Diagnose ZöliakieWorin versteckt sich Gluten?

worin versteckt sich gluten
Eine Vielzahl an Lebensmitteln enthält Gluten.
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Was ist Gluten?
  2. Was sind die Symptome von Zöliakie?
  3. Diese Lebensmittel enthalten Gluten
  4. Diagnose Zöliakie – und dann?
  5. Problem für Profisportler: Sie brauchen Kohlenhydrate

Du leidest an einer Glutenunverträglichkeit? Wir erklären, was die Diagnose Zöliakie bedeutet und in welchen alltäglichen Lebensmitteln sich Gluten versteckt.

Das Croissant am Morgen, das belegte Brötchen für zwischendurch oder auch die Nudeln am Abend – für Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, ist die alltägliche Ernährung immer wieder eine Herausforderung. Doch warum ist das so?

Was ist Gluten?

Gluten ist ein sogenanntes Klebereiweiß. Es besteht aus verschiedenen Proteinen und kommt in den Samen unterschiedlicher Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder auch Hafer vor. Durch das Gluten kann Getreide überhaupt zu einem Teig verarbeitet werden. Denn in Verbindung mit Wasser entfaltet es seine klebende Wirkung, durch die der Teig zu einem Laib geformt werden kann. Abgeleitet wird der Begriff Gluten aus dem Lateinischen. Übersetzt bedeutet er so viel wie "Leim".

Was sind die Symptome von Zöliakie?

Zöliakie, der Fachbegriff für Glutenunverträglichkeit, bedeutet eine dauerhafte Unverträglichkeit des Immunsystems gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das in vielen Getreidesorten enthalten ist. Die Aufnahme von Gluten kann bei Betroffenen dazu führen, dass sich der Dünndarm entzündet und Nährstoffe nicht mehr genügend aufgenommen werden können. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Kraftlosigkeit sowie Blähungen und Durchfall.

Diese Lebensmittel enthalten Gluten

Folgende Getreidesorten enthalten Gluten: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel. Daher sind Lebensmittel, die eines dieser Getreide enthalten, für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit nicht geeignet. Dazu zählen unter anderem:

  • Brot, Brötchen
  • Baguette
  • Pizza
  • Nudeln und Gnocchi
  • Müsli
  • Graupen
  • Stärke
  • Grieß
  • Fisch und Fleisch, wenn er/es paniert wurde
  • Kuchen und Torten
  • Gebäck aus Blätterteig
  • Kekse
  • Müsliriegel
  • Chips
  • Salzstangen

Weitere Inforamtionen sowie eine Übersicht für glutenfreie Lebensmittel findest du auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Zöliakie e.V.

Auch spannend: Kochen ohne Gluten und Laktose - so geht es

Diagnose Zöliakie – und dann?

Die einzig mögliche Behandlung liegt leider im dauerhaften und konsequenten Verzicht auf alle Lebensmittel, die Gluten enthalten. Dabei müssen Betroffene nicht nur beim Naschen vor dem Fernseher auf manche Snacks und Süßigkeiten verzichten, sondern auch bei der alltäglichen Ernährung Abstriche machen. Denn Gluten versteckt sich überall: Von Backwaren wie Brot bis zu Fertigprodukten wie Lasagne. Nur wenige Lebensmittel kommen ohne das Klebereiweiß aus.

Doch das ist kein Grund zur Sorge: Denn für Betroffene gibt es mittlerweile einige glutenfreie Alternativen wie die von Dr. Schär, Marktführer für gluten- und weizenfreie Produkte in Europa, die das Leben leichter machen!

Problem für Profisportler: Sie brauchen Kohlenhydrate

Besonders hart trifft die Unverträglichkeit Profisportler wie Tennisspieler Novak Djokovic und Andrea Henkel, die auf Kohlenhydrate als wichtigsten Energielieferanten angewiesen sind. Die Biathletin bekam vor knapp zwei Jahren die Diagnose Zöliakie und hatte nach eigener Aussage zwar Angst, war jedoch auch erleichtert als sie endlich wusste, woher die Bauchschmerzen kamen. Heute kann sich die Sportlerin durch glutenfreie Alternativen dennoch gesund und ausgewogen ernähren. Auch die Tennisspielerin Sabine Lisicki leidet unter einer Glutenunverträglichkeit. Lies hier ihre sechs besten Tipps für ein glutenfreies Leben.

Video: 7 Tipps für eine gesunde Ernährung

 

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