Wohnwände - Tipps für den Kauf

digitalzeichnung musterring
Eine 3-D-Skizze zeigt ganz plastisch auf dem Bildschirm, wie die Wand aussehen könnte
Foto: Musterring

Die Vielfalt an Möbelelementen ist riesig. Damit Sie die richtige Auswahl treffen, hier ein paar hilfreiche Anhaltspunkte.

Die wichtigste Frage vorweg, von der die ganze Gestaltung maßgeblich abhängt: Was wollen Sie alles unterbringen? Besitzen Sie beispielsweise schöne, aber empfindliche Sammlerstücke, sind beleuchtete Glasvitrinen empfehlenswert. Soll der Fernseher samt Abspielgerätenunterkommen, muss dafür Platz vorgesehen werden. Schwere Gegenstände und Bücher brauchen Regale mit extrastarken Böden.

Unser Tipp: Machen Sie eine Checkliste mit all Ihren Wünschen, damit der Fachhändler Sie richtig beraten kann. Auch eine Skizze oder ein Foto vom gesamten Raum ist hilfreich. Im Möbelhaus lässt sich angesichts des großen Angebots nur schwer beurteilen, was davon zu Hause wirklich passt. Lassen Sie sich deshalb vom Fachhändler per Computer eine realitätsgetreue Zeichnung des Möbelsystems mit allen Varianten anfertigen – das erleichtert die Wahl. Und noch ein wichtiger Punkt: Informieren Sie sich, ob Sie alle Elemente des Systems nachkaufen können, wenn die Wohnwand später mal erweitert werden soll.

Der Mix macht’s

Der Materialmix macht die Wirkung aus: Klares und satiniertes Glas, Lack, Metall, helle und dunkle, dezente und stark gemaserte Hölzer gehen eine spannende Verbindung ein. Zusätzlich kann man mit Farben belebende Akzente setzen. Neben dem gängigen System aus senkrechten Wangen, mit Borden und Schrankelementen dazwischen, stehen Kastenmodule zur Auswahl. Hinzu kommen lang gestreckte Borde und Sideboards – erhältlich in unterschiedlichen Höhen und Tiefen und immer basierend auf einem erweiterbaren Rasterschema. Eine weitere Komponente der Gestaltung sind Paneele. An den flachen Holzwänden lassen sich kleine Elemente wie Borde oder Konsolen anhängen. Und auch den Flachbildschirm kann man an Wohnwand- Paneelen so anbringen, dass die Kabel unsichtbar verschwinden.

Verschluss-Sachen

Türen sind ebenfalls ein Bestandteil, mit dem an allen Fronten gespielt wird. Die normale Tür hat mittlerweile Konkurrenz bekommen: Schiebetüren stehen momentan hoch im Kurs. Ihr Vorteil: Sie lassen sich vertikal oder horizontal bewegen und können verschiedene Bereiche im Wechsel abdecken. Außerdem nehmen sie beim Öffnen nur wenig Raum ein. Alternative: Klappen, die nach oben oder unten schwingen.

Individuelle Anpassung

Bei problematischen Raummaßen, zum Beispiel bei Dachschrägen, bieten viele Hersteller eine Höhenanpassung an, und auch Ecklösungen sind machbar. Unebenheiten am Boden lassen sich bei hochwertigen Möbelprogrammen in der Regel durch verstellbare Füße ausgleichen.

Die komfortablen Details sind das i-Tüpfelchen einer Wohnwand. Hier einige Beispiele: Einsetzbare Stützen verhindern, dass Bücher immer wieder umfallen. Für große Bände können Fächer integriert werden, die hoch, aber schmal sind und guten Stand gewährleisten. Nach Bedarf ausgestattete Einteilungen in Schubladen helfen, Kleinkram übersichtlich in Ordnung zu halten. Angenehm ist ein Selbsteinzug, dann reicht ein kleiner Schubs, damit sich die Schubladen sanft schließen. Schiebetüren stoßen dank einer Dämmung lautlos an, und Türen, die man weiter als 90 Grad öffnen kann, erleichtern den Zugriff.

Nicht nur die Gliederung und der Materialmix bestimmen die Optik einer Wohnwand, sondern auch die integrierten Lichtquellen – und das auf effektvolle Weise. Wenn Sammlerstücke wirkungsvoll zur Schau gestellt werden sollen, sind innen beleuchtete Vitrinen ideal. Sanfte Allround- Beleuchtung gewinnt man mit einer Lichtquelle hinter satiniertem Glas. In Regale eingelassene Strahler sorgen hingegen für gezielte Lichtpunkte. Die Kabel dafür werden unsichtbar in Kanälen zur Steckdose geführt.

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