden Wimpern die nötige Bewegung zu verleihen. Bisherige Lösung: Eine Wimpernzange. Wer sich schon einmal mit dem vermeintlichen Schönheitsgadget auseinandergesetzt hat, weiß um seine Kehrseiten Bescheid. Eine Wimpernzange bringt weder das gewünscht Ergebnis, noch ist sie einfach zu händeln. Zwei Arme sind oft zu wenig, um die feinen Härchen in Schwung zu bringen. Aber was tun?

Für lange und geschwungene Wimpern sorgt in Zukunft die Kosmetikerin. Keine überteuerten Wimpernextensions oder enttäuschende Wimpernseren . Die Lösung: Wimpernwelle. Eine Methode, bei der die Wimpern mit Hilfe von Dauerwellenflüssigkeit nach oben gebogen und anschließend fixiert werden.

Die Behandlung

Wer sich für eine Wimpernwelle entscheidet, braucht einen langen Atem. Zumindest dann, wenn die Behandlung ordentlich ausgeführt wird. Eine selbstklebene Mini-Papilotte wird auf den oberen Lidrand geklebt und jede einzlne Wimper sorgfältig darüber gelegt. Es folgt ein zwei-Phasen-System, in dem die Wimpern zunächst 20 Minuten lang in die gewünschte Form gebracht werden. Die Dauerwellenflüssigkeit wird mit einem feinen Tuch abgetupft und das Fixierserum aufgetragen. Nach 10 Minuten kommt auch dieses von den Augen und die kleinen Röllchen können entfernt werden.Während der gesamten Behandlung müssen die Augen geschlossen bleiben.

Der Effekt

Dichte und geschwungene Wimpern: Ich kann es kaum glauben. Bereits nach dem Entfernen des ersten Röllchens, linze ich ganz vorsichtig in den Spiegel. Was ich sehe: einen Augenschaufschlag, den ich nie hatte. Das Gefühl: neu und gewöhnungsbedürftig. Meine Wimpern stoßen plötzlich an das Oberlid. Die vorausgegangene Dreivertelstunde: vergessen.

Die Kehrseite

Regelmäßige Kosmetikstudio-Besucher wissen wovon ich spreche. Eine Dreivertelstunde kann lang sein, verdammt lang. Aber was sind schon 45 Minuten, wenn man sich anschließend über einen Augenaufschlag à la Hollywood freuen darf. Und es ist wie immer: man gewöhnt sich an alles. Das zweite mal kommt mir schon wesentlich kürzer vor und beim dritten mal frage ich mich, warum ich zu Beginn überhaupt gejammert habe.

Nicht jeder hat das Glück, auf eine Kosmetikerin zu stoßen, die ihr Handwerk versteht. Gerade bei dieser Methode ist es wichtig, sauber und sorgsam zu arbeiten. Werden die Wimpern beim Aufrollen nicht strikt voneinander getrennt, kräuseln sie sich bereits nach wenigen Tagen und der Effekt ist dahin. Je nach Wimpernbeschaffenheit sollte eine Wimpernwelle alle 4-6 Wochen aufgefrischt werden. Die Preise variieren von Salon zu Salon (ca. 20-40 Euro).

Fazit

Wer genau wie ich, mit langen, aber kerzengeraden Wimpern ausgestattet ist, für den ist eine Wimpernwelle genau das Richtige. Minutenlanges Tuschen und Wimpernbiegen gehören der Vergangenheit an. Einmal getuscht und fertig, wenn überhaupt. Das Tolle: Die Kombination aus Wimpernwelle und -farbe erspart mir jegliches Verschönerungsritual. Zehn Minuten länger im Bett - juhuuuu!

Auch für Frauen mit kurzen oder leicht geschwungene Wimpern zu empfehlen. Unterschiedlich große Rollen sorgen für mehr oder weniger starke Bewegung.

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