Wissenswertes über Arthrose, Abnehmen und Übersäuerung

Fragen an Hausärztin Dr. Petra Bracht

Die Allgemeinärztin und Naturheilmedizinerin hat in Bad Homburg eine Privatpraxis. Hier steht sie Ihnen beratend zur Seite.

ABNEHMEN: AUCH FETT IST WICHTIG!

Meine Freundin hat gesagt, ich solle auf fettreduzierte Butter oder Margarine umsteigen, wenn ich Diät halten will. Was meinen Sie dazu?

Gabi W. (41), Görlitz

    Antwort von Dr. Bracht:

    Wenn Sie abnehmen möchten, sollten Sie Ihre Ernährungsweise so verändern, dass sie keine Fertigprodukte und fettreduzierten Nahrungsmittel mehr zu sich nehmen. Besser sind naturbelassene Lebensmittel wie Salat, Obst und Gemüse. Die Grundnahrungsmittel haben wenig Kalorien und gleichzeitig viele Mineralien und Vitamine. Sie können davon viel essen, ohne Angst haben zu müssen, wie viele und welche Konservierungsstoffe und Lebensmittelzusatzstoffe darin enthalten sind. Im Übrigen: Zum Abnehmen benötigen Sie Fette, allerdings die richtigen. Diese finden Sie in kalt gepressten Ölen wie Weizenkeimöl, Olivenöl sowie Leinöl. Gute Öle dienen auch als Geschmacksverstärker und sollten bei keiner Diät fehlen.

    WEIDENRINDE LINDERT ARTHROSE

      Ich leide an Arthrose. Ich habe gelesen, dass Weidenrinde rheumatische Beschwerden lindern kann. Stimmt das?

      Britta T. (61), Walsrode

        Antwort von Dr. Bracht:

        Die Weidenrinde stellt durchaus eine Alternative zu den herkömmlichen Arzneimitteln bei leichten rheumatischen Beschwerden dar. Ihr Inhaltsstoff Salicin wird im Körper in Salicylsäure umgewandelt. Sie wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und fiebersenkend. Im Gegensatz zur synthetisch hergestellten Acetylsalicylsäure enthält die Weidenrinde zusätzlich Gerbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Weidenrinde ist für alle Patienten geeignet, die bei chronischen Krankheiten, wie beispielsweise Arthrose, regelmäßig Schmerzmittel einnehmen müssen. Ein Tee aus Weidenrinde eignet sich zwar gut zum Fiebersenken bei Arthrose, doch für die Anwendung bei Schmerzen steckt in ihm zu wenig Wirkstoff. Greifen Sie bei Rheumaschmerzen besser auf standardisierte und konzentrierte Präparate aus der Apotheke zurück.

        ÜBERSÄUERT? TEST SCHAFFT KLARHEIT

          Ich habe gelesen, dass ein Körper übersäuert sein kann. Wie kann ich das selbst überprüfen?

          Anja H. (39), Magdeburg

            Antwort von Dr. Bracht:

            Mit pH-Wert-Urin-Stäbchen (Apotheke) kann man den Morgenurin prüfen. Liegt der pH-Wert unter sieben, ist der Körper sauer, heißt es. Doch das stimmt so nicht. Morgens soll der Urin sauer sein: Der Körper ist nachts damit beschäftigt, saure Stoffwechselprodukte zum Ausscheiden zu produzieren. Testen Sie Ihren Urin fünfmal täglich. Zwei der Werte sollten im basischen Bereich sein, also größer als sieben. Schwankungen im Säure-Basen-Haushalt sind normal. Einen exakten Nachweis liefert ein Test beim Arzt.

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