Wolfgang Joop: "Wer Jogginghosen trägt, der..."

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Wolfgang Joop vor unserem Interview im Restaurant Henriks in Hamburg.
Foto: Sarah Steffen

Stil ohne Grenzen

Sein Name steht synonym für Stil und Trendbewusstsein - Wolfgang Joop. Wir trafen die Design-Ikone für ein kurzes Gespräch über modische Gos und No-Gos in Hamburg.

Wolfgang Joop kann auf über drei Jahrzehnte in der Fashion-Welt zurückblicken. Von jemandem wie ihm, der so hautnah die Entwicklungen und Trends der Modeszene miterlebt hat, wollten wir natürlich wissen, ob es jemanden gibt, dessen Stil ihn nachhaltig beeindruckt hat. An der gegenwärtigen Promi-Welt lässt Joop kein gutes Haar, zu "bemüht und verkrampft oder seltsam" findet er die meisten Stylings.

In der Vergangenheit wird er jedoch fündig: Marlene Dietrich, der "blaue Engel", hat beim Star-Designer Eindruck hinterlassen - weil sie "einfach männliche Kleidung, elegante Kleidung, sportliche Kleidung auf coole Art und Weise gemischt hat".

Auch Joop selbst spielt gerne mit verschiedenen Stilen: auf unsere Frage, welches denn seine schlimmste Modesünde gewesen sei, antwortet er lapidar, "eigentlich täglich irgendeine Modesünde" zu begehen, "aus einer Laune heraus und aus Spieltrieb".

Das klingt doch um einiges toleranter als Kollege Karl Lagerfeld, der immer wieder mit markanten Sprüchen auffällt, und Jogginghosen-Trägern gleich ganz die Kontrolle über ihr Leben abspricht? Wir baten Joop, das berühmte Zitat in seinem Sinne zu vervollständigen:

"Wer Jogginghosen trägt, der... trägt hoffentlich auch hohe Hacken."

Jogginghosen und High-Heels, scheinbar gibt es nichts, was den Star-Designer aus der Fassung bringt. Joop hat seine ganz eigene Meinung zum Thema Modesünden: "Sündigen ist ein ziemlich hartes Wort. Es bedeutet, ein Tabu zu brechen. Und in der Mode gibt es keine Tabus".

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