Wirbelgleiten

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Krankheitsbild

Wirbelgleiten: Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Bei Wirbelgleiten büßt das Rückgrat Stabilität ein. Jeder Mensch besitzt 34 Rückenwirbel. Sie bestehen aus Wirbelkörper und Wirbelbogen. Die aneinandergereihten Bögen bilden einen Kanal, durch den die Nervenstränge zum Gehirn verlaufen. Häufig kommt es bereits in der Kindheit zu einem Bruch von einem oder mehreren dieser Bögen - meist im unteren Rückgrat. Verantwortlich sind häufig Sportarten , die den Rücken überdehnen: Ballett , Speerwurf, Hochsprung, Delfinschwimmen und andere. Als Folge bewegt sich der betroffene Wirbel weniger stabil über dem unteren und gleitet über ihn hinaus, Wirbelgleiten genannt. Weitere Ursachen von Wirbelgleiten können angeborene Fehlbildungen oder Verschleiß im Erwachsenenalter sein.

Wirbelgleiten kann zu Haltungsfehlern und zunehmenden Abnutzungserscheinungen führen. Verspannte, schmerzende Muskeln, Schäden an Bandscheiben oder Nerven sind die möglichen Folgen. In vielen Fällen macht das Wirbelgleiten zumindest anfangs keine Beschwerden. Später muss mit wiederkehrenden Beschwerden gerechnet werden, die im Frühstadium vor allem beim Sport oder bei anderer körperlicher Belastung auftreten. Es kann bei Wirbelgleiten eventuell auch zu chronischen Verspannnungen und Schmerzen sowie einem Hohlkreuz kommen. Löst ein eingedrückter Nerv Gefühlsstörungen oder Lähmungen aus, sollten Sie den Notarzt rufen. Es besteht die Gefahr, dass auch wichtige Organfunktionen blockiert werden.

Behandlung von Wirbelgleiten

Wirbelgleiten wird meist mit Krankengymnastik, Massagen und gezieltem Muskelaufbau behandelt - dies reicht häufig aus. Nur in wenigen Fällen von Wirbelgleiten ist eine Operation notwendig.

Vorbeugen und Selbsthilfe bei Wirbelgleiten

Um Wirbelgleiten vorzubeugen, ist es grundsätzlich wichtig, auf sein Normalgewicht zu achten und sich ausreichend zu bewegen. Rückenschonende Sportarten wie Rückenschwimmen, Kraulen, Wassergymnastik, Jogging, Wandern oder Yoga sind ideal zur Vorbeugung. Betroffene Menschen mit Wirbelgleiten, die aufgrund ihrer Lebensumstände und Sportarten anfällig für Wirbelgleiten sind, sollten Sportarten meiden, die den Rücken belasten (wie zum Beispiel Ballett, Speerwurf, Hochsprung, Delfinschwimmen).

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